Mittwoch, 6. Dezember 2017

Bloggers Weihnacht 2017 - das 6. Türchen mit Sandra von Herbstkinder



Advent ist, 

wenn Kinderaugen wieder zu strahlen beginnen 
und wir uns anstecken lassen 
von der Vorfreude auf Weihnachten.
(Gudrun Kropp)


Ein herzliches Willkommen zu meinem heutigen Nikolaus-Türchen. Ich hoffe, Ihr wurdet heute schon mit strahlenden Kinderaugen beschenkt? Meine Jungs freuen sich immer riesig über die Kleinigkeiten im Stiefel, die gestern Abend extra noch geputzt wurden.

Für Euch habe ich natürlich auch wieder was Schönes mitgebracht: Sandra von Herbstkinder:
Drei Herbstlinge, ihre Eltern und ihr Montessori inspiriertes und bedürfnisorientiertes Leben.
Sandra habe ich auch über die Montessori Entdecker "gefunden" und ich mag ihren Blog, weil er authentisch geschrieben ist und Sandra wunderschöne Bilder zu ihren Beiträgen macht.
Schaut Euch unbedingt mal auf ihrem Blog um!



Hier kommt Sandra‘s Weihnacht:





Zuerst ein kleiner Rückblick: für was bist Du in diesem Jahr besonders dankbar?

Ganz besonders dankbar bin ich in diesem Jahr für unser drittes Wunder, das im Mai geboren wurde.
Er hat unser Leben noch strahlender und leuchtender gemacht und unsere Familie komplettiert.
Es ist so schön noch einmal die ersten Meilensteine eines Säuglings mitzuerleben, noch einmal diese intensive
Nähe beim Stillen und Tragen zu erfahren. Beim dritten Kind bin ich noch wesentlich gelassener als bei den ersten
beiden Kindern. Ich kann das hier und jetzt genießen und mich an seinem Tun erfreuen. Ich bin immer noch ganz
fasziniert davon wie aufmerksam und konzentriert schon ein Neugeborenes Mobiles oder Bücher mit stark kontrastierenden Abbildungen betrachten kann.
Das ich das Säuglingsalter noch einmal aus der Montessori Perspektive erfahren darf, ist ebenso ein ganz besonderes Geschenk für mich.
Und zu sehen wie die Kinder als Geschwister eine innige Bindung aufbauen, von einander lernen durch einander innerlich wachsen, ist ebenfalls etwas,
wofür ich sehr dankbar bin.
Und ich bin auch ganz besonders meiner Mutter dankbar, die mir in so vielen Situationen hilft und immer da ist, wenn ich sie brauche.

Was war 2017 für Dich Dein wichtigster, schönster oder bedeutendster Blogbeitrag und warum?

Mein erster Blogbeitrag (Die Würde des Kindes) ist für mich der bedeutsamste Artikel, den ich bisher geschrieben habe.
In diesem Artikel geht es um die Würde eines jeden Kindes und der damit verbundene achtsame und respektvolle Umgang mit Kindern.
Ich bekomme oftmals Gegenwind für die Art und Weise wie ich mit meinen Kindern umgehe und wie ich sie aufwachsen lasse.
Mir ist jedoch ein würdevoller und wertschätzender Umgang mit Kindern ein dringendes Anliegen, den ich in die Welt tragen möchte ... auch,
um denjenigen eine Stimme zu geben, die oftmals keine haben: den Kindern.

Wie erlebt Ihr die Adventszeit als Familie? Gibt es bestimmte Familienrituale bei Euch in der Advents- und Weihnachtszeit?



Jedes Jahr im Advent bauen wir den Weg Marias und Josephs nach Bethlehem auf, der durch 24 Kerzen gekennzeichnet ist.
Am Ende steht der Stall mit der leeren Futterkrippe. Maria, auf dem Esel sitzend, und Joseph ziehen jeden Tag von Kerze zu Kerze vor.
Jeden Tag wird ein weiteres Licht entzündet und erhellt den Weg nach Bethlehem. Ich finde das sehr ausdrucksstark: je näher die
beiden Holzfiguren dem Stall kommen umso heller und leuchtender wird es.
Und das ist ein schönes Bild für das was da an Weihnachten geschieht:
das Jesuskind wird geboren, das „wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.“ (Joh 1,9).

Dazu lesen wir jeden Tag eine kleine Geschichte aus dem Buch „Licht in der Laterne“. Hier wird in kurzen Geschichten von der Reise Marias und Josephs
nach Bethlehem berichtet und was ihnen bei dieser Reise wohlmöglich alles hätte passieren können. Zumeist stoßen die beiden auf ein Hindernis, das sie
an einer Weiterreise hindert. Doch es geschieht immer wieder ein Wunder und sie können ihren Weg fortsetzten. Dieses Jahr probieren wir ein neues Buch
aus: „Marias kleiner Esel“. Vor und nach der Geschichte singen wir immer Adventslieder aus dem Gotteslob der katholischen Kirche.
Des Weiteren ist die Adventzeit geprägt von Plätzchen backen, wobei die Kinder sehr gern mitmachen. Das Rezept für die Plätzchen stammt von meiner
verstorbenen Oma. Meine Mutter hat zusammen mit ihr und ich mit meiner Mutter, nach diesem Rezept Plätzchen gebacken. Und nun backen meine Kinder
mit mir nach dem gleichen Rezept. So treten die vielen schönen Erinnerungen an diese liebevolle Frau immer wieder ins Bewusstsein. Und vielleicht tragen
unsere Kinder dieses Rezept weiter und erhalten damit das Andenken dieser einzigartigen Person in lebendiger Erinnerung.

Wie feiert Ihr Weihnachten und findest Du das auch gut oder würdest Du da gerne was ändern, wenn Du könntest? Hat sich Weihnachten für Dich verändert, seit Du Mama bist?

Am Heiligen Abend versammeln wir uns im Wohnzimmer am Weihnachtsbaum und lesen die Erzählung der Geburt Jesu aus einem der Evangelien vor.
Das Jesuskind wird dann in die Krippe gelegt und mit unserem allerliebsten Weihnachtslied („Nun freut euch ihr Christen“) begrüßt. Danach gibt es die
Bescherung und wir sitzen bis die Kinder müde sind noch gemütlich zusammen. Traditionell gibt es am Heiligen Abend Kartoffelsalat und Würstchen.
Am nächsten Tag gehen wir zur Heiligen Messe in unserer Kirche. Seitdem die Kinder da sind, haben wir diese Bräuche entwickelt um ihnen die
Bedeutung des Weihnachtsfestes zu verdeutlichen. Ich liebe diese einzigartige Advents- und Weihnachtszeit, die Stimmung, die dabei aufkommt, die
Gemeinschaft, das Beten und Singen, die Lichter und der Duft beim Auspusten der Kerzen.

Was darf an Weihnachten für Dich auf keinen Fall fehlen?

Weihnachten ist für mich vor allem die Feier der Geburt Jesu, es ist ein Fest des Glaubens. Es ist mir sehr wichtig dieses Fest in der Kirche zu feiern und die
Heilige Messe zu feiern.

Christkind oder Weihnachtsmann?

Wir sind katholisch daher feiern wir die Geburt Jesu Christi. Bei uns bringt aber nicht das Christkind die Geschenke, sondern wir beschenken uns gegenseitig
als Ausdruck der Liebe zueinander.
Im Kindergarten kommt zwar der Weihnachtsmann aber der spielt bei uns zu Haus keine Rolle.

Welches ist DEIN Lieblings-Weihnachtslied?

„Nun freut euch ihr Christen“ 

Was wird für die Kinder unter dem Weihnachtsbaum liegen?

Die Kinder haben immer einen Wunschzettel, den wir gemeinsam gestalten. Es stehen einige Dinge darauf, wir sind uns aber noch nicht schlüssig, welche wir davon erfüllen.
Eins ist aber sicher, da ich sehr gern Materialien und Spielsachen selber gestalte und baue, anstatt nur alles neu zu kaufen (ich mag die persönliche Note sehr gern), wird sicherlich das ein oder andere Selbstgemachte dabei sein.

Befrage Deine Kinder: „Was ist Weihnachten?“

Das älteste Kind (5 Jahre): Die Geburt vom Jesus.
Das mittlere Kind (2 3/4): Ein Baum (sie meint damit natürlich den Weihnachtsbaum, den wir immer zusammen schmücken.)

Dein ganz persönlicher Weihnachtswunsch 2017?

Mein persönlicher Wunsch ist es, dass alle Kinder die bedingungslose Liebe ihrer Eltern und Bezugspersonen erfahren. Dass alle Eltern in der Lage sind,
ihre Kinder so anzunehmen wie sie sind und sie nicht aufgrund des Drucks der Gesellschaft versuchen in eine Schablone zu pressen. Dass sie die
Einzigartigkeit und Schönheit der Seele ihrer Kinder erkennen und sie ihnen die Freiheit auf Selbstverwirklichung und Entfaltung schenken.

Was versteckt sich hinter Deinem heutigen Tafjora-Türchen?

Mein Adventstürchen ist eine Geschenkidee für Säuglinge, die man selber machen kann. Ich lese immer oft Fragen nach Geschenkideen für Babys.
Da ich meinem kleinen Sohn einen kleinen Greifring mit Bändern und Glöckchen für den Nikolaustag mache, habe ich Euch einen Blogbeitrag mit Anleitung mitgebracht.

Und hier geht es zu Türchen Nummer 6

bei Sandra auf Herbstkinder


Liebe Sandra,

es hat mich riesig gefreut, Dich ein bisschen näher kennenzulernen. Danke, dass Du uns über Euer Weihnachten erzählt hast. In vielem sehe ich uns wieder, das finde ich dann immer besonders spannend.
Dir und Deinen Lieben eine gesegnete Adventszeit und frohe Weihnachten!





Und das war die Bloggers Weihnacht 2017 bis jetzt:

Türchen Nummer 01: Manuela von der Wunderwerkstatt (Schneeflockenspiel)
Türchen Nummer 03: Tanja von Tafjora
Türchen Nummer 04: Moana von Miss Broccoli
Türchen Nummer 05: Angela von Löwenzahn und Pusteblume


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