Donnerstag, 31. Dezember 2015

Au Revoir 2015 - Bienvenue 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende und es wimmelt überall nur so von Jahresrückblicken. Der schönste Song, die bewegendsten Bilder, Schlagzeilen und Höhepunkte der vergangenen 365 Tage, wo man nur hin sieht und hört. Auch ich schwelge ja gerne in (schönen) Erinnerungen und viel zu oft bin ich etwas traurig, wie schnell die Zeit doch vergeht.

Auch ich blicke zurück auf das vergangenen Jahr. Es war ein sehr aufregendes, bewegendes Jahr, das ständig Veränderungen mit sich brachte. Alles in allem war es aber ein gutes Jahr, auf das ich voll Dankbarkeit zurück blicken kann. 

Da war der schmerzliche Abschied von Frankreich. Von guten Freunden die uns dort ein Stück weit auf unserem Weg im Ausland begleitet haben. Es war ein Abschied von einem kleinen, wunderschönen Flecken Erde, die für uns zur Heimat geworden war. Es war auch ein Abschied von einem ganz anderen Leben, das wir dort hatten. Unbeschwerte Kindheit der Jungs am Meer, ein Familienleben gemeinsam zu viert und eine ganz andere Lebensart, die wir dort kennen und lieben lernten. 



Ein großer Umzug - 1200 Kilometer zurück nach Deutschland. In den Heimatort, den ich nach 9 Jahren doch wieder neu kennenlernen musste. 

Das Ankommen hat bei mir weit länger gedauert als bei den Kindern. Der Löwenjunge durfte noch ein bisschen deutsche Kindergartenluft schnuppern, die Ecole Maternelle gefiel ihm aber dennoch besser. Nie hätte ich das vorher gedacht, so große Angst machten mir die Erzählungen vom französischen Kindergarten früher. Für den Löwenjungen war es eben doch eine schöne Zeit. 

Darum sind wir dann auch Ende Juni zurück nach Frankreich um Urlaub bei Freunden zu machen und am großen Sommerfest der Ecole Maternelle zurück zu sein. Ein glücklicher Löwenjunge feierte dort mit seinen "amies" eine schöne Kèrmes. 

Im Sommer holen wir uns ein neues Familienmitglied in's Haus, die kleine Lana, eine Golden Retriever Welpe, die unsere Herzen im Sturm eroberte.



Im September wird dann aus meinem Löwenjunge ein Schulkind, aus dem Winterkind ein Kindergartenkind und ich gehe nach über 6 Jahren wieder zurück ins Reisebüro zum arbeiten. Ganz schön viele Veränderungen! Aber alles klappt ganz prima und wir können uns nicht beklagen. 




Alles in allem, sind wir also wirklich gut durch dieses 2015 gekommen. 
Vor einem Jahr habe ich hier einen Brief an das Jahr 2015 geschrieben, mit meinen Wünschen an das neue Jahr. Ich habe es mir heute nochmal durchgelesen und erfreut festgestellt, dass eigentlich alles so auch eingetroffen ist. 

Für 2016 habe ich nicht viele Wünsche. Außer, dass es vielleicht ein bisschen ruhiger und gelassener wird. Mit nicht ganz so vielen Veränderungen. Und dass wir alle gesund bleiben. Das allerwichtigste. 

Was sich nicht erfüllt hat, sind die Wünsche, die ich für uns alle hatte. Also packe ich sie voller Hoffnung auf meinen Wunschzettel für 2016:

... für die Welt:
Frieden, Nächstenliebe, Zivilcourage, Hilfe wo und wie immer sie benötigt wird (ja man darf sich wirklich alles wünschen, auch wenn traurigerweise genau diese Dinge immer weniger werden auf der Welt oder ?)

Und gerne kopiere ich vom letzten Jahr:

... für uns als Eltern: 
dass wir unseren Kindern ein gutes, nein auch ein authentisches Beispiel sein können, achtsam miteinander umgehen und ihnen vorleben, was uns auch für sie wichtig und richtig erscheint 

nicht verzweifeln an den Herausforderungen die dieser ganz spezielle Job "Eltern" von uns jeden Tag und jede Nacht auf's Neue verlangt 

Gemeinsam an einem Strang ziehen 


Welche Wünsche habt Ihr an das neue Jahr?

Heute Abend werden wir unser Glücksmomente-Glas öffnen, das wir letztes Jahr an Silvester gebastelt haben. Ich freue mich auf viele schöne Erinnerungen aus 2015.


Ich wünsche Euch, dass es ein gutes Jahr wird, das 2016. Mit all seinen Farben und Facetten. Mit ganz viel Gesundheit und Liebe und eine extra Portion Glück und Zufriedenheit. 

Kommt gut rüber, wir lesen uns im neuen Jahr. 

Au Revoir 2015

Gros Bisous 

Eure Tanja
  

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Dienstag, 29. Dezember 2015

Ein ganz entspanntes Weihnachtsfest 2015

So lange wie man dem Weihnachtsfest entgegen fiebert, so schnell ist es auch schon wieder vorbei. Ich hoffe es war für Euch genau so entspannt und schön wie für uns.
Es war das erste Mal, dass wir an Weihnachten mit den Kindern am Heimatort lebten. Feierten wir letztes Jahr noch alleine zu viert in Frankreich, so hatten wir dieses Jahr unsere ganze Familie in der Nähe. 
All die Jahre davor, war "Driving Home for Christmas", wie für viele andere Familien auch, unsere Hymne. Es war zwar immer schön, mit allen gemeinsam Weihnachten zu feiern, doch die Aussicht einmal nicht etliche Tage aus dem Koffer zu leben und Geschenke und Kinder kilometerlang auf der Autobahn hin und her zu kutschieren, hatte etwas sehr beruhigendes. Mein einziger Wunsch war, dieses Jahr mich nicht zu zerreißen und irgendwohin zu fahren. Weihnachten unter dem eigenen Baum und danach mit den müden Kindern ins eigen Bett fallen. 

Im Nachhinein fiel mir auf, dass wir ungewöhnlich wenige Bilder gemacht haben, so versunken sind wir dieses Jahr in unserem Weihnachtsflow gewesen.

Ein bisschen von unserem Weihnachtsfest 2015 möchte ich Euch aber doch gerne erzählen. 

Den Baum schmücken wir traditionell eigentlich immer erst an Heilig Abend, nach dem Frühstück und im Schlafanzug. 

Dieses Jahr haben wir ihn auf einem wunderschönen Bauernhof mit Glühwein und Lämmchen gekauft und 




bei frühlingshaften Temperaturen am 3. Adventswochenende "oben ohne" nach Hause gefahren. 




Nach einem Weisswurstfrühstück schmücken wir also den Baum 



und stellen die Krippe auf, die meine Männer in Frankreich selbst gebaut hatten. 



Wir lümmeln noch ein bisschen, essen Plätzchen und das Winterkind geht Mittagsschlaf machen, während ich mich mit meiner Nichte und dem Löwenjungen schon mal auf den Weg zur Kirche mache. Wir müssen früh da sein, denn heute erfüllt sich ein großer Traum für meinen Löwenjungen. Er darf am Krippenspiel einen Hirten spielen und hat dafür seine drei Sätze schon wochenlang geübt. Er singt seit September im Kinderkirchenchor mit und ist schon mächtig aufgeregt. Ich natürlich auch! 

Die Kirche füllt sich langsam, auch Oma und Opa, meine Schwester und ihre schon großen Kinder sind gekommen und auch der Papa samt Winterkind sind dabei, als der Löwenjunge mit den vielen anderen Kindern ein wunderschönes Krippenspiel aufführen. Laut singt er beim Gloria mit und mein Herz hüpft vor Freude, Liebe und Stolz. 


Nach der Kirche gehen erst mal nur wir vier nach Hause. Wir trinken Tee, naschen ein paar Plätzchen. 
Papa macht mit den Jungs draußen ein Feuer in der Feuerschale und ich helfe drinnen dem Christkind.






Dann ist es endlich soweit. Das Glöckchen klingelt und die aufgeregten Kinder kommen in's Wohnzimmer. Es gibt eine kleine Bescherung mit unseren Geschenken und die Jungs sind happy. Herzenswünsche erfüllt. 

Mein Papa hat den Kaufladen wieder
flott gemacht, den er vor über 40 Jahren schon für meine Schwestern und mich baute. Das Winterkind räumt selig ein und aus. 



Gegen 19:30 Uhr kommt dann meine Familie, mein Papa, meine Schwestern mit Anhang und meine Neffen und Nichte. Es gibt Gulasch, Semmelknödel und Rotkohl, ein Festessen was meine Familie vorgekocht mitgebracht hat und bei uns nur noch mal heiß gemacht werden muss. Essen auf Rädern sozusagen. 
Natürlich liegen plötzlich wieder Geschenke unter dem Baum. Bescherung Teil 2



Wir sitzen bis weit nach Mitternacht, das Winterkind natürlich nicht so lange, aber der Rest und es ist einfach schön, alle so um sich zu haben. 

Natürlich darf ein Schluck alte Heimat auch nicht fehlen!



Auch unsere Lana ist total entspannt an ihrem 1. Weihnachten und alle schlafen irgendwann zufrieden und glücklich ein. 




Am 1. Weihnachtsfeiertag schlafen wir lange und gegen Mittag kommt wieder Essen auf Rädern. Meine Schwiegereltern bringen Weihnachtsgans  und Klöße mit und meine Schwägerin samt Mann und Kind und neun Papa kommen auch zum gemeinsamenEssen. 

Und oh Wunder, schon wieder liegt was unterm Baum, Bescherung Teil 3




Das Wetter sieht eher nach Ostern aus als nach Weihnachten und da dann nachmittags auch meine komplette Familie wieder bei uns vorbei schaut, machen wir einen ausgedehnten Spaziergang samt Hund und Kindern. 



Zum Abend leert sich das Haus und die Kinder fallen sehr früh in's Bett. 

Der 2. Weihnachtsfeiertag gehört uns ganz alleine. 

Wir besuchen einen wunderschönen Kindergottesdienst mit dem Musikverein und Kindersegnung und danach wünschen sich die Jungs Waffeln zum Mittagessen. Sie decken im Wohnzimmer den Tisch. 



Danach wird gespielt, gebaut und die Couch belagert. 

Ich mache mit Lana einen Abendspaziergang und genieße den Sonnenuntergang.  



Zum Abendessen gibt es Raclette für uns vier 



Aus dem gemütlichen Abend mit dem  Traumschiff im Fernseher wird dann doch nichts, weil mein Mann und ich beim Kuscheln mit den Jungs gleich mit einschlafen. Macht aber nichts, war trotzdem ein schöner Ausklang für ein wirklich schönes und entspanntes Weihnachtsfest. 

Ich hoffe Euer Weihnachten war genau so schön. Einige habe ich mir schon bei Susanne auf Geborgen Wachsen angesehen. 

Nun geht es mit großen Schritten auf Silvester zu. Da lesen wir uns ganz sicher auch nochmal. 

Habt es schön. Und behaltet das Weihnachtsfeeling noch ein bisschen bei Euch. Es tut so gut. 

Gros Bisous 
Eure Tanja


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Donnerstag, 24. Dezember 2015

Bloggers Weihnacht 2015 - das 24. Türchen mit Anna von BerlinMitteMom



Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei, 
aber die  Liebe ist die größte unter ihnen
(1.Korinther 13.13)


Mit diesem wunderschönen Bibelspruch möchte ich die diesjährige Bloggers Weihnacht beenden. Es hat mir so unglaublich viel Spaß gemacht, Euch die unterschiedlichsten Blogs und Blogger(innen) vorzustellen und etwas mehr über ihr Weihnachten zu erfahren.

Das letzte Türchen wird geöffnet, die Geschenke sind (hoffentlich) verpackt und nun endlich ist Weihnachten da.
Gestern durften wir Elternsprecher uns in die Weihnachtsfeier der Grundschule des Löwenjungen reinschleichen und sie hatten einen Baum bunt geschmückt mit selbst gebastelten Sternen. Darauf sollten die Kinder ihre Geschenke schreiben, die sie ohne Geld kaufen könnten.
Ein Lächeln. Eine helfende Hand. Sich mehr um andere kümmern. Nicht so viel streiten. Ein nettes Wort. Liebe...

Und mit all dem Stress in der Weihnachtszeit wünsche ich Euch und mir, dass wir das Wichtigste nicht vergessen. Denn Weihnachten ist und bleibt das Fest der Liebe.

Meine Bloggerin des letzten Türchens, passt, wie ich finde, ganz wunderbar genau und gerade heute hier her. Anna von BerlinMitteMom hat sich die Zeit genommen, mir meine Fragen zu beantworten. Meine Interviewanfrage platze irgendwie genau da rein, als sie auf ihrem Blog schrieb, dass sie und ihre Familie spontan eine Flüchtlingsfamilie mit einer hochschwangeren Frau aufgenommen hatte. (Ab heute sind wir acht - eine Flüchtlingsfamilie in meinem Gästezimmer) Ich hätte es also mehr als verstanden, wenn sie kurzfristig doch noch abgesagt hätte, aber ich glaube, da ist sie so wie ich, wenn ich was zusage, dann versuche ich es auch einzuhalten.
Als ich dann kurz danach Meine komfortzone ist kaputt und das ist ok  dachte ich mir "Wow. genau das ist Weihnachten." Wenn jemand einfach so mal macht und Punkt. Ich finde das stark und mutig.

Anna und ihren Blog muss ich vermutlich niemanden vorstellen, denn wahrscheinlich kennt ihr sie schon. Ich las ihren Blog schon, als ich noch nicht mal im Traum an meinen eigenen Blog dachte.

Ich mag einfach Menschen, die mit Herz und Verstand schreiben, reden und auch handeln. Darum alleine empfehle ich Euch BerlinMitteMom.

Bevor es nun endlich los geht, möchte ich Euch noch schnell meine Weihnachtswünsche da lassen. Euch und Euren Liebsten wünsche ich ein wunderschönes, entspanntes, frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Genießt diese ganz besonderen Stunden des Jahres und lasst Euch von nichts und niemanden ärgern. Für alle, die gerade zu Weihnachten jemanden ganz besonders vermissen, wünsche ich viel Kraft, denn gerade Weihnachten fühlt sich Vermissen noch viel schlimmer an.

Einen besonderen Gruss daher auch an alle Familien die Weihnachten nicht gemeinsam verbringen können, weil sie arbeiten müssen oder im Krankenhaus sind, weihnachtliche Grüße an alle unsere Soldaten und Einsatzkräfte im Ausland, auch für Euch ist Weihnachten vielleicht dieses Jahr ganz anders als sonst.

Von Herzen allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und schöne Festtage.

Und jetzt mache ich Platz für

Anna´s Weihnacht




Zuerst ein kleiner Rückblick: für was bist Du in diesem Jahr besonders dankbar?

Es gibt vieles, wofür ich dankbar bin: dass meine Liebsten alle gesund und munter sind zum Beispiel. Und dass wir in diesem Jahr so viele Gelegenheiten wahr genommen haben, mit unseren Geschwistern und Eltern und überhaupt der Großfamilie zusammen zu sein. Besonders dankbar bin ich für zwei Dinge: für die gesunden Geburten meines Neffen und meiner Nichte, die in diesem Sommer die Familie um zwei wunderbare Seelchen vergrößert haben. Und für die Möglichkeit, mit meinem Mann und meinen Kindern unsere Komfortzone bewusst zu verlassen und einer Familie aus Afghanistan bei uns Unterschlupf bieten zu können. Ich habe viele Wochen viel gespendet und immer das Gefühl gehabt, ich müsste, ich k ö n n t e  mehr tun. Als die kleine Flüchtlingsfamilie dann bei uns war, war klar, was das Mehr ist.

Was war 2015 für Dich Dein wichtigster, schönster oder bedeutendster Blogbeitrag und warum?

Sicherlich die beiden Beiträge über unsere afghanische Familie in unserem Gästezimmer. (Ab heute sind wir acht - eine Flüchtlingsfamilie in meinem Gästezimmer) Meine komfortzone ist kaputt und das ist ok )
Dieses Erlebnis hat uns alle sehr bewegt und auch verändert, es war wichtig für mich, das zu verbloggen. Dann zu sehen, wie der Beitrag aufgenommen wurde, wie er immer weiter verbreitet und damit die Botschaft der Menschlichkeit weiter getragen wurde, war wunderbar. Ich glaube an den Domino-Effekt: wer sieht, wie andere etwas für Menschen in Not tun, denkt über seine eigenen Möglichkeiten zu helfen plötzlich anders nach – und bewegt sich.

Gibt es ein bestimmtes Projekt oder etwas, was Dir besonders am Herzen liegt und was Du hier gerne vorstellen möchtest, warum unterstützt Du es, wie könnten andere helfen?

Ich bin für einige Projekte Langzeit-Unterstützerin, so zum Beispiel bei World Vision, wo wir als Familie drei Kinder mit Patenschaften monatlich unterstützen. Aber man kann auch mit viel weniger helfen, zum Beispiel mit der tollen App „Share a Meal“, wo man konkret etwas gegen den Hunger in der Welt tun kann. Ansonsten stehe ich dem Verein „Be an angel“ meiner Freundin Tanya von Lucie Marshall hier in Berlin sehr nahe, der sich ganz konkret für Flüchtlinge hier vor Ort stark macht.

Wie erlebt Ihr die Adventszeit als Familie? Gibt es bestimmte Familienrituale bei Euch in der Advents- und Weihnachtszeit?

Wir sind Weihnachtsmenschen, alle fünf. Wir fiebern der Adventszeit entgegen und wenn


sie da ist, legen wir los: wir hängen Lichterketten in die kahlen Büsche vor dem Haus, wir haben Adventskalender aus Papier, Schokolade, Päckchen etc. und wir schreiben Weihnachtskarten, sobald der 1. Dezember auf dem Kalender auftaucht, wir hören (und machen) Weihnachtsmusik und backen zusammen zig Sorten Plätzchen. Insofern haben wir ganz viele Rituale in der (Vor-)Weihnachtszeit. Mein Liebstes ist sicherlich der Adventskalender für meine Kinder, für die ich jedes Jahr jeweils 24 kleine Päckchen an unseren riesigen Adventskranz binde, der von der Decke hängt. Jedes Kind hat seine feste Farbe (rot, grün und gold) und darf jeden Tag ein Päckchen abschneiden. Was darin ist, ist sekundär, aber dieses Ritual ist wunderschön und ich liebe diese aufgeregte Vorfreude, mit der die Kinder jeden Morgen im Advent aus dem Bett springen und zum Adventskranz laufen. Außerdem hat meine Mutter das in meiner Kindheit schon für meine Geschwister und mich gemacht, insofern hänge ich doppelt an diesem Ritual.

Was darf an Weihnachten für Dich auf keinen Fall fehlen?

Musik. Kerzenlicht. Natürlich ein Weihnachtsbaum. Und meine Familie, versammelt um diesen Baum und ganz bewusst – zusammen.

Christkind oder Weihnachtsmann?

Christkind! Klarer Fall.

Wie feiert Ihr Weihnachten und findest Du das auch gut oder würdest Du da gerne was ändern, wenn Du könntest? Hat sich Weihnachten für Dich verändert, seit Du Mama bist?


Am Heiligabend ist meistens unser „fauler“ Tag. Alles, was vorbereitet werden muss (Geschenke verpacken, Baum aufstellen, schmücken etc.) haben wir am 23.12. abends fertig, dann wird das Wohnzimmer verschlossen und bleibt zu. Wir schlafen also aus, machen ein Frühstückspicknick in einem der Kinderzimmer auf dem Fußboden und bummeln so in den Tag. Meistens basteln die Kinder noch irgendwelche Geschenke fertig, wir essen eine Kleinigkeit und gehen dann in die Kirche. Nach dem Gottesdienst gibt es noch mal eine kleine Stärkung zu Hause, Kakao, Kaffee und Plätzchen, dann gibt es Bescherung. Ein Glöckchen klingelt, alle Kerzen sind angezündet und der Weihnachtsbaum strahlt uns entgegen. Die Kinder bestaunen den Baum und die Krippe, dann liest eins der Kinder die Weihnachtsgeschichte vor und erst danach gibt es Geschenke. Wir verbringen den Heiligabend dann mit Auspacken, viel Musik und einem guten Essen zusammen. Meistens treffen wir uns spät noch draußen mit den Nachbarn, machen ein Feuer und stoßen mit Sekt oder Glühwein an. Der Rest der Feiertage verläuft unterschiedlich. Da alle Großeltern und Geschwister nicht in unserer Nähe wohnen, fahren wir alle 2 Jahre ins Rheinland, um die restlichen Feiertage mit der Großfamilie zu verbringen. Und im Wechsel ebenfalls alle 2 Jahre kommen alle zu uns. Am 2. Feiertag veranstalten wir ein großes Familienessen mit einem ebenso großen Truthahn – wahlweise bei uns in Berlin oder im Rheinland bei meinem Vater, Bruder oder Schwester. Abgesehen von der Fahrerei ins Rheinland, die mich oft nervt, ist mein Weihnachten perfekt und ich würde nichts daran ändern. Im Prinzip ist es ähnlich wie früher bei uns zu Hause. Insofern ist mein Weihnachten immer schon so, wie es jetzt ist, nur habe ich jetzt als Mama eine andere Rolle. Die mag ich aber genauso gern wie früher die als Kind.


Euer Weihnachtsessen? 

An Heiligabend fast immer Raclette zu Hause, am 1. Feiertag in der Regel Reste von Heiligabend und/oder selbstgemachter Heringssalat (falls ich vor dem 24.12. geschafft habe, welchen vorzubereiten). Und am 2. Feiertag das große Familienfestessen mit Truthahn und Beilagen.

Was wird für die Kinder unter dem Weihnachtsbaum liegen?

Traditionell kriegen alle Familienmitglieder kuschelige Schlafanzüge. Und damit die gleich angezogen werden können, wasche ich sie vorher. Außerdem bekommen meine Leseratten alle Bücher und/oder Hörbücher. Ansonsten erfüllen wir jedem Kind einen Herzenswunsch. Beim Sohn ist das in diesem Jahr eine Nintendo DS, bei der großen Tochter ein neues Handy und bei der Kleinen eine furchtbar kitschige Weihnachtsbarbie nebst Wechselkleidung. Andere Wünsche der Kinder wie bestimmte Spiele, Lego oder Playmobil etc. geben wir an Großeltern, Tanten und Onkel weiter.

Welches ist DEIN Weihnachtslied?

Schwer zu sagen. Da mein Vater in Chicago aufgewachsen ist, sind amerikanische Weihnachtslieder  von Sinatra bis Bing Crosby hier gesetzt, aber durch meine klassische Musikausbildung ist das Spektrum natürlich viel größer. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen: in der Kirche „Adeste Fidelis“ und beim Geschenke auspacken wahrscheinlich „Little Drummer Boy“ in der Version von David Bowie & Bing Crosby.

Dein ganz persönlicher Weihnachtswunsch 2015?

Ich wünsche mir, dass unsere Kinder, alle Kinder, im Frieden leben dürfen. Ich glaube daran, dass wir alle etwas dafür tun können und unsere Komfortzonen nachhaltig verlassen müssen, um an einem echten Frieden zwischen den Menschen mitzuwirken. Vielleicht ist das kein Weihnachtswunsch, aber ich denke, das Leben in Frieden ist das höchste Gut, das wir haben. Dieses ganze Kriegsgerede der letzten Wochen macht mich verrückt! Nicht so sehr aus Angst vor Terror oder davor, dass mein Leben sich konkret verändert. Sondern weil ich nicht glauben möchte, dass wir in unserer satten (seit 1945 kriegsfreien) Gesellschaft so leicht in eine kriegerische Auseinandersetzung einwilligen – und gleichzeitig nicht bereit sind, die vielen Geflüchteten Menschen hier nachhaltig menschenwürdig aufzunehmen. Frieden. Das ist mein Wunsch für uns alle.

Befrage Deine Kinder: Was ist Weihnachten?

Lieblingsbub (8): „Das ist ein Fest, das wir feiern, weil an dem Tag Jesus geboren wurde. Und wir feiern es auch, weil er dann irgendwann wieder auferstanden ist. An einem anderen Tag, ich glaube Ostern. Es hat also was mit Liebe zu tun. Und mit ganz viel Freude! Weil wenn ein Baby geboren wird, ist das das Schönste.“
Herzensmädchen (12) und Goldkind (6) waren leider nicht anwesend


Was versteckt sich hinter Deinem heutigen Tafjora-Türchen?

Liebe Tanja, dabei muss ich leider passen. Ich habe keinen Adventskalender auf dem Blog und werde auch keinen haben in diesem Jahr. Lediglich auf Instagram habe ich mit meiner lieben Rebecca von Elfenkindberlin einen #wirteilen-Kalender gestartet, wo wir jeden Tag unter diesem Hashtag erzählen, was wir im Kleinen mit wem geteilt haben. Mitmachen können dabei alle, denen die Idee gefällt und die auch etwas Teilen möchten: ein Lächeln, ein liebes Wort, eine Idee... Ein Türchen auf dem Blog habe ich deshalb nicht.
 




Liebe Anna,
Euer Weihnachten klingt für mich genau so, wie es auch für mich war und ist. Bewahrt diesen Zauber dieser besonderen Zeit. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest und frohe Festtage. Ganz herzlichen Dank nochmal, dass Du trotz der knappen Zeit die wir alle so haben, heute mitgemacht hast. Viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr.

Bisous.

Eure Tanja


Wir lesen uns, wenn Ihr wollt, nächstes Jahr wieder.
Gerne könnt Ihr mir auf auf Facebook oder Instagram folgen, da werde ich sicherlich öfters mal kurz ein Bild oder einen Gruß hinterlassen.


Und das war die Bloggers Weihnacht 20015 - 
Danke an Euch für´s vorbei schauen und Danke an meine tollen Blogger(innen) dass Ihr dabei ward:


Türchen 1: Das Gewünschteste Wunschkind aller Zeiten...
Türchen 2: Karolin von Dachbuben
Türchen 3: Rike von Nieselpriem
Türchen 4: Küstenmami von Küstenkidsunterwegs
Türchen 5: Sabrina von Alltagsfieber  
Türchen 6: Wiebke von Verflixter Alltag 
Türchen 7: Nathalie von Ganz normale Mama 

Türchen 9: Sarah von Mamaskind.de
Türchen 10: Nadine von Sonnenscheinbaby 
Türchen 11: Thea von Ratzefatze Pustekuchen 
Türchen 12: Viola von Kinderkichern 
Türchen 13: Münstermama von Münstermama
Türchen 14: Anna von Familie Motte 
Türchen 15: Simone von KiKo & SL.Events 
Türchen 16: Bella von Familieberlin 
Türchen 17: Bettie von Frühes Vogerl 
Türchen 18: Angelika von Familie & Freizeit
Türchen 19: Alu und Konsti von Großeköpfe