Donnerstag, 21. April 2016

Leben mit Kindern im März: Schlaf gut?! Die Zusammenfassung

Der erste Monat mit meiner Blogreihe "Leben mit Kindern" ist rum und ich bedanke mich hier ganz herzlich, dass so viele mitgemacht haben. Das Thema Schlaf Gut?! hat viele von Euch angesprochen und es kamen die unterschiedlichsten Erfahrungsberichte zusammen.
Genau darum geht es mir nämlich. Vieles ist möglich, jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, den Schlafbedürfnissen aller gerecht zu werden.

Bevor ich Euch eine Zusammenfassung der tollen eingereichten Blogbeiträge gebe, erzähle ich Euch natürlich auch noch, wie das bei uns war und jetzt ist. Denn es hat sich im Laufe der letzten sechseinhalb Jahre ja auch vieles wieder verändert.


Löwenjunge 2009

Wie alles begann...

Als der Löwenjunge im Sommer 2009 geboren wurde, wusste ich, wie so manche Erstlingsmama, noch nicht, was da so auf mich zukommen würde. Ich dachte irgendwie, kleine Baby´s schlafen viel, zwar nicht am Stück, aber anscheinend ja immer wieder über den Tag verteilt und eigentlich auch überall. Kleine Babys brauchen doch viel Schlaf. Oder? Da wurde ich eines besseren belehrt.

Wir waren ja relativ neu von Bayern nach Sachsen-Anhalt gezogen und ich hatte damals noch keine engere Freundin dort, die auch gerade ein Kind hatte, mit der ich mich, grad am Anfang, hätte austauschen können. Das Internet war für mich damals noch keine Fundgrube an Ratschlägen wie heute. Meine Hebamme war rückblickend noch sehr vom "alten Schlag" (nicht ständig stillen, nicht in einem Bett schlafen, essen darf man stillend auch fast nichts weil alles angeblich bläht, Beikosteinführung nach striktem Zeitplan etc.. um nur mal einige ihrer Ansichten aufzuzählen)
Ja, man kann sagen, eigentlich war ich nicht so vorbereitet auf das Muttersein, wie ich es gebraucht hätte. Kein Smartphone mit irgendwelchen Apps oder Mama-Blogs die mir sagten, alles gut, mach ruhig wie Du denkst, achte auf Dein Bauchgefühl.

Stattdessen große Unsicherheit und viel Angst, alles falsch zu machen...

Die Geburt war nicht einfach, Kaiserschnitt mit hohem Blutverlust und die ersten 6 Wochen war ich ziemlich platt und das Kind war definitiv kein "Vielschläfer". Er war so "wach" von Anfang an. 

Als wir aus dem Krankenhaus kamen, war sein Kinderzimmer bereit und darin stand der Stubenwagen, in dem ich einst mal selbst vor vielen Jahren geschlafen hatte. (Schlafprobleme gab es angeblich damals nicht). Mein Mann hatte den Stubenwagen in das Kinderzimmer gestellt, wir hatten uns davor keine Gedanken gemacht. Wo sonst hätte das Kind auch schlafen sollen?
Doch der Stubenwagen stand genau eine Nacht im Kinderzimmer und wanderte dann in´s Elternschlafzimmer neben mein Bett, da passte er gerade so noch hin. Aber wo sonst hätte das Kind schlafen sollen, wenn nicht neben seiner Mutter?

Keine leichte Anfangszeit

Doch der Löwenjunge schlief nicht viel darin. 3 Monate quälten ihn täglich pünktlich ab 16 Uhr heftige Bauchschmerzen und er brüllte und brüllte und brüllte.
Ich fühlte mich als schlechte Mutter, weil ich einfach nicht wusste, warum das Kind nur brüllte und sich so schwer beruhigen liess. Was machte ich denn falsch? Warum schrie er nur so laut und heftig?
Kam mein Mann heim, flüchtete ich in's Bad nur um ihn mal kurz nicht schreien zu hören.
Meist schlief er nur auf dem Arm ein, im Fliegergriff, auf dem Petziball in den Schlaf geschaukelt oder kilometerlang durch unsere Wohnung getragen. Die halbe Nacht oder länger. Wenn er dann mal endlich schlief, dann versuchten wir ihn in seinen Stubenwagen zu legen, was manchmal klappte, meistens jedoch mit Geschrei belohnt wurde.

Die Hebamme zeigte uns unser Kind zu pucken, das mochte er und er schlief tatsächlich etwas ruhiger. Ich konnte ihn nicht pucken, das brach mir fast das Mutterherz, ihn so einzuwickeln, das musste dann der Papa machen. Auf die Idee ihn mit ins Bett zu nehmen kam ich schlichtundergreifend gar nicht. "Das macht man doch nicht, da verdrückt man sein Kind oder es stirbt am Kindstod." 
"Stillen Sie frühestens nach 3, besser 4 Stunden Frau Hofmann! Auf keinen Fall sollte er dabei einschlafen, sonst gewöhnt er sich an das Einschlafstillen!" waren die klugen Ratschläge meiner Hebamme. Hätte ich doch nur nicht auf sie gehört und hätte etwas mehr mütterliches Selbstbewusstsein gehabt!
Ja, so verrückt machen einen manchmal die anderen (und die Hormone). Schade, dass ich da meine Blogger und Twitterblase noch nicht hatte, sicher wäre es dann einfacher gewesen, andere Wege zu gehen. So war ich einfach nur unsicher. 

Bin ich allerdings beim nächtlichen Stillen mit dem Kind mal doch eingeschlafen, waren das die erholsamsten Stunden an Schlaf, die wir je hatten. Eigentlich hätte ich es da kapieren müssen...

Der Auszug in´s eigene Kinderzimmer

Mit knapp 4 Monaten passte der Löwenjunge nicht mehr in den Stubenwagen und schweren Herzens musste ich ihn in sein Kinderzimmer ausqaurtieren. Immerhin hatte er eine tolle Kinderwasserbettmatratze, ich erhoffte mir, dass er da einfach auch besser schläft. 
Und siehe da, kaum war er in seinem Kinderbettchen, schlief er durch. Mit 4 Monaten!
Einfach so.

Abends nochmal gestillt, hingelegt und gestreichelt und dann die Spieluhr angemacht, Nachtlicht an und Türe einen Spalt offen. Er brabbelte noch einige Minuten vor sich hin und schlief dann selig ein. Meistens bis in die frühen Morgenstunden. Dann nahm ich ihn gegen 6 zum Stillen in mein Bett und wir schliefen weiter bis 8 Uhr oder länger. Es war so einfach! So erholsam! Ich dachte wir hätten es geschafft. High Five.

Verlust- und Trennungsängste werfen uns wieder zurück

Etwa eineinhalb Jahre später musste mein Mann beruflich in eine andere Stadt und pendelte am Wochenende 6 Stunden mit dem Auto zu uns. Wochenend-Papa für die nächsten 12 Monate. 
Die Trennungsängste vom Löwenjungen waren nicht zu übersehen. Er wollte sich von niemandem mehr verabschieden, versteckte sich wenn Besuch ging oder legte am Telefon einfach auf. Abschied war ganz schlimm für ihn. 
Alleine einschlafen war ab da dann auch  nicht mehr möglich. Ich glaube, er hatte Angst, dass wir ihn alle verlassen. 
Papa musste am Wochenende mit dem Löwenjungen kuscheln und Mama unter der Woche. Ich durfte das Zimmer nicht mehr verlassen. Er wollte nicht alleine einschlafen. Auf die Idee mit dem Familienbett bin ich damals blöderweise schon wieder nicht so direkt gekommen. Eigentlich nur indirekt. Denn wenn er nachts wach wurde holte ich ihn ja dann doch zu mir in´s Bett. Einfach weil ich selbst nur noch  schlafen wollte. Warum ich damals so daran festhielt, dass er in seinem Bett einschläft- ist mir nicht verständlich und ärgert mich bis heute noch. Warum habe ich mich von aussen nur so beeinflussen lassen?

Endlich Familienbett!

Als der Löwenjunge dann zweieinhalb Jahre alt war, musste Papa für über 3 Monate am Stück ins Ausland und wir sahen ihn dann gar nicht. Ich saß also neben seinem Bettchen, bis er eingeschlafen war. Das dauerte manchmal ewig und ich war nicht selten gereizt deswegen. Den ganzen Tag alleine mit Kind, das an Mama klebt, kaum Zeit für Haushalt oder mal ein Buch in der Badewanne lesen, kein Feierabend in Sicht. Ich war so frustriert. 
Irgendwann kam dann ein Magen-Darm-Infekt dazu und da lasse ich ihn einfach in meinem Bett. Und siehe da, das Kind schläft. Die ganze Nacht. So einfach... 
Von da an schlief der Löwenjunge endlich bei mir im Familienbett. Als mein Mann wieder heim kam, schliefen wir alle drei darin. Und das die ganze Nacht. Endlich schliefen wir alle wieder durch.




Umzug nach Frankreich und die Geburt des Winterkindes
  Dann kam der Umzug nach Frankreich und die Geburt des kleinen Bruders. Natürlich begleiteten wir ihn weiter in den Schlaf. Weil er sich ohne uns endlos im Bett wälzt,  ohne uns nicht einschlafen kann, er zu viele Dinge in seinem kleinen Kopf  hat und wie er selbst sagt "den Knopf zum ausschalten der Gedanken nicht findet". Besser wurde das erst mit etwa viereinhalb, als er den Mittagsschlaf weg ließ. Seitdem braucht er an normalen Tagen keine 10 Minuten mehr zum einschlafen. 
Eingeschlafen ist er meistens in seinem Bett, kam dann nachts aber irgendwann mal von selbst zu uns, brachte sein Kuscheltier und sein Kissen mit und legte sich in unsere Mitte. Manchmal wollte er aber auch gleich bei uns im Bett schlafen, vor allem aber wenn Papa nicht da war, legte er sich immer in mein Bett.

Heute ist mein Löwenjunge 6 Jahre alt und schläft meistens in seinem Hochbett oder im Familienbett. Manchmal auch auf der Matratze vor dem Floor Bed seines Bruders. Das wechselt munter durch. 

Wenn mein Mann da ist, legt sich einer von uns zu ihm. Schläft das Kind in seinem Zimmer, kommt es aber meistens irgendwann in der Nacht doch noch zu einem von uns ins Bett gekrochen.


Das Winterkind 
Als mein Winterkind im Dezember 2012 auf die Welt kam, waren wir durch unseren Löwenjungen schlafenstechnisch ja auf das Schlimmste vorbereitet.
Aber jedes Kind ist eben DOCH anders und so waren wir angenehm überrascht, wie leicht es uns dieses Wunschbaby machte. Meistens schlief er schon beim stillen ein. Die ersten 3 Monate hatten wir zwar auch hin und wieder abends mal Bauchschmerzen mit Fliegergriff, Wärmflasche und Fencheltee in den Griff zu bekommen, aber das war im Vergleich zu den Koliken seines Bruders echt harmlos.

Im Stubenwagen schlief er nicht wirklich, er war auch etwas größer als sein Bruder und er wirkte irgendwie viel zu groß für den Korbwagen. Trotzdem brauchte er aber viel Nähe- und zwar ausschließlich von Mama.

Er schlief also abends bei mir im Stillkissen ein und ich ließ ihn dort schlafen bis 23 Uhr, dann nuckelte er etwas und ich legte ihn in sein Beistellbettchen, das zu meiner Seite hin offen war. Dort  schlief er meistens bis 5 oder 6 Uhr durch.

Tagsüber schlief er viel und gerne im Kinderwagen auf der Terasse oder im Tragetuch. Er machte, was sein Bruder eigentlich nie tat: wenn er müde war, schlief er einfach ein. Egal wo.
Ich hatte trotz Baby ganz viel Zeit für das große Kind, was auch dringend wichtig war, da er sich vom kleinen Bruder schon sehr "verdrängt" fühlte.

Das Floor Bed hält Einzug bei uns

Doch auch die kleinsten Babys werden viel zu schnell groß. Und mit 9 Monaten krabbelte er und ich hatte Angst, ihn bei uns im Bett zu lassen.
Wir holten sein Gitter-Bettchen (das als Kuscheltierablage bis dahin in seinem Zimmer verwaiste) zu uns rüber- aber es war absolut kein Schlaf darin möglich. Er mochte nicht mal diese verdammt teure und geniale Wasserbettmatratze seines Bruders.

Aber ich beobachtete, dass er öfters auf die Matratze in seinem Zimmer krabbelte sich hinlegte um da mit seinem Schmuse-Kissen zu kuscheln.
Wir zogen dann also versuchsweise um auf seine Matratze. Ich dachte erst:

" O Gott, jetzt lässt du dein Baby auch noch auf dem Boden schlafen!!!!"

Wie ich dann aber auf einem meiner Lieblings-Blogs "Eltern vom Mars" nachlas, war es aus Sicht von Maria Montessori genau das Richtige.
Ich googelte und recherchierte auf Pinterest nach Montessori Kinderzimmern. Die Matratze ist da völlig normal. Es nennt sich Bodenbett und die Kinder können selbstständig rein und raus.

Ich wollte ihn aber nicht nur auf einer Matratze schlafen lassen. Es sollte trotzdem komfortabel, rutschfest und stabil sein, luftdurchlässig auch wegen der Hygiene.
Und so bekam dann mein Mann einen Auftrag:

"Bitte baue Deinem Sohn ein Floorbed/Bodenbett. Wo er alleine rein und raus kann und welches groß genug ist, dass Mama zum stillen dazu liegen kann."

Mein Mann baute es und was soll ich sagen? Es war von Anfang an perfekt für ihn und er liebte es.

"Getrennte Familienbetten", denn unsere Kinder müssen (noch) nicht alleine (ein-)schlafen.
 
Aber ohne Mama geht auch das Floorbed nicht. Muss es aber auch nicht, denn ich schlafe gerne neben meinem Sohn. So haben wir eben meisten "getrennte Familienbetten". Der Löwenjunge mit Papa im Wasserbett und ich mit dem Winterkind auf dem Boden. Wenn ich nachts aufwache, gehe ich zwar meistens rüber in mein Bett, aber oft bleibe ich auch einfach bei ihm liegen. Denn wenn ich dort bei ihm schlafe, dann schläft er bis heute die ganze Nacht durch. Bin ich nicht da, wird er wach und geht mich suchen. Aber das Wasserbett mag er einfach nicht so gerne und zu viert ist es auch ganz schön eng.

Und auch wenn viele uns nicht verstehen können, für uns ist es so in Ordnung. Wir haben es akzeptiert und es so angenommen. Unsere Söhne brauchen das eben JETZT, sie brauchen UNS

Schön, wenn andere Kinder alleine einschlafen können. Ich beneide auch manchmal die Eltern, die pünktlich um 20 Uhr vor der Tagesschau sitzen können. Aber dann schaue ich auf meine süssen Schätze neben mir, die kurz vor dem Schlafen noch ein "ich hab Dich so lieb Mami" flüstern, und dann weiß ich, diese Zeit, fest aneinander gekuschelt, geht so schnell vorbei und ich werde um 20 Uhr vor dem Fernseher sitzen und es ganz schrecklich vermissen mit ihnen zu kuscheln und sie liebevoll in den Schlaf zu begleiten. 

Liebevolle Begleitung in den Schlaf

Jedes Kind ist anders und für mich ist die liebevolle Begleitung in den Schlaf kein Verwöhnen sondern gehört für mich dazu. Und ich kenne auch kein Kind, das mit 16 noch bei seinen Eltern im Bett schläft. (Höchstens es hat vielleicht den 1. Liebeskummer oder so)

Außerdem ist die Zeit, wenn ich mit meinem Löwenjungen beim Kuscheln liege, so intensiv, dass er mir spätestens da dann erzählt, wenn ihn was belastet oder einfach was ihn beschäftigt. (zum Beispiel: "Mama, mir geht da was nicht aus dem Kopf")


Abendliche Rituale
Auch die haben sich im Laufe der Zeit etwas verändert und auch hier ist nicht jedes Kind gleich. 
Mit dem Löwenjungen haben wir von Anfang an vor dem Schlafen gelesen. Das liebt er auch bis heute noch. Uns auch wenn er jetzt schon selber lesen kann, die Gute-Nacht-Geschichte ist ihm heilig. 

Das Winterkind spielt lieber noch ein bisschen vor dem Schlafen und baut ein bisschen vor sich hin. Dann nimmt er sein Kuschelkissen, kommt zu mir gekuschelt und sagt: "Jetzt bin ich müde und will schlafen". Ganz stressfrei und ich liebe es, ihn in diesen paar Minuten noch beim Spielen zuzusehen.

Beide Kinder frage ich abends im Bett auch immer: "Was war das Schönste heute für Dich?" und bin immer wieder verblüfft, was für Antworten dabei raus kommen. Ich denke, vielleicht der Ausflug des Tages, aber nein, es kommt dann: "wie wir uns alle durchgekitzelt haben". Es ist schön, wenn der letzte Gedanke des Tage, das Schönste des Tages war.

Der Kuss
Auch der darf natürlich nicht fehlen. Und den letzten Kuss des Tages merken sie schon gar nicht mehr, denn sie bekommen ihn, wenn ich vor dem Schlafen gehen nochmal nach ihnen sehe. Sie zudecke und ihnen einen Kuss gebe...  

Natürlich können wir diesen Weg nur so gehen, weil er für uns alle so in Ordnung ist und wir damit gut leben und schlafen können. Wie das dann in ein paar Jahren wieder ist, das wird sich zeigen und wir können es ja dann den jeweiligen Bedürfnissen auch wieder anpassen.

 
Die Blogbeiträge:

Ganz ähnlich sieht das auch Sabrina von Wunschkind-Herzkind-Nervkind.
Sie hat das in ihrem wunderbaren Beitrag Schlaf gut - oder nicht? ganz treffend formuliert:

Was ich nach 3 Jahren gelernt habe, ist nicht das Kind zum "Durchschlafen" zu bewegen oder gar zu zwingen (Schlaflern-Bücher gibt es in großer Zahl zu kaufen, mit vielen Versprechungen...), sondern dem Kind die vertrauensvolle Umgebung und Geborgenheit zu geben, die es benötigt um gut schlafen zu können bzw. wieder schneller in den Schlaf zurück zu finden, wenn es wach geworden ist. 

Auch Sabrina hat sämtliche Varianten schon durch, Gitterbett, Familienbett, Floor Bed. Aber sie bleibt entspannt dabei, was ich ganz besonders wichtig finde:

Beim Schlafen bin ich mit der Zeit und der Erfahrung entspannter geworden. Unsere Kinder sind nicht lange klein und werden nicht für immer diese Nähe benötigen, wie in ihren ersten Lebensjahren. Sie werden immer selbstständiger werden, was sich auch in ihrem Schlafverhalten widerspiegeln wird. Irgendwann kommen die Nächte, die sie in ihrem Zimmern durchschlafen, in denen sie nicht zu uns kommen, sich nicht an uns kuscheln. Manche Nächte sind verdammt anstrengend. Krankheiten, Zähne oder Alpträume. Aber auch diese gehen immer wieder vorbei.

(Hier geht es zum kompletten Beitrag von Sabrina)



Wie schnell das alles vorbei geht, weiß auch Petra von Casa Lilou,
deren Beitrag Schlaf Kindlein Schlaf ich verschlungen habe. Ihre Kinder sind heute schon Teenager, aber sie kann sich noch wunderbar an die Zeiten erinnern, als die Kinder noch ganz klein waren. Ihr geht es da ähnlich, wie mir am Anfang mit dem 1. Kind:

Schade, dass ich damals immer wieder zu hören bekam, man solle Babys nicht so verwöhnen, sie bräuchten ihre Ruhe, sie müssten lernen, in ihrem eigenen Bett zu schlafen... Schwierig, wenn solche Einschätzungen von Familienangehörigen kommen...


Auch Petra hat einiges durch, auch Schockmomente mit ihrem Sohn, aber lest am Besten diesen tollen Beitrag einfach selbst.

Im Rückblick kann ich sagen, dass es viele verschiedene Phasen gab. Wir haben sie gemeistert, immer versucht, eine gute Balance zu finden zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der Kinder. Haben sie als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellem Charakter angenommen. 

Von Herzen kommt der gute Rat von Petra an alle frischgebackenen Mami´s:

Glaubt an Euch!
Kinder sind liebebedürftig, egal wie trotzig, anstrengend oder frech sie sind.
Im Zweifel einen liebevollen Blick mehr und einen genervten weniger.


Sie wissen nicht automatisch, dass sie geliebt werden, sie müssen das gezeigt und gesagt bekommen!

Klasse fand ich ja auch, dass es bei Petra auch schon Abendessen für die Kinder in der Badewanne gab. Herrlich, wie bei uns! 

(Hier geht es zum kompletten Blogbeitrag von Petra) 



Auch der Beitrag "Wenn das Kindlein schlafen will" von Traumspruch 
ist ein Rückblick, denn das "Kindlein" ist nun auch schon groß und kann alleine schlafen.
Ihr Geheimrezept ist logisch und einfach:

…das mit dem Schlafen war meist unproblematisch, denn wir hielten es unkompliziert, selbstständig, und vor allem angstfrei und voller Geborgenheit

Entscheidend dabei, war:

Das Schlafen sollte als Genuß und Ausruhphase gesehen werden. Es sollte gerne, entspannt und angstfrei schlafen können, und sich in der jeweiligen Situation wohl, geborgen und nicht alleingelassen fühlen.

Dass dabei alle Beteiligten ihre Bedürfnisse haben, darf nicht vergessen werden. Daher schreibt sie auch:

Im Bett darf die Familie schlafen und jeder darf so schlafen, wie man sich wohl fühlt…alleine, zu zweit, zu dritt…Rücksichtnahme ist genau so wichtig wie das Miteinander.

(Hier geht es zum kompletten Blogbeitrag von Traumspruch)





Schon etwas älter aber nicht deshalb nicht weniger aktuell ist der Beitrag von Kathrin: Öko Hippie Rabenmutter: "Ode an das Familienbett".  
Sie schreibt darüber, wie es sicher vielen Müttern geht. Verunsichert von guten Ratschlägen und schlechten Büchern

Die Angst vor einem tyrannisierenden, schlafgestörten Kind (wie ich es zu sein eingeredet bekommen hatte) im Nacken, zog ich es durch und legte mein Baby plötzlich irgendwann abends wach in sein Bettchen in seinem Zimmer. Es waren 9 Monate vergangen. Er konnte bereits sitzen und krabbeln und all das tat er auch, was er aber nicht tat, war sich hinlegen und friedlich schlafen. Da saß ich also, auf dem neuen Hocker NEBEN dem Bett und konnte gerade mal eine Hand durch die Gitterstäbe stecken um ihn zu beruhigen, wenn er weinte. 

Doch dann siegt das Bauchgefühl:

Ich weinte, mehr noch als mein Kind und nahm ihn letztendlich nach 4 endlosen Minuten aus dem Knast, trug ihn ins Schlafzimmer in unser Bett, legte mich dazu, deckte die große Decke über uns beide, stillte und sang unser Lied. Das kleine Baby sah mich verliebt an, spielte während des Stillens mit seinem Tuch und schlief bald seelenruhig ein.
Ich genoss jede Sekunde des funktionierenden Einschlafrituals und die Nächte mit meinem Kind in meinem Bett waren erholsamer als die Nächte zuvor. Von diesem Tag an verließ er das Familienbett nicht mehr, zumindest nicht zum Schlafen.
Ich höre die Stimme jetzt nicht mehr, ich habe keine Alarmsignale im Ohr und auch sonst nichts, was dagegen spräche.  

(Hier geht es zum kompletten Blogbeitrag von Kathrin)





Ganz anders geht es da Mama on the Rocks:  da gibt es nämlich keine Ode an das Familienbett:

"Warum wir kein Familienbett haben" - denn sie kann so nicht schlafen:

Ohne genügend Schlaf bin ich unausstehlich. Also in echt jetzt. Nicht nur so ein bisschen, ich_bin_dann_total_ungeniessbar und verhalte mich wie ein Grizzly, den man beim Winterschlaf gestört hat.  

Probiert hat sie es erst kürzlich wieder, aber das sah dann leider so aus: 

Mein Mann machte es sich auf seinen 30 Zentimetern auf seiner Seite des Zwei(!)-Meter-Bettes «bequem». Copperfield und LadyGaga kämpften im Halbschlaf stundenlang gegenseitig um den Platz in der Mitte, bis ich am Ende die unruhige und um sich schlagende LadyGaga entnervt ans Bettende schickte. Copperfield hüpfte still und leise jeweils wie die Springerfigur auf einem Schachbrett von einer Stelle des Bettes zur anderen: zwei Bewegungen vorwärts, eine seitwärts. Alles im Tiefschlaf. Ich war auf meinen 30 Zentimetern liegend in völlig verdrehter Position die ganze Zeit in Alarmbereitschaft, dass mein Sohn nicht plötzlich einem Lemming gleich über eine der Bettkanten fiel. Aber HEY: Er schlief! LadyGaga schlief. Mein Mann schlief. 
Hm. Fehlt da nicht etwas? 

(Hier geht es zum kompletten Beitrag von Severine)




Auch Ricarda von Tiger´s großes Abenteuer ist eine müde Mama. Ihren schönen Blog mit dem Untertitel "gemeinsam entdecken & erleben" habe ich dank der Blogparade erst kennengelernt.

Unzählige Dinge probierte sie beim Tiger aus, der Schlafmangel setzte ihr sehr zu:


Ich war so unendlich müde, alle 2 Stunden wollte er gestillt werden und schlief dann ohne Körperkontakt nicht mehr weiter.. So kam nach 2 Monaten die Entscheidung, dass ich zum Fläschchen griff und den Tiger für ein paar Stunden dem Tigerpapa oder meiner Mama gab um einfach nur zu schlafen!

Promt folgen Schuldegfühle deswegen, aber ich kann sie da schon verstehen. Schlafmangel macht´s möglich, ich kann mich noch daran erinnern, wie verzweifelt ich beim 1. Kind noch war!!! Doch es stimmt tatsächlich, was mir damals alle versicherten: es wird besser! So auch bei Ricarda:

Momentan (und ich verwende bewusst dieses Wort) schläft der Tiger bei uns, allerdings braucht er die meiste Nacht kein Kuscheln mehr. In den Morgenstunden kuschelt er sich dann zu mir und wir wachen gemeinsam auf – wie sollte der Tag auch besser beginnen! 

(Hier geht es zum Beitrag von Ricarda: Die Schlaf-Launen und Trotzphasen einer müden Mama)




Überfordert und fast schon verzweifelt, war auch ErdbeerLila. In ihrem Blogparadenbeitrag "Schlaf gut! Wie wir Eulen die Nacht verbringen":
Und so sehr ich dieses kleine Bündel auch liebte, in manchem nächtlichen Augenblick wollte ich sie am liebsten wieder zurück in meinem Bauch schieben.

Zum Glück pendelte es sich aber mit der kleinen Eule zu Hause dann aber sehr schnell ein. Vielleicht auch, weil alle sehr entspannt mit dem Thema Schlaf umgegangen sind?
Auch die Eule wurde liebevoll in den Schlaf begleitet.

Natürlich gab und gibt es auch Nächte, die alles durcheinander bringen, Nachtschreck, Krankheit oder irgendeine Phase. Dann machen sie das Beste daraus:


Es ist nun 02:05 Uhr, die letzten zwei Stunden hab ich neben Krümelchens Bett gesessen und mir Geschichten zu jedem einzelnen Kuscheltier erzählen lassen. In ihrer süßen, kauderwelschigen Sprache. Eine dieser Nächte musste AUSGERECHNET heute sein :-D Allerdings: JA, mein Kind schläft morgens länger, wenns nachts wach war.


(Hier geht es zum kompletten Beitrag von ErdbeerLila)



Gertraud´s Artikel "Babyschlaf-nonomo-und-lolaloo-dann macht das Kind die Äuglein zu?"
auf Kleine Mami ist nun zwar schon 1 Jahr alt, aber darf hier gerne genannt werden, da es sich bis heute auch noch nicht groß geändert hat.

Wichtigste Kernaussage, weil sie auch für mich so passend ist:

Mittlerweile sehe ich die Thematik mit Gelassenheit, denn ich habe alles probiert und nichts hat wirklich geholfen.

Und auch wenn es anstrengende Nächte sind, so sieht Gertrud dennoch etwas Gutes:

So anstrengend gemeinsames Schlafen mit dem Kind sein kann, so schön ist es auch. Ich liebe es, meine Tochter neben mir zu spüren und morgens direkt in ihr strahlendes Gesicht zu blicken. Ich glaube durch das Stillen, Tragen und gemeinsame Schlafen, also durch den vielen Körperkontakt, haben wir eine innigere Beziehung.

(Hier geht es zum kompletten Beitrag von Kleine Mami)





Mit "Nicht Schlafen Können In Kindlichen Angstphasen" von BerLondon-Mama nehme ich euch mit nach England, wo Uta so ihre Schlafprobleme hat: 

Ihre Tochter ist mittlerweile 5 Jahre alt, aber auch da kann es zu sclaflosen Nächten kommen!

Die Schnatterente ist zwar wie immer totmüde zwischen 19:00-19:30 Uhr ins Bett gegangen, konnte dann aber nicht einschlafen: Mal war es irgendwas in ihrem Zimmer, das nicht am rechten Platz war, dann waren es Hunger, Durst oder Pippi-müssen. Meist hatte ich aber das Gefühl, dass sie sich vor irgendetwas gruselte. 

Und dann stellte ein Wunsch wieder das ganze Schlafverhalten aller auf den Kopf:

Ich will bei meiner Schwester schlafen!

Den Gedanken hatte ich ja auch schon, meine Jungs zusammen schlafen zu lassen. Nur klappt das eigentlich nur in den Ferien, wenn es nicht so tragisch ist, wann genau sie in den Schlaf finden. Auch bei Uta hatte das so seine Schwierigkeiten. Aber lest selbst:

(Hier geht es zum kompletten Beitrag von Uta:)


Herzlichen Dank auch an den Leserkommentar von Oana:

Für uns(mit Baby und Kleinkind) ist das Familienbett die ideale Lösung. Das ist einfach prima beim Stillen und auch beim Kuscheln.
Rituale haben wir in dem Sinn nicht. Außer Kuscheln und manschmal Bücher schauen/lesen. Am meisten geht es schnell, aber das kann auch dauern:)). Aber so ist mit Kindern, oder? :)

 


FAZIT:
Fast alle haben ihren Weg erst finden müssen. Viel probiert und irgendwann auch akzeptiert. Am Einfachsten scheint wirklich nur: AKZEPTIEREN, dass es im Moment eben so ist. 
Wenn man mit viel Liebe und Verständnis für alle Seiten an das Thema rangeht, scheint es allen damit besser zu gehen. 
Familienbett - scheint für viele die beste Lösung zu sein, aber eben nicht für alle.
Verunsichert sind die Meisten Mami´s noch beim ersten Kind, das gehört wohl zum Mutterwerden dazu wie Schlafmangel. 
Und zum Schluss möchte ich Euch noch einen Satz schreiben, den mir meine liebe Mami 2009 damals als guten Rat mitgegeben hat:
"Es ist Euer Kind und damit sind es Eure Regeln. Wie Ihr das macht geht keinen was an!" (zumindest wenn es niemandem schadet und man sich dabei auch gut fühlt.

In diesem Sinne:

Schlaft Gut!
Wie und wo auch immer. Aber denkt daran, selbst diese Zeit geht soooo schnell vorbei!!!!
Bon Nuit
Eure Tanja



P.S. das Thema für Leben mit Kindern im April ist übrigens "Gemeinsam Draussen"


Leben mit Kindern
 




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Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *
 
 






 

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