Freitag, 13. März 2015

An mein Sternchen zum 7. Sternengeburtstag

 

Es ist unglaublich, dass wirklich schon 7 Jahre vergangen sind, seit wir Dich verloren haben. Sieben lange Jahre die irgendwie doch so schnell verflogen sind.

Ich kenne nicht Dein Gesicht und auch nicht ob Du mein Mädchen oder mein Junge geworden wärst. Du bist mein Sternchen geworden, ganz weit weg im Himmel aber doch ganz nah in meinem Herzen.

Der Schmerz traf mich heute vor 7 Jahren wie ein Messer mitten in´s Herz. Du warst unser Wunschkind. Nach langem Hoffen endlich entstanden, als kleines Wunder einer großen Liebe.

Auch wenn es 7 Jahre her ist, vergesse ich niemals diesen roten Strich auf dem Schwangerschaftstest! So viele hatte ich davor schon gemacht, aber diesen einen Strich, der alles verändert, auf den hatte ich sehnlichst gewartet. Es war einer der schönsten Tage meines Lebens.

Dein Papa und ich waren einfach nur glücklich und wir hatten eigentlich überhaupt keine komischen Gedanken daran verschwendet, dass irgendwas passieren könnte. Wir waren einfach nur schwanger und konnten es kaum erwarten, allen zu erzählen, dass Du endlich kommst.

An diesem 13.03.2008 hätte ich eigentlich meinen Mutterpass bekommen sollen. Doch Deinen Eintrag solltest Du erst 1 Jahr später bekommen, als ich den Mutterpass für Deinen Bruder bekomme: 2. Schwangerschaft, 1 Abort.
Was für ein trauriges Wort für einen großen Schmerz.

Vielleicht klingt es blöd, aber ich bin an diesem Tag als ich Dich verlor trotzdem zum ersten Mal Mutter geworden. Denn Dich zu verlieren lähmte und schockte mich, so einen Schmerz habe ich davor noch nie erlebt und danach erst wieder als meine eigene Mutter starb. Es war unbeschreiblich mit nichts zu vergleichen und ich weiß heute, dass es für viele Menschen schwer zu verstehen ist, wenn sie es nicht selbst durchmachen mussten.

Du warst ein Teil von mir. Wenn auch nur sehr kurz, aber Du warst ein Teil von mir. Als wir vom Arzt nach Hause kamen, dachte ich, man hätte mir ein Körperteil amputiert. Es fühlte sich an, als hätte was gefehlt. Du hast gefehlt. Eine unbeschreibliche Leere überfiel mich und alles verlor erst mal seinen Sinn.

Dass aber die Zeit diese Wunden doch heilen konnten, habe ich sicher Deinen beiden Brüdern zu verdanken, unvergessen bleibst Du dennoch. Ich trage Dich in meinem Herzen bis es aufhört zu schlagen und wir uns wiedersehen.

Heute weiß ich, dass es sehr häufig passiert, so viele Eltern trauern, aber wenige reden darüber. Erst als wir Dich verloren, haben wir von so vielen Sternenkindern gehört. Ein Trost war es für uns deshalb aber trotzdem nicht.

Geliebtes Sternenkind, ich wollte Dir einfach nur sagen, dass ich Dich nicht vergesse und ich sehr oft an Dich denke.
Ein schöner Gedanke, dass Du heute Deinen Sternengeburtstag mit Deiner wundervollen Oma verbringst und ich weiß, dass ich 2 ganz besondere Schätze da oben habe.

In Liebe,
Mama


Vielleicht fragt Ihr Euch, warum ich diese Zeilen geschrieben habe. Aber sie sind mir ein sehr großes Anliegen. Denn wie schon erwähnt, ich habe mein Sternchen nie vergessen. Und auch wenn ich danach das große Glück, nein das größte Glück überhaupt hatte, nämlich noch 2 gesunde Kinder zu bekommen, so war es für uns wirklich ein schmerzlicher Verlust. Leider ist in unserer Gesellschaft für diese Trauer oft kein Platz oder kein Verständnis da. Es ist ein Tabuthema, wie so vieles was mit dem Tod und dem Sterben zu tun hat.

Ja, heute nach 7 Jahren, kenne ich persönlich sehr viel “schlimmere” Fälle.
Wir haben unser Sternchen noch ziemlich am Anfang der Schwangerschaft verloren. Ich mag mir nicht vorstellen, wie schwer es sich anfühlt, ein Kind bis zum Ende auszutragen, es tot zu gebären oder vermutlich am allerschlimmsten, sein Kind, (egal in welchen Alter), beerdigen zu müssen.

Sicher lässt sich Schmerz nicht vergleichen, ich denke aber, dass jeder auch das Recht hat, diesen Schmerz und die Trauer zum Ausdruck zu bringen.
Sie sind sehr wichtig für uns Eltern, die das Wertvollste verloren haben.

Wir haben damals nicht schweigen können, denn man sah uns den Kummer an und auch bei Schwangerschaft 2 und 3 haben wir bei den wichtigsten Menschen kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir wieder schwanger sind. Denn auch wenn noch einmal was passiert wäre, hätten wir nicht drüber schweigen wollen.

Verstanden haben diesen Schmerz nicht alle.
“Es war ja noch in der Zeit wo viele Frauen ihre Kinder verlieren” war so ein typischer Spruch. Wenig hilfreich war auch: “na immerhin weißt Du jetzt, dass Du überhaupt schwanger werden kannst” oder “das passiert echt vielen”.

– Manchmal ist es besser einfach nichts zu sagen.

Allen Sternenmami´s wünsche ich daher ganz viel Kraft und Trost in dieser schweren Zeit.
Ich wünsche Euch, dass auch Euer Stern ganz hell da oben leuchtet und Euch daran erinnert, dass es irgendwie weiter geht, irgendwann.
Manchmal bleibt die Welt einfach so stehen, aber sie muss sich irgendwann wieder weiter drehen.




Still, seid leise,
es waren Engel auf der Reise.
Sie wollten ganz kurz bei euch sein,
warum sie gingen, weiß Gott allein.
Sie kamen von Gott,
dort sind sie wieder,
wollten nicht auf unsere Erde nieder.
Ein Hauch nur bleibt
von ihnen zurück,
in euren Herzen ein großes Stück.
Sie werden jetzt immer
bei euch sein,
vergesst nie,
sie waren noch so klein.
Geht nun ein Wind, an mildem Tag,
so denkt, es war ihr Flügelschlag.
Und wenn ihr fragt,
wo mögen sie sein ?
Ein Engel ist niemals allein.
Sie können jetzt alle Farben sehen
und barfuß durch die Wolken gehen.
Vielleicht lassen sie sich hin und wieder
bei den Engelskindern nieder.
Und wenn ihr sie auch sehr vermisst
und weint,
weil sie nicht bei euch sind,
so denkt, im Himmel,
wo es sie nun gibt,
erzählen sie stolz:
Wir werden geliebt !
(Verfasser unbekannt)






Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *

Kommentare:

  1. Ein Tränchen im Auge. So schön und so traurig.
    Und so wichtig. Weil mittlerweile immer mehr Eltern den Verlust thematisieren, sind zum Beispiel die Grabfelder für Sternenkinder erst möglich geworden, die es jetzt immer mehr gibt (kenne in Köln mehrere).
    LG, Rosa

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    1. Danke, liebe Rosa.
      Ja, es gibt heute zum Glück mehr Verständnis als noch früher. Das ist wichtig für die Trauernden. Auch die Eintragung in's Stammbuch ist dadurch erst möglich geworden.
      Lieben Gruß
      Tanja

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  2. Ich kann Dich verstehen, auch wenn mir nicht Gleiches wiederfahren ist. Dein Sternchen bleibt in Deinem Herzen.

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  3. So berührend geschrieben, große Umarmung von Sternenkindmama zu Sternenkindmama. Es wird immer mein erstes, großes Kind bleiben und auch nach 11 Jahren schmerzt es noch, dass ich es nie kennen lernen durfte.
    Unter dem Schweigen habe ich auch sehr gelitten. Vielleicht tragen wir ein wenig dazu bei, dass das Thema bzw. das Sprechen darüber akzeptierter wird.
    Liebe Grüße!

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    1. Diese Umarmung gebe ich sehr gerne zurück. Ich danke Dir.
      Ja, genau deshalb wollte ich auch drüber schreiben, weil ich so viele mittlerweile kenne die still trauern und sich unverstanden fühlen.
      Lieben Gruß und einen festen Drücker!
      Tanja

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  4. Liebe Tanja,
    Du kennst auch meine Geschichte, deswegen darf ich sagen: Ich verstehe Dich. Sehr gut sogar.
    Es gibt aber kein "schlimmer" in dieser Sache. Egal, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Der Schmerz ist für Dich und Dein Leben schlimm und Du mußt damit umgehen. Egal, was die Anderen sagen. Egal ob es häufig vorkommt.
    Fühl Dich ganz fest in den Arm genommen!
    Suse

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    1. Danke liebe Suse!
      Ja, ich musste beim Schreiben tatsächlich auch sehr an Dich und Deine Geschichte denken. Damals hätte ich diesen Schmerz auch nicht vergleichen können, er war einfach unendlich groß.
      Eine feste Umarmung von ganzem Herzen auch an Dich!
      Tanja

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  5. Dein Text hat mich an diesem Freitagmorgen sehr stark berührt.
    Auch ich drücke dich virtuell!

    Liebe Grüße
    Stephi

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  6. Liebe Tanja, ich kann das sehr gut nachvollziehen und danke dir für den schönen Text. Auch mir ist es "passiert" und ich weiß, wie es sich anfühlt. Mittlerweile weiß ich, dass auch da, wie eigentlich alles im Leben, einen guten Grund hatte, dass es so kommen musste. Trotzdem war es traurig...Ich drück dich! Nadja

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    1. Liebe Nadja,
      danke für Deine lieben Worte. Ja, einen Sinn kann man oft erst später erkennen, manchmal vielleicht auch nie. In dem ersten Moment hilft aber überhaupt keine logische Erklärung, kein vielleicht und auch kein warum, es tut eben einfach nur weh.
      Fühl Dich feste umarmt!
      Tanja

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  7. Fühl dich umarmt.

    Es ist schön, daß noch andere Mütter nach soo langer Zeit an ihr Sternchen denken.

    Unser Pünktchen haben wir 1/2008 verloren. Auch recht früh. Das macht für mich auch keinen großen Unterschied wann ein Kind gehen muß, da ich das Herzchen schlagen sah.

    Ich habe nur weniger Erinnerungen und Zeit miteinander, dann tuts vielleicht nicht gar so weh um Herzen.

    Alles Gute, auch für euren Umzug.

    Lg

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    1. Danke liebe Anja, Du hast ja so Recht.
      Auch für Dich eine herzliche Umarmung.
      Lieben Gruß
      Tanja

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  8. Liebe Tanja,
    dein Text berührt mich sehr und ich wünsche dir ganz viel Kraft an diesem Tag... und natürlich auch an allen anderen.
    Das Wolkenfoto ist wunderschön!
    Alles Liebe für euch,
    Sternie

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  9. Das hast Du wunderschön geschrieben, und das Gedicht ist sehr schön. Habe es selber in die Trauerkarte einer befreundeten Familie geschrieben, die im letzten Jahr ihren 3 jährigen Sohn durch einen schrecklichen Unfall verloren. Mir wird ganz warm ums Herz wenn ich das Gedicht lese. Es ist Schön, zu glauben, daß jetzt Engel bei den Kindern sind.
    Aber Du hat natürlich vollkommen Recht, daß niemand diesen Schmerz nachvollziehen kann, wenn er es nicht selbst erlebt hat.
    EIne gute Freundin von mir hat Ihren 1. Sohn im 5.Monat "still" geboren. Der Bruder kam 1 Jahr später am Stichtag seines verstorbenen Bruders gesund und munter zur Welt. So ein fröhliches Kind. Ich denke immer, er lacht für seinen toten Bruder mit.
    Ich finde es schön, daß Du uns davon berichtet hast - auch 7 Jahre später - denn so ein einschneidendes Ereignis vergißt ein Mutterherz nicht.
    Viele Grüße und Danke für Deine Offenheit
    Rabea

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    1. Liebe Rabea,
      dankeschön für Deine lieben Worte! Wenn ich mir meine beiden Jungs so ansehe, denke ich auch oft das Gleiche, sie lachen so schön und sind so laut für 3 ♡
      Ich glaube, viele denken, dass wir sowas vergessen haben, gerade weil wir danach so unendlich Glück hatten. Aber vergessen sind sie nicht. Auch wenn der Schmerz abnimmt, wir tragen sie in unseren Herzen und wollen auch das Recht dazu haben.
      Alles Liebe und danke für´s Kommentieren!
      Tanja

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  10. Ich habe auch zwei Sternenkinder zu den beiden, die vergnügt und fröhlich durch die Welt ziehen...ich kann deinen Schmerz bestens verstehen...Lg, Anne

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  11. Tränen in den Augen du hast so recht und ich kenne das Gefühl habe mein Stern am 1.1.15 verloren und komm auch noch nicht drüber hinweg. Ich bin froh ein gesundes Kind zu haben und dieses Kind gibt mir Kraft das wir nicht aufgeben sollen. Ich finde es soll kein tabuthema mehr sein denn wie sollen wir es verarbeiten können so ganz alleine.

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    1. Jetzt habe ich auch Tränen in den Augen! 01.01.- das ist noch so frisch und ich weiß genau wie sich das anfühlt. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und alles Liebe!!!! ♡♡♡♡
      Tanja

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  12. So wahre Worte... und ich kann sie nicht lesen ohne mir Tränchen zu verdrücken.
    Bei mir ists bald 1 Jahr her... gleich zweimal Im Laufe diesen Jahres.. und der Schmerz will einfach noch nicht verschwinden auch wenn man versucht das Beste daraus zu machen... "sei froh, du hast ja schon ein Kind, das ist besser als keins" - ich kanns nichtmehr hören :(

    Es ist schön zu wissen ,dass es jemanden gibt der einen versteht, auch wenn die Umstände sehr unglücklich sind.

    Alles Gute Dir!

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    1. Liebe Brina,
      mein herzlichstes Beileid für Deinen Schicksalsschlag. Gleich 2 mal und noch so frisch, ich kann Dich sehr gut verstehen und dieser Spruch... ich glaube viele wissen einfach gar nicht, wie einen so ein Spruch treffen kann.. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und alles, alles Liebe! ♡♡♡♡
      Tanja

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  13. Ich verstehe dich so gut...auch ich habe ein sternchen da oben, doch niemand redet mehr darüber...ich fühle mich damit echt allein gelassen...mein sternchen ist nicht von allein gegangen, man musste es mir nehmen...ein furchtbares gefühl,du weißt in dir ist ein kleines leben,aber es hat null chance , da mutter natur ihm oder ihr leider keine beine und keine arme geschenkt hat...und auch sonst war mein sternchen nicht vollständig...es fehlte ihm/ihr so viel...ich denke heut noch sehr viel darüber nach, besonders wenn ich meine beiden mädchen anschaue,da denke ich hier müssten jetzt eigentlich 3 kinder sein...ich danke dafür das ich meine beiden mädchen habe...aber ein teil von mir ist trotzdem leer...es ist nun 4 jahre her...danke für deine worte...es tröstet mich ein wenig zu wissen das ich nciht alleine mit meinen gefühlen dastehe,auch wenns sehr sehr schmerzhaft und traurig ist... alles gute dir und danke für deine offenheit

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    1. Es tut mir so leid, das zu lesen, weil ich genau weiß, wie sich das anfühlt. Vermutlich denken sich andere aber auch gar nichts dabei oder wollen alte Wunden nicht wieder aufbrechen, keine Ahnung.
      Aber sie fehlen uns und wir sind nicht alleine. Klar, wollten auch mir die Leute durch "logische Erklärungen" helfen, den Verlust zu verarbeiten. Aber ich denke eben, dass diese Worte einfach nur von Menschen kommen können, die diesen Schmerz erttragen mussten.
      Fühl Dich herzlich umarmt, ich wünsche Dir alles, alles Liebe. Unsere Kinder haben einen ganz besonderen Schutzengel ♡
      Tanja

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  14. Danke für diesen Beitrag

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  15. Liebe Tanja,
    ich finde deinen Brief superschön! Und ich kann es sehr gut nachempfinden, was du fühlst. Ich habe selbst ein kleines Wesen verloren, noch bevor sein Herz zu schlagen begonnen hatte. Meine Trauer war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden, ich hatte ja noch eine zweite (intakte) Fruchtblase in mir. Ich hatte den Verlust erst mal verdrängt. Erst nach der Geburt meines Sohnes, der mittlerweile 6 Jahre alt ist, wurde mir so richtig bewusst, was geschehen war und was es bedeutete, ein Kind zu bekommen, das größte Geschenk, das es gibt auf Erden! Und eigentlich hätten es 2 Geschenke sein sollen. Ein Teil von uns fehlt - es ist einfach so...
    LG Chrissie

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  16. Ich denke auch sehr oft an meine beiden Sternenkinder, auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass es weniger wird und auch der Schmerz nicht mehr so stark ist. Ganz schlimm war es, als meine Tochter gesund auf die Welt kam, denn ich war ständig im Zwiespalt. Freute ich mich über ihre Geburt, endlich MEIN Kind in den Armen halten zu dürfen, vor Glück überzuschäumen, so war ich im gleichen Atemzug wahnsinnig traurig, weil ich immer das Gefühl hatte, mein erstes Sternenkind zu "verraten", denn wäre es auf die Welt gekommen, gäbe es meine Tochter nicht. Und trauerte ich um mein Sternenkind, so hatte ich das Gefühl, meine Tochter zu verraten. Es hat lange gedauert, damit umgehen zu können, sich frei von diesen Gefühlen zu machen, glücklich werden zu können. Heute weiß ich, es sollte so sein, es musste so sein. Warum? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass ich zwei gesunde Kinder habe, über die ich glücklich sein darf, ich darf es, ohne die anderen beiden zu verraten. Meine Kinder glauben daran, dass wenn wir sterben, wir Engel werden und wenn wir uns ganz fest lieb haben, wir uns wiederfinden.

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