Freitag, 24. Oktober 2014

Unterwegs in Deutschland... Kinderfreundlich?


Heute Morgen sind wir in der Apotheke vorbei, weil der Löwenjunge etwas über Halsweh geklagt hatte. (Wir sind gerade zu Besuch in Deutschland)

Er stand direkt vor mir. 
Ich so: "Guten Tag, wir hätten gerne Halstabletten für meinen Sohn hier" *zärtlich-über-den-Kopf-Gestreichel*
Sie so zu mir: "Wie alt ist ER denn?" 
"Schatz sie meint Dich"
Löwenjunge: "ich bin schon 5"

Ich: "was haben Sie denn für Geschmacksrichtungen? Mein Sohn reagiert sehr sensibel und muss sonst spucken"
Sie: "Na was mag ER denn so? eher süss oder Zitrone?"
...
"Na und hat ER auch Fieber?"

ER steht vor Dir und kann reden...(dachte ich mir so)

Also irgendwie fand ich das schon alles sehr komisch, wie manche Erwachsene Kinder so ignorieren können und nicht mal zu ihnen hinschauen und so tun als wären sie gar nicht da.... 

Kennt Ihr das oder sehe ich das zu eng? Mich hat das jedenfalls sehr gewundert...

Nun ja, vielleicht ist mir das früher nur nicht so aufgefallen, aber wie wir teilweise hier angeraunzt werden, das ist schon sehr unfreundlich teilweise. 
"Müssen Sie denn mit dem Kinderwagen im Weg rumstehen?" 

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Gastbeitrag bei Mama Schulze über das Leben mit Kindern in Frankreich

Mama Schulze ist der Blog von Julia, die ich über Twitter kennengelernt habe. Julia hat im Oktober eine interessante Reihe gestartet, wie das Leben mit Kindern in anderen Ländern so ist. Nach der Schweiz und Australien, zwei super interessanten Beiträgen, hat sie auch mich gefragt und ich habe sehr gerne meine persönlichen Erfahrungen für sie zusammengefasst:


Bonjour,
ich bin Tanja, 38 Jahre alt und lebe mit meinen 3 Männern (mein Mann, mein Löwenjunge *2009 und mein Winterkind *2012) seit mehr als 2 Jahren hier in Südfrankreich, über 1200 Kilometer von unserer Heimat, Familie und Freunden entfernt.
Mit Frankreich verband mich bis dato so absolut mal gar nichts! Ich hatte mit diesem Land, den Leuten und der Sprache überhaupt nichts am Hut, im Gegenteil, Frankreich war aufgrund ganz schlechter Erfahrungen (Schule, Urlaub) so ziemlich das allerletzte Land das ich bereisen oder wo ich hätte leben wollen. 
Ich gestehe, Orangina und die roten Gauloises (die ich früher einmal rauchte,) waren so ziemlich das Einzige was ich an diesem Frankreich gut fand.
Tsja:
Und dann kam eines Abends (im März 2010) mein Mann nach Hause und fragte: "Frankreich- Schatz, was hältst Du von Frankreich?" und das war sein absoluter Ernst!

Auf meinem Blog Tafjora– eine deutsche Familie in Frankreich erzähle ich also von meinem Leben als „Expatmama auf Zeit" hier in Frankreich. Was ist hier anders, was fehlt uns, was verbindet uns, was machen wir für Erfahrungen...
Und eines mal vorweg, wenn nächstes Jahr unsere Zeit hier zu Ende geht, dann wird mir der Abschied so unheimlich schwer fallen, denn meine Meinung hat sich natürlich total geändert, zum Glück.





Wie ist das also nun bei uns in Frankreich – das Leben mit Kindern?

Die Fortsetzung dazu könnt Ihr bei Mama Schulze auf Ihrem Blog nachlesen. Kommt ich nehme Euch mit rüber:

Mama Schulze: Wie ist das eigentlich bei Euch? Teil III

Sonntag, 12. Oktober 2014

Nochmal zwei mal 12 von 12 - Oktober in Frankreich

Wenn der 12. eines Monats auf ein Wochenende fällt, dann sehen die Bilder auch immer gleich ein bisschen anders aus.

Nachdem letzten Monat mein Löwenjunge ganz motiviert schon mitgemacht hatte (12 von 12 heute mit den Augen des Löwenjungen) war klar, dass er heute auch mitmachen will, zumal ja heute kein Kindergarten/Ecole Maternelle ist.

Vielen Dank für´s  vorbei schauen, mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei 
"Draussen nur Kännchen"



Guten Morgen, mal schauen was das Wetter heut so macht:



Nach dem Frühstück "bastelt" Feuerwehrmann Löwenjunge mit unseren Sofakissen ein Feuer aus dem er seinen "eingeklemmten" Bruder spektakulär rettet. Schade dass ich die gesungene Hintergrundmelodie nicht fotografieren könnte! Sehr dramatisch!!!


11:30 Uhr ist gemeinsame Mauszeit mit dem Löwenjungen. Heute sehr traurig, gut dass immer einer mit ihm schaut denn danach gibt es oft 1000 Fragen. (Friedrich Streich, der Mauszeichner ist gestorbenen)


Das Gipskind äh Winterkind macht derweil Mittagsschlaf im FloorBed 


Papa bereitet das Abendessen vor, heute essen wir nämlich abends warm. 


Löwenjunge möchte ein Bild für die Sendung mit der Maus malen und beschließt Künstler zu werden. 


Nach dem Mittagsschlaf gehen wir nochmal in den Kinderpark. Wir waren gestern schon kurz sind dann aber vom Regen überrascht worden. Mit Dauerkarte ist das aber nicht so schmerzhaft. 


Diese beiden schauen nur so unschuldig, der Kumpel links im Bild hatte schon versucht in meine Handtasche zu beißen. 


Der Streichelzoo ist einfach toll!


Bei strahlendem Wetter konnten wir diesen tollen Kinderpark nochmal zusammen genießen. 



Daheim noch etwas Lesen bis das Abendessen fertig ist. Der Löwenjunge hat sich "Ein Himmel für Oma" ausgesucht, ein Buch das ich ihm schenkte als im Februar meine Mama starb. Ich denke, die Sendung mit der Maus heute morgen hat ihn doch mehr beschäftigt. 


Dann Abendessen und ein wunderschöner Familiensonntag geht zu Ende. 




Und jetzt kommen aber meine Bilder, Mama!!!
Hallo ich bin der Löwenjunge, ich bin 5 und das war mein Tag!

Mama und Papa haben noch geschlafen, da war ich schon fleißig am Bauen



Das ist mein kleiner Bruder. Das mit dem Quatsch machen hat er alles von mir


Heute war die Maus ganz schön traurig, als der Dachs gestorben ist!


Während mein Bruder schläft male ich ein paar Bilder, weil ich der Maus auch mal ein Bild schicken mag. Guck mal:


Ich zeige euch noch schnell meine Lieblingsbuddelecke:


Dann gehen wir in den Coccinelle, das ist Französisch und heißt Marienkäfer. Wir haben eine andauernd-Karte dafür. 
Da gibt es einen Streichelzoo und die Tiere kommen soooo nah da:


Wir dürfen sogar Fläschchen geben


Und mit der Achterbahn da will ich gleich fahren. Mit Papa jetzt weil Mama reicht immer einmal dann ist ihr schlecht. Ich will aber 100 mal!


Kekse und Eis essen wir im Bahnwagon und ich mach von oben mal ein Bild von meinen Eltern. 


Und siehst Du da hinten die Rutschen. Die ganz lang sind? Da war ich vorher auch schon. 


Abends lesen wir noch ein bisschen bis das Essen fertig ist. Hmmm es ist mein Lieblingsessen und ich nehm noch Nachschlag. 



Zum Nachtisch liest Mama noch aus meinem Lieblingsbuch weiter, das kam gestern mit der Post. Der Emil in dem Buch kann in Seifenblasen wohin er will. Das ist so spannend!


Leider muss ich jetzt ins Bett. 
Gute Nacht! 





Noch mehr von unseren 12 von 12 gibt es übrigens hier 
Und wer noch nicht genug hat, hier ist unser Samstag

Wochenende in Bildern 11.10.-12.10.2014



Es ist nun das dritte Mal, dass ich bei Susanne von Geborgen Wachsen: Initiative Wochenende in Bildern mitmache. "Zeigt her Euren Alltag" stimmt vielleicht an Wochenenden nicht immer, denn bei uns gleicht kein Wochenende dem anderen. Wir versuchen so viel wie möglich gemeinsam zu machen, weil man sich die Woche über zuwenig austauschen und gemeinsam verbringen konnte.
Dieses Wochenende kommt dann noch die Aktion 12 von 12 von Draussen nur Kännchen dazu und während ich das hier schreibe, weiss ich mal noch gar nicht so genau wie dieser Wochenend-Post wohl aussehen wird. Ich lass mich mal überraschen, durchforste jetzt mein Handy und schaue, ob ich Euch was Schönes zeigen kann.

Viel Spaß!!!

Wochenende! - Samstag!

Wir starten das Wochenende natürlich mit gemütlichem Frühstück im Schlumper-Look und während Mama und Papa noch sitzen und essen, sind die Kids am Tisch längst schon mit was anderem beschäftigt.
Kennt Ihr die hier? Schrecklich schön bunt und gibts glaube ich auch bei Euch in Deutschland?! Winterkind liebt sie irgendwohin zu ploppen und nimmt sie grad fast überall mit hin.
Soviel also zum Thema "auch wir haben Spielzeug das- nun ja denkt Euch einfach Euren Teil dazu..."




Der Löwenjunge rätselt und malt ein bisschen in seinem "Vorschulblock". Er liebt diese Teile!


Dann helfen alle mit beim Wochenend-Tabula-Rasa, alles in die Mitte stellen, saugen wischen und anschliessend wieder neu dreckig machen- hach ja....


Nach dem Mittagsschlaf wollen wir noch in unseren Kinderpark am Ort, Tiere gucken und Karussell fahren:




leider werden wir vom Regen überrascht und müssen wieder gehen.



Da die Jungs ja echt traurig waren über den kurzen Besuch im Kinderfreizeitpark nehmen wir unser Abendessen mal im "Gasthaus zum goldenen M" ein und Burger und Indoorspielplatz retten den Samstag dann doch noch.


Sonntag !!! 12. Oktober !!! 12 von 12 
Und da ich den Sonntag hier schon mit viel Mühe und Schweiss verbloggt habe, einfach mal hier entlang: 


Nochmal zwei mal 12 von 12 - Oktober in Frankreich

  
Ich hoffe Ihr hattet auch so ein schönes Wochenende wie wir?

Liebe Grüße und à bientôt!


Eure Tanja

Freitag, 10. Oktober 2014

Friday Fives

Ja, diese Woche hat einiges geboten für uns. Mein Mann war die 2. Woche weg und das schlaucht doch immer ein bisschen weil natürlich auch die Jungs ihn dann mit jedem Tag mehr vermissen und gerade unsere abendlichen Zubett-Geh-Rituale sehr darunter leiden müssen wenn einer fehlt.
Und dann natürlich der Sturz mit Gipsarm-Ende vom Winterkind.

Aber dennoch gab es wieder gute Gründe für die heutigen Friday Fives, wie immer im Original bei Nadine von Buntraum zu finden.

1.) Glück im Unglück
Nicht auszudenken was dem Winterkind hätte noch so passieren können bei dem Sturz... 

2.) Helfende Freunde
Das war ja vor meinem Umzug hier her meine größte Sorge, es passiert was mit den Jungs, mein Mann ist nicht da und vor lauter Panik vergesse ich alle Vokabeln...
Nach 2 Jahren Frankreich wusste ich aber gleich wen ich anrufen konnte. Ein Freund begleitete mich in die Notaufnahme und half beim Papierkram und Übersetzen und lenkte mich einfach super ab. Seine Frau nahm so lange den Löwenjungen und ich musste mir keine Sorgen machen. 
Ich rufe da an und ohne zu zögern waren sie einfach da. Haben noch den Abend umgemodelt wegen uns. 
Das ist einfach unbezahlbar und solche Dinge bedeuten mir sehr, sehr viel!

3.) Krankenhaus und Personal
Bei allem was man so hört, unsere Versorgung im Krankenhaus war echt einmalig. 
Von der Aufnahme bis zum Röntgen und eingipsen- wir wurden super betreut. Jeder Einzelne strahlte eine Ruhe und Freundlichkeit aus- mein Winterkind hatte nicht einmal aus Angst weinen müssen. Alle waren lieb und geduldig. Ich war echt sehr beeindruckt und dankbar. Nach etwas mehr wie einer Stunde waren wir fertig wieder draußen. 

4.) wieder vereint 
Auch ein Grund dankbar zu sein ist wenn der Mann gesund wieder nach Hause kommt!

5.) Wochenende
Ja, dafür bin ich echt dankbar denn das kommt wie gerufen. Meine Nerven liegen etwas blank und ich empfand es schon sehr beruhigend heute mal alleine eineStunde  einkaufen zu gehen!!!
Das Winterkind hat nämlich noch ne dicke Erkältung mit Fieber bekommen, ist sehr knatschig weil er mit dem Gipsarm natürlich extrem eingeschränkt ist und der Löwenjunge ist derzeit etwas eifersüchtig weil natürlich jetzt jeder nach dem Gipskind fragt...
Ich sag nur: Danke Wochenende!!!!!!!!

À bientôt und bis Bald

Eure Tanja





Und dann passiert plötzlich doch mal was....

Wenn man zwei so wilde Weltentdecker zu Kindern hat, geht man eigentlich immer mal davon aus, dass das irgendwann mal nicht mehr gut gehen kann und vielleicht doch mal mehr als ein blauer Fleck bei raus kommt.
Der Löwenjunge war schon als Mini-Mini motorisch sehr weit und kein Klettergerüst war ihm hoch genug. Das Wort langsam kam in seinem Wortschatz nicht vor, zumindest was klettern und toben anging. (Langsam gibt es erst seit er im Kindergarten ist, da gilt das morgens für essen und anziehen...) in der Notaufnahme waren wir mit ihm zwei mal, waren aber nur leichte Stürze und nichts dramatisches.

Das Winterkind machte es ihm nach und konnte mit noch nicht mal 11 Monaten laufen, was mich sehr erschrak, weil ich mich da gefühlsmäßig noch gar nicht von meinem Baby "verabschiedet" hatte und ich wusste, jetzt wird es doppelt anstrengend, denn auch er würde "hoch" hinaus wollen und es würde kein Halten und kein "langsam" geben. 
Er wollte seinem Bruder hinterher und das Wichtigste war eigentlich nur ihm zu helfen, dass er das irgendwie alleine schafft. Also zeigten wir ihm das Treppen steigen unter Anleitung, wie man in seinen Hochstuhl sicher hoch und runter kommt und wie und wo er sich am Besten festhält, wenn er seinem Bruder hinterher klettert.  

Meine Furcht und Angst habe ich irgendwie ein kleines bisschen schon beim ersten Kind abgelegt, als ich merkte, dass ich sie nicht festhalten und zurückhalten kann und wollte. 
Sie müssen ihre eigenen Grenzen spüren lernen, müssen ihre eigenen Erfahrungen sammeln und im Leben gehört nun auch mal hinfallen dazu. Ich kann und darf sie nicht in Watte und Plüsch packen- so gerne ich das vielleicht wollte, welche Mutter will schon dass das eigene Kind schmerzhafte Erfahrungen macht? Aber es ist halt nicht immer alles nur rosa.

Das Loslassen war nicht immer einfach aber ich persönlich fand es schlimm, wenn ich ihn an allem gehindert hätte, was kleine Jungs eben ausprobieren müssen.
Immer natürlich dem Alter gerecht, Gefahren müssen natürlich von uns Eltern abgewogen und vermieden werden und die helfende und rettende Hand war eigentlich stets in Reichweite.

Meine Sichtweise erlitt am Dienstag aber kurzweise einen kleinen Knick, als ich nach einem Sturz vom Winterkind plötzlich in der Notaufnahme vom Krankenhaus stand und diese einige Zeit später mit einem Gipsarm-Winterkind verließ....


Was war passiert?

Genau konnte ich das nicht mal sagen, weil ich es nicht mal mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Das Winterkind saß mit seinem Bruder am Tisch zum Malen und ich bereitete das Abendessen vor. Da bei uns alles offen ist, habe ich auch beim Kochen freie Sicht auf die Terrasse wo beide nochmal die warmen Temperaturen genossen. 
Aus dem Augenwinkel sah ich was fallen und dann hörte ich den Löwenjungen: 
"Mammmaaaaa schnell'" 
Und wie er sich dann so sein Händchen fest hielt, war mir fast schon alles klar...
1000 Fragen gehen einem durch den Kopf, "hätte" "wenn" und "aber" waren zu spät.

Er hat wohl einen Stift verloren und dem hinterher geguckt und das Gleichgewicht verloren...

Ich hätte wohl neben ihm stehen müssen um das zu verhindern...

Doch man kann nicht immer neben ihnen stehen und eine Gefahr war der Stuhl in unseren Augen nicht mehr, denn hoch und runter klettern konnte er, dass er sich drüber beugt war einfach nicht vorhersehbar für uns.  

Wir hatten Glück, es ist ein nicht komplizierter Bruch und wir haben nun 3 Wochen einen Gips. Es hätte noch schlimmer kommen können, aber die Schutzengel waren wohl trotzdem in der Nähe.
Gelernt hat das Winterkind vermutlich nichts, denn es turnt und klettert schon wieder und regt sich alle paar Sekunden auf, weil es nun halt nicht mehr so geht wie er will, mit nur einer Hand. 

Ich werde vielleicht nicht mehr ganz so sorglos sein, aber trotzdem meine Jungs die Welt entdecken lassen. Zumindest der Löwenjunge meinte: "Ich hätte nicht gedacht, dass so schnell was passieren kann, Mama, ich glaube ich werde jetzt etwas vorsichtiger sein"

Wir werden mal sehen, wie lange er noch daran denkt :-)

Liebe Grüße, à bientôt

Eure Tanja 

Montag, 6. Oktober 2014

Der Löwenjunge ENTDECKT die Welt - mit Postkarten! (MonteMon8)

„Daher ist es unser Ziel, das Kind nicht zum bloßen Auswendiglernen zu zwingen, sondern seine Phantasie anzustoßen, so dass es sich zutiefst begeistert“. 

(Maria Montessori)


Was uns begeistert das vergessen wir nicht. Was uns interessiert das hinterfragen wir. So lange, bis wir eine Antwort haben, die uns zufrieden stellt.



Der Löwenjunge will mit seinen 5 Jahren die Welt entdecken. Ja, ich denke mal das hat er von mir, denn die Welt, das war ja mal "mein früheres" Leben. Wenn ich auch noch lange nicht alles von der Welt gesehen habe, so habe ich doch schon viele Menschen an Orte auf der ganzen Welt geschickt. 
Ich hätte mal vorausschauender sein sollen, und jeden der bei mir eine Reise irgendwohin gebucht hat bitten sollen, mir eine Postkarte zu schicken. Ich glaube, auf diese Sammlung könnte ich heute stolz sein. 

Tsja, leider hab ich das verpasst, aber ich habe dafür eines Tages einen tollen Blog entdeckt und Nessa berichtete im August auf  WUNDERTOLLES über Postcrossing. (Also wer Postcrossing noch nicht kennt, unbedingt hier mal reinlesen, und anstecken lassen! Suchtgefahr!)
Beim Lesen ihres Posts dachte ich mir sofort: "das ist es!" und habe uns angemeldet. 

Warum?

Der Löwenjunge interessiert sich immer mehr für die Welt:

"Mama, welche Sprache spricht man in Europa"?
"Gell Mama das ist englisch was die da singt"
"Können wir auch mal in die Türkei fliegen und wie weit ist das?"
"Ich will mal nach Europa. Wo ist Europa Mama?"
"Warum sprechen die denn Französisch wenn das gar keine Franzosen sind?"

Die mich am Meisten verblüffende Frage gab es dann aber letztens nach dem Kindergarten:

"Kann man mit einem Flugzeug auch aus der Welt "raus" fliegen? 

Was kommt denn dann noch nach dem Himmel?"


Bei dieser Frage bekam ich eine Gänsehaut, denn ich war schwer beeindruckt über Gedanken die man sich so mit 5 Jahren machen kann. Und ehrlich gesagt auch etwas überfordert. Denn plötzlich werden die Fragen "anders". So viel reifer und ernster. 

Dieses Interesse finde ich gut und wichtig. Und wer solche Fragen stellt der ist bereit die Welt zu entdecken!

Mein Papa hat mir meine alte Weltkarte aus Berufsschulzeiten aus dem Keller gekramt und unserem Besuch mit nach Frankreich gegeben. 
Wir haben uns zum Postcrossing angemeldet und schon fleissig Karten geschrieben. 
(Da hilft natürlich auch das Winterkind mit:)


Die Länder haben wir dann auf der Karte gesucht und verglichen, wie viele Kilometer das zu uns sind. 
Welche Sprache spricht man da und wie lange wird die Karte wohl dauern? 
Die Kilometer die so eine Karte zurück legt kann man wunderbar auf seinem
Postcrossing-Profil nachlesen. 


1200 Kilometer kennt der Löwenjunge zum Beispiel: 
"Das ist ganz lange im Auto nach Deutschland sitzen"

Postcrossing hat uns angesteckt. Jetzt trudeln auch schon die ersten Karten ein und der Löwenjunge freut sich immer so wahnsinnig, wenn er eine neue Karte aus dem Briefkasten holt und wir nachsehen, wo sie her kommt, was drauf ist usw.



Viele Wahrzeichen kennt er und erkennt sie auch wieder, wenn sie irgendwo abgebildet sind. Den Eifelturm (er)kannte er schon, da war er noch keine 3 Jahre alt. 

Überall wo wir sind schauen wir nach schönen Postkarten. 

Die letzten Karten hat der Löwenjunge selbst abgeschickt. Ich musste draußen warten und er ging in unser Postamt. 
4 Karten für Deutschland und 2 Briefmarken für "Le Monde" also "weltweit" hat er gekauft. Mit 5 Jahren und auf Französisch- das ist doch was. 

Letzte Woche habe ich dann in unserem Spielwarengeschäft diesen Schatz gefunden: 



Ein magnetisches Holzpuzzel der Weltkarte zum Aufhängen. Ich konnte nicht widerstehen. 
(Schatz, ich hab da was gekauft, Du siehst es dann wenn Du nach Hause kommst ;-) es hängt auch schon, Kuss - ;-)) mein Mann ist ja grad weg und ich glaub ich hab es ihm noch gar nicht erzählt. ;-) 

Das Puzzle ist toll bei manchen Teilen musste ich sogar als Reiseverkehrskauffrau wieder mal meine geographischen Zellen anstrengen. Ich glaube, sie wird uns sicher noch viele Male auch in der kommenden Schulzeit behilflich sein. 

Wie entdecken Eure Kinder die Welt? Vielleicht habt Ihr ja noch den einen oder anderen (Buch)Tip oder ähnliches für mich. 
Und liebt Ihr Postcrossing auch so wie wir jetzt?

Ich freue mich auf Eure Kommentare. 

À bientôt und bis bald 

Eure Tanja



Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *

One lovely Blog Award

Welch eine Ehre, da wurde ich doch gleich von zwei lieben Bloggerinnen für den
One lovely Blog Award nominiert:



Ganz herzlichen Dank an Katharina von Mama´s Mäuse und an die Perlenmama !


Worum geht es?

• Verlinke die Person, die dich
nominiert hat
• blogge die Regeln und zeige den
Award
• veröffentliche 7 Fakten über dich
• nominiere 15 Blogger und teile Ihnen
deine Nominierung mit



So und jetzt? Ich finde das ja immer soooo schwierig wenn man einfach was über sich selber erzählen soll... Und dann noch 15 (!!!!) andere Blogger suchen, na da weiss ich ja wie mein Abend heute aussieht ;-)) Trotzdem daaaanke!!!

Und das fällt mir dann jetzt so "ganz spontan" ein:

- Frankreich war das allerletzte Land in dem ich leben wollte und ich hasste den Französischunterricht. Wenn ich jetzt immer auf Heimaturlaub in Deutschland bin, habe ich leichte Angstzustände, dass ich meinen damaligen Französischlehrer treffe und er mich eventuell fragt wo es mich hinverschlagen hat... Am letzten Schultag übergab ich ihm nämlich "feierlich" meine Bücher mit den Worten: "Hier haben Sie Ihren Kram zurück, den Sch.... brauche ich im Leben nicht mehr..." Tsja..... diese Lektion sollte ich noch lernen...

- mein Mann ist in vielen, (nicht in allen Dingen) die bessere "Hausfrau": Knöpfe näht er an, Hemden bügeln macht ihm gar nix aus (ich hasse bügeln!!!!) und wenn in einem Tortenrezept irgendwas von Gelatine steht, dann bin ich weg

- ich liebe Fußball, bin Fussballfan vom FC Bayern (hoffe das kostet mich jetzt keine Blog-Fans hüstel) und war vor vielen vielen Jahren (ihr wisst schon was ich meine) unsterblich in Mehmet Scholl verknallt. Habe auch mal selbst Fussball im Verein gespielt, zwar eher schlecht als recht aber egal. 
Und ich ärgere gerne meinen Mann damit, dass ich die AllianzArena auch von innen kenne und er nicht :-))

- meine Söhne sind mir ähnlicher als mir manchmal lieb ist

- ich hasse den Winter, weil ich hasse kalt- ok seit ich Kinder habe hat sich das ein bisschen geändert, ich hasse zwar immer noch kalt und frieren aber Schnee und Schlittenfahren ist doch ganz schön...

- eine Badewanne gehört für mich in mein Zuhause 

- wenn ich daran denke, was ich so für Blödsinn in meiner Jugend gemacht habe, hoffe ich, dass meine Jungs noch ewig klein bleiben :-))


Und nominieren möchte ich gerne








Mama Schulze

Alltagsfieber 

Münstermama

Mamagogik

Kind und Koffer

Glücksflügel

Mein Leben als Familienmanagerin

Allerlei Themen Blog 
 
Limeslounge 


Ok, ich glaube wenn man weniger nominiert wäre das auch ok. Vielleicht wollt Ihr einfach nur mitmachen, würde mich freuen.

Lieben Gruss und bis bald

Eure Tanja
 








Samstag, 4. Oktober 2014

Ein sommerliches Oktoberwochenende - Unser Wochenende in Bildern: 03.10.-05.10.2014

Da ich auch an diesem Wochenende so viele Bilder geknippst habe, werde ich gerne wieder bei Susanne´s Aktion Initiative Wochenende in Bildern mitmachen. Alle Info´s und viele weitere Bilder findet ihr auf ihrem sehr empfehlenswerten Blog Geborgen Wachsen.


Freitag und Samstag hatten wir nochmal sommerliche Badetemperaturen die wir unbedingt ausnutzen wollten. 
So war der Freitag nachmittag ganz klar für den See verplant.
Oh ich werde diese Ruhe und Zufriedenheit der Kinder an diesem Ort vermissen!!!



Am Samstag dann erst mal lecker Frühstück zu dritt, Papa ist ja noch bis nächste Woche weg. 

Das Frühstück ist am Wochenende ganz wichtig für mich, gemütlich ein bisschen länger sitzen bleiben, ganz gemütlich in den Tag hinein.


Im Hintergrund übrigens unsere "Sommerliche Herbstdeko" mit gesammelten Schätzen vom Löwenjungen: Muscheln, Kastanien, Federn und bunte Blätter :-)
Mehr Herbst-Deko ließen die warmen Temperaturen gefühlsmäßig einfach noch nicht zu. 


Zum Mittag gab es Vanille-Milchreis. Schnelles Lieblingsessen für den Samstag und das Winterkind half fleißig mit. Der Große verzichtet da gerne drauf und hört lieber CD und werkelt in seinem Zimmer. 



Nach dem Mittagsschlaf ging es zum Kindergeburtstag im Kids Park, ein wirklich schön angelegter Kinderpark. (Fast wie ein Indoor-Spielplatz nur eben Outdoor)
Die sympathische Mama vom Geburtstagskind behielt mich gleich mit da und so hatten wir einen wunderschönen Nachmittag mit glücklichen und abends kaputt gespielten  Kindern. 
(Ja und ich durfte wieder ganz viel französisch reden üben. Hat echt Spaß gemacht)







Ja und heute passierte ein kleines Sonntagsmärchen. Die Jungs sind um 07:30 Uhr aufgewacht. Zu früh für mich am Sonntag :-)
Der Löwenjunge zum Winterkind: "Magst Du ausnahmsweise mal mit rüber in mein Zimmer? Dann kann Mama noch schlafen." Und na klar wollte er das. Aber dass ich dann tatsächlich nochmal 45 Minuten (ohne Streit!!!!!!) vor mich hindösen konnte- ein Traum und seeeehr selten!

Dann gab es Sonntagsfrühstück mit Ei. 



Ein bisschen Spielen. Spülmaschine ausräumen und dann Mittagessen.
Heute schnell und deutsch.
Deutsche Wochen wegen Oktoberfest im Supermarkt:
Nürnberger und Spätzle. Nur die Gurken waren aus Frankreich. 

(Sogar der Johannesbeer-Saft war aus Deutschland :-))

Nach dem Mittagsschlaf haben wir uns in Richtung Pessac bei Bordeaux aufgemacht. Da gab es heute ein Herbstfest in einem riesigen Wald/Park und ich hatte eine Art Blind Date mit ein paar sehr netten deutschen Frauen (mit ihren Männern und Kindern). Die Welt ist ja manchmal doch sehr klein. Es war schön, neue Menschen kennenzulernen, die dann auch noch in meiner Muttersprache sprechen- das tat schon mal wieder gut und die Kinder haben sich auch gleich prima verstanden und so war der Sonntag ganz schnell rum.

Das Fest war richtig nett gemacht. Was ich klasse fand, dass man nirgendwo für Zusatzsachen zahlen musste. Großer Parkplatz mit Parkeinweisern: kostenlos
Großer Platz mit Spielen für die Kinder: kostenlos
An Seilen die Bäume hoch klettern: kostenlos. 
Kenne ich so von Deutschland gar nicht. Fand ich sehr entspannt!
Und die Gegend war einfach auch total beeindruckend:





Das war unser Papaloses Wochenende.

Die Sonne wird uns wohl ein bisschen verlassen, mal sehen ob wir dann endlich mal mit der Herbstdeko starten können. 


Wie war Euer (langes?) Wochenende?

Kommt gut in die neue Woche und passt auf Euch auf. 

À bientôt und bis Bald

Eure Tanja