Freitag, 10. Juni 2016

Lieblingsessen aus der Resteküche: Brezelknödel und Würstchengulasch (Kleine Genießer im Juni)

Bei unseren Mahlzeiten bleibt ja eigentlich fast immer was übrig. Entweder weil die Jungs unterschiedlich großen Appetit haben oder weil man bei manchen Rezepten gut was für andere Tage einfrieren kann.

Mit Essen wegwerfen tu ich mir schon schwer, denn da wurde ich zuhause einfach so erzogen. Meine Eltern waren "Nachkriegskinder" und Essen und ein voller Magen waren damals nicht unbedingt selbstverständlich. Meine Mutter lehrte uns dadurch, achtsam damit umzugehen.

Mein Mann schaut mich zwar manchmal schräg an, wenn ich sag: "Nein, nein, das brauchst Du jetzt nicht wegschmeißen" ist dann aber meist freudig überrascht, was ich dann noch Leckeres daraus zaubere. 
(Natürlich hebe ich nichts auf, was man wirklich nicht mehr verwenden kann oder was in den Tiefen des Kühlschrankes vergessen wurde.)

Heute stelle ich Euch mal ein beliebtes Reste-Essen aus unserer Familienküche vor:

Brezelknödel und Würstchengulasch

(tatsächlich ein Lieblingsrezept meiner Kinder!)



Zuegegeben, es klingt jetzt eher nach "Fix-Tütchen" als nach Gourmetessen, aber das täuscht! Ist kein Fix drin, haupstächlich "Reste":

Brezeln-



Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch ist, aber meine Kinder lassen immer irgendwelche Brezel-Reste übrig, die am nächsten Tag dann hart sind und auch niemand mehr essen will. (Ausser vielleicht unser Hund, die würde sich freuen, bekommt es aber nicht). Also ab damit in die Gefriertruhe.
Für die Knödel braucht man 4 Brezeln vom Vortag. (oder aber aufgetaut und nicht mehr "feucht").

Die Zubereitung ist kinderleicht, mein Löwenjunge darf immer die Knödel formen, weil er das mit so klebrigen Massen viel lieber macht als ich.



Das Rezept dazu hatte ich hier schon mal verbloggt. Die Klöße werden dann im 20 Minuten im Dampfgarer oder eine halbe Stunde im kochenden Wasser gegart.

Mein Löwenjunge nimmt (falls noch übrig) am nächsten Tag gerne noch einen kalten Knödel mit in die Schule.


Rostbratwürstchen, Mais, Paprika und Tomatenbutter 

bleiben oft mal übrig, wenn wir gegrillt haben.

Mit der Tomatenbutter lässt sich viel in der Resteküche zaubern. Sie verschwindet bei mir in Saucen, bei Gemüse oder ich brate schnell ein paar Nudeln damit an. Sehr vielseitig anzuwenden!

Für das Würstchengulasch 



- schneide ich die Rostbratwürste in Scheiben und brate sie an.
- Paprika in kleine Würfel schneiden und mit anbraten
- Mais mit anbraten
- etwas Tomatenmark und/oder Tomatenbutter dazu
- Kochsahne dazu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
- bei Bedarf nachwürzen (Salz, Pfeffer, Paprika)


Fertig!


Bei Mama Mia gibt es diesen Monat bei Kleine Genießer im Juni noch mehr Rezepte zur Resteverwertung. Ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Rezepte, weil ich immer wieder nach neuen Ideen suche, was ich aus den Resten vom Vortag so zaubern kann.

Oder vielleicht habt Ihr ja auch noch ein paar Ideen? Dann immer her damit.

Bon Appétit!

Eure Tanja




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Kommentare:

  1. Ich habe das Würstchengulasch heute direkt ausprobiert, ebenfalls mit meinem Sohn als Koch. Der war hellauf begeistert von dem Angebot, selbst kochen zu dürfen, er ist allerding erst fünf. Hat ziemlich gut geklappt, es war köstlich, leider fand es der Koch selbst nicht lecker. Angeblich die Tomatensoße. So ein Quatsch. Leider ist er mit 15 Monaten zu einem äußerst schwierigen Esser mutiert, obwohl vorher alles ging! Der Witz ist, dass ihn sein eingeschränktes Spektrum selbst total nervt, er aber nicht bereit ist, offen für neues zu sein. Vor dem Probieren hat er sich bereits entschieden, ob er etwas mögen möchte. Na egal, morgen darf er die Brezelknödel machen, die wird er angeblich auf jeden Fall mögen, sagt er :)

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    1. Ui, da freue ich mich aber, dass Ihr das gleich nachgekocht habt! Immerhin hat es Dir geschmeckt ;-)
      Das mit den schwierigen Essern kenne ich ja leider auch. Früher haben meine Jungs echt auch noch alles gegessen... Dazu kommt, dass die beiden echt sehr unterschiedlich sind, auch was das Essen angeht. Das ist dann bei der täglichen Essensfrage echt nicht immer ganz einfach.
      Bin gespannt was Dein Sohn dann zu den Knödeln sagt, würde mich echt interessieren!

      Lieben Grüßen
      Tanja

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