Montag, 25. April 2016

Auf der Familienkonferenz #denkst in Nürnberg- mein Wochenende in Bildern

Sicherlich habt Ihr schon auf ganz vielen Wochenenden in Bildern, die bei Susanne von Geborgen Wachsen verlinkt sind, Bilder von der Familienbloggerkonferenz "denkst" gesehen, die am vergangenen Samstag in Nürnberg stattfand.

Auch mein Wochenende handelt davon, denn ich durfte mit den vielen anderen dabei sein. 

Seit November hatte ich die Karte schon und mit jedem Tag seitdem freute ich mich ein bisschen mehr darauf, war aufgeregt wie ein kleines Kind. Endlich würde ich viele dieser Menschen, die ich nur aus meinem Bloggerdasein her aus dem Internet kannte, in "Echt" sehen und sprechen können. Außerdem war es das erste Mal, dass ich seit der Geburt meiner Kinder (mit Ausnahme der Geburt vom Winterkind) auch mal "über Nacht" von ihnen getrennt sein würde.

Außerdem standen sehr spannende Vorträge und Redner auf dem Programm, auf die ich mich wahnsinnig freute. Leider wurde das Programm wegen Krankheit einzelner Speaker nochmal durcheinander geworfen und ich selbst war am Samstag dann leider auch nicht ganz so fit, so dass ich den einen oder anderen Vortrag dann leider doch nicht erleben durfte. Aber zum Glück ist der Austausch untereinander so groß, dass ich einiges für mich davon mit nach Hause nehmen konnte.





Beinahe wäre das mit der Denkst dann auch noch in´s Wasser gefallen, denn Donnerstag Nacht kam mein Mann nach Hause und ihm ging es gesundheitlich so schlecht, dass er Freitag früh erst noch eine kleine Arzt-Odyssee  hinlegen musste. Eigentlich wollte ich um 12 Uhr nach Nürnberg fahren, aber da war noch nicht mal klar, ob ich überhaupt fahren könnte.
Nach viel hin und her und rumorganisieren und der Familie sei Dank, ich konnte am späten Nachmittag doch noch los.



Das Hotelzimmer teilte ich mir mit Andrea von Me Working Mom, die ich bis dahin auch noch nicht persönlich kannte. Blind Booking also, ziemlich spannend, wenn man sich so gar nicht kennt. Beim einchecken gleich die erste lustige Geschichte: Andrea hatte mittags schon eingecheckt und bescheid gegeben, dass ich erst später komme. So wurde ich dann am Empfang gefragt: "Können Sie uns noch bitte Ihren Familiennamen verraten, denn Ihre Begleitung wusste nur Ihren Vornamen und den Twitternamen". Wir haben herzlich gelacht und ich bekam den Zimmerschlüssel.

Noch in der Hotelhalle traf ich Julia von Gute Kinderstube mit ihrem Mann und den bezaubernden Kindern. Auch Mama Mia sass bei ihnen und alle waren so unglaublich sympathisch, dass man sich gar nicht komisch oder fremd vorkam. Ich war sicher, das würde alles richtig toll werden.

Danach war ich mit Thea von Herz & Buch und Severine alias Mama on the Rocks verabredet. Eigentlich wollten wir gemeinsam essen gehen, aber da alle von der Anreise etwas fertig waren und der Samstag ja auch noch lange genug werden würde, wurde ein gemütlicher Abend mit Pizza und Wein daraus.



Wir trafen uns bei Suse von Ich lebe jetzt, die zwar nicht mit dabei sein konnte, (da sie zusammen mit Sven von Zwillingswelten diese tolle Konferenz auf die Beine gestellt hat) dafür durfte ich den Rest ihrer tollen Familie kennenlernen und bei ihnen zu Gast sein. Alles war herzlich vertraut, als würde man sich doch irgendwie schon lange kennen.
Der Abend war unheimlich schön, wir haben viel geratscht und gelacht und ich bin richtig froh, Thea und Severine mal so privat getroffen zu haben, denn am Samstag blieb gar nicht so viel Zeit, sich mit allen so ausführlich zu unterhalten.



Gegen 23 Uhr bin ich zurück in´s Hotel und traf noch einige Bloggerinnen in der Hotelbar. Ganz unproblematisch konnte ich mich einfach dazu setzen, ohne mich wirklich fremd zu fühlen.
Anna von Berlin Mitte Mom erzählte so herrliche Geschichten, sie muss man einfach mögen.

Jetzt traf ich auch endlich Andrea, mit der ich mir ja das Zimmer teilte und war total erleichtert, dass sie so nett und unkompliziert ist. Mit fremden Menschen ein Hotelbett teilen ist ja an sich schon was spannendes, aber es hat ganz prima gepasst.

Die Nacht war kurz, denn um 07:30 Uhr ging es schon zum Frühstück. Leider war ich überhaupt nicht fit und mein Kreislauf spielte komplett verrückt, dass ich das tolle Buffet gar nicht richtig geniessen konnte.



Dann machten wir uns auf den Weg, denn um 08:30 Uhr ging die Familienkonferenz los.

Dort angekommen war ich wie erschlagen von den vielen Menschen. Manche erkannte man sofort, weil sie wirklich so aussahen, wie auf ihren Bildern im Internet. Bei manchen tat ich mir schwer, weil ich kein Gesicht zu einigen Blogs hatte. Doch wir bekamen alle Namensschilder und wenn man dann wieder jemanden traf, mit dem man sich so über Twitter und Co austauschte, gab es ein freudiges Hallo und eine herzliche Umarmung. So, als würde man sich ewig kennen und endlich mal wieder sehen.

Der erste Vortrag war schon gleich am Start. Der deutsche Kinderarzt Michael Hauch, der zusammen mit seiner Frau Regine das das Buch "Kindheit ist keine Krankheit" geschrieben hatte.




"In Deutschland bekommt mittlerweile jedes fünfte Kind eines Jahrgangs eine medizinische Therapie wie Logopädie, Krankengymnastik, Ergo- oder Physiotherapie. Über die gesamte Kindheit hinweg betrachtet, werden also 40 Prozent der Buben und 30 Prozent der Mädchen irgendwann einmal therapeutisch behandelt. Dabei gibt es eigentlich "nur" fünf Prozent chronisisch kranke und behinderte Kinder".

Den Vortrag fand ich ziemlich interessant, weil diese Beobachtungen und Vermutungen mir gerade auch im Vergleich zu unserer früheren Heimat Frankreich gekommen sind.

Hauch möchte wieder von der Behandlung zurück zur Pädagogik. Es braucht nicht die supertolle Frühförderung sein, es reiche schon, mit den Kindern den Alltag gemeinsam zu erleben, mit ihnen zu backen, Blumen einpflanzen, sich bewegen.

"Kinder sind keine Treibhaustomaten" und "Kein Kind ist von Natur aus böse" sind nur einige Zitate aus seinem Buch, das ich mir sicher demnächt einmal holen werde.

Danach war Mama arbeitet mit dem Vortrag "Die Welle" an der Reihe und nach nur wenigen Sätzen war klar, dass ich sie genau deshalb so gerne lese, weil sie genau so ist wie sie ist. Authentisch, herzlich, einfach echt. 



Leider konnte ich nicht den gesamten Vortrag anhören, denn ich hatte mich für den Bento-Workshop von BerlinMitte Mom Anna und Rebecca von ElfenkindBerlin angemeldet hatte.



Das machte so irre viel Spaß und ich lernte, wie man so kleine Toast-Röllchen zaubert und was man mit Gurken und Karotten noch so alles machen kann. Dann gab es für alle noch eine eigene Bento-Box zu befüllen und schon war auch dieses Highlight wieder vorbei.



Mittags lernte ich dann auch Petra von Allerlei Themen und ihren Lausbub kennen und die beiden waren mir auf Anhieb sympathisch. Schade dass die beiden so weit weg wohnen, Petra würde ich gerne öfters sehen, denn ich glaube, wir könnten richtig viel Spaß zusammen haben.



Natürlich wollte ich auch den Vortrag von Andrea MeWorking Mom nicht verpassen: Mut und Authentizität:

"Schreib so wie Du denkst und fühlst. Versuche nicht, jemand Anderes sein zu wollen".



Ich konnte da viel für mich mitnehmen und war auch ein bisschen mit mir selbst zufrieden, denn ich glaube, das bekomme ich auf meinem Blog ganz gut hin. Denn da bin ich auch ich selber, es gibt meine "unprofessionellen" Bilder, auch wenn ich auf anderen Blogs die schöneren Bilder mit besseren Belichtungen und Farben bewundere, meine Bilder sind authentisch, aus dem Leben gegriffen und meist sogar nur mit dem Handy geschossen.



Mein Kreislauf war trotz viel Kaffee, Wasser, Süßigkeiten in den Denkst-Farben und leckerem Essen immer noch nicht gut, ich hatte plötzlich dicke Hände und Beine und so musste ich zwischendrin einfach mal pausieren. 

So konnte ich leider erst wieder zum Vortrag von Svenja Walter "Meine Svenja" weiter machen und im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich nicht bei Storrytelling von Silke R. Plagge dabei war. Ich bewundere Svenja für ihre tolle Arbeit und auch der Vortrag war echt geballt von supertollen Tipps, aber da ich ja eher noch so in den Kinderschuhen stecke, hätte ich vermutlich mehr bei Sylvia lernen können. Aber so ist das eben, man kann sich leider nicht klonen.



Außerdem hätte ich dann vermutlich die liebe Münstemama mit ihrem zuckersüßen kleinen Münsteraner nicht mehr getroffen, was auch absolut schade gewesen wäre.

Das große Finale  machte dann Patricia Cammarata alias Das Nuf mit ihrem Vortrag über die Privatheit von Familienblogs.




"Das Internet soll kein kinderfreier Raum werden"
Damit meint Patricia, dass es sehr wohl wichtig ist, auch Kinderbilder zu zeigen, da sie sonst aus unserer Gesellschaft immer mehr in´s Abseits gedrängt werden. Allerdings muss man dies eben auch mit Bedacht machen. Denn es gibt ja genügend abschreckende Beispiele, wie Kinderbilder zweckentfremdet werden.



Wie ich das so handhabe, wisst Ihr ja sicher, ich zeige hier nie die Gesichter meiner Kinder, denn ich weiß nicht, wie sie in ein paar Jahren darüber denken würden und ich habe auch Angst, dass die Bilder in falsche Hände kommen könnten.
(Spiegel Online hat dazu auf der Konferenz auch noch ein Interview dazu gemacht, auch meine Meinung dazu könnt Ihr HIER nachlesen)

Das schönste Lachen der #denkst hatte für mich übrigens Wheeymum, unglaublich was für eine positive Ausstrahlung sie hat. 

Und Béa von Tollabea habe ich auch mal in live gesehen. Einfach sympathisch, kreativ und "tolla"!



Um 18:30 Uhr war die Familienbloggerkonferenz vorbei und mein Kopf voll mit schönen Begegnungen, tollen Neuigkeiten und jeder Menge neuer Ideen. Es hat sich absolut gelohnt und ich hoffe, dass es 2017 auch wieder eine DENKST gibt.


Wer noch mehr nachlesen möchte, kann gerne mal hier vorbei schauen:



Dann ging es für mich nach Hause und ich habe mich direkt zu meinen schlafenden Kinder gelegt, da ich ziemlich erschöpft war.

Der Sonntag war dann nicht mehr so schön, wie der Samstag. Mit meinem verschleppten Infekt landete ich noch beim Sonntagsdienst und danach habe ich mich etwas durch den Tag gequält.




Die Jungs ließen mich schlafen, leise waren sie, aber eben ein bisschen chaotisch. So sieht es zum Glück nicht immer hier aus:



Nun hat uns der Alltag wieder und die Kinder sind nun natürlich auch noch angesteckt und husten und schnupfen vor sich hin. Mal sehen, was die Woche noch so bringt.

Lasst es Euch gut gehen.

Gros Bisous

Eure Tanja

P.S. Bis Mittwoch läuft noch mein BücherWichteln zum Welttag des Buches. Mach doch mit! (hier)



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Über Deinen Kommentar freue ich mich immer ganz besonders, denn es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. Merci

Kommentare:

  1. Liebe Tanja,

    schön, dass du mit dabei warst. Wir sind über Ideen für die #denkst17, denn wir kommen wieder...

    Liebe Grüße

    Sven

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    1. Da freue ich mich jetzt schon drauf und hoffe dass ich wieder mit dabei sein kann.
      Lieben Gruß
      Tanja

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  2. Liebes, ich bin sehr froh, dass du noch da geblieben bist! Hoffentlich geht es euch allen schnell wieder gut!

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    1. Hat mich auch sehr gefreut! Hoffentlich sehen wir uns bald mal wieder, mit etwas mehr Zeit.
      Lieben Gruß
      Tanja

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  3. Hallo Tanja,
    Danke für den ausführlichen Bericht! So konnte ich auch fast "live" dabei sein. Treffen wir uns dann nächstes Jahr auf der #denkst17? Das wäre doch ein guter Plan!
    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Liebe Tina,
      das ist wirklich ein sehr guter Plan und würde mich sehr freuen!
      Lieben Gruß
      Tanja

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