Dienstag, 30. September 2014

Das dicke Kind - oder ICH BIN GUT SO! ein Gastbeitrag von ZwillingsmamaTanja zur aktuellen Blogparade

Auf Twitter kann man ja wirklich auch nette und interessante Unterhaltungen führen, sofern man die passenden Menschen in seiner Timeline hat. 
Vorgestern abend las ich dann "Meine Mama sagt ich bin zu dick"  
und wir diskutierten über zu dick und so schön dünn (genau so gefährlich) und darüber was solche Aussagen bei den Kids hinterlassen muss.   
Meine Schwiegermama hatte letzte Woche aus Deutschland eine DVD von Biene Maja mitgebacht. Ich kuschelte mich zum Löwenjungen und bin ganz erschrocken. Nein, nicht wegen Helene Fischer aber weil das nicht mehr diese Biene die ich meine war, nicht die von vor über 30 Jahren die ich so  liebte. Sie sieht süß aus, keine Frage, aber hat auch ganz schön abgespeckt, oder???

Eine ganz persönliche Geschichte hat auch Tanja, Zwillingsmama mit richtig Power. Leider hat sie keinen eigenen Blog aber ich lass sie sehr gerne hier erzählen, weil sie so recht hat und weil ihr Murmelmädchen in meinen Augen alles andere als dick ist.

Liebe Tanja, herzlichen Dank dass Du hier bist, wenn Du mal wieder was zu sagen hast, in Frankreich bist Du stets willkommen! 


 

Das dicke Kind - oder ICH BIN GUT SO

 

Die liebe @tafjora war so lieb, meinem Beitrag französisches Asyl anzubieten. Herzlichen Dank dafür - ich freue mich sehr ;-)

 “Wer ein Mädchen fürs Dünnsein lobt, sollte gut überlegen, ob die junge Dame nicht schon nah an Magersucht ist.
Erkenntnis aus Familienstory“

Dieser Tweet von Bea Beste @TOLLABOX löste vergangene Tage in meiner TL einen regen Austausch über angeblich zu dicke oder zu dünne Kinder, Bandwürmer, die “neue“ Biene Maja, Umfeld und Eltern mit abstrusen Vorstellungen aus...

An dieser “Unterhaltung“ beteiligten sich so viele Leute, es kamen immer mehr merkwürdige Begebenheiten und Äußerungen (aus dem Umfeld meiner TL) zu Tage, dass die Idee einer Blog-Parade schnell geboren und logische Konsequenz war. Es gibt scheinbar sehr viele Menschen, die zu diesem Thema eine Geschichte bzw ihre Geschichte zu erzählen haben.

Ein Satz der tollen Power-Mami @marakolumna ist mir an diesem Abend ganz besonders in Erinnerung geblieben:

“Man darf nur Dinge vergleichen. Niemals Menschen. Das tut immer weh.“

Die liebe Nessa @FrauWundertoll hat auch prompt am selben Abend den Startschuss zu unserer Parade abgefeuert. Ein wundertoller und zum Nachdenken anregender Beitraghttp://wundertolles.de/meine-mama-sagt-ich-bin-zu-dick/ eine sehr empfehlenswerte Lektüre!

Der Hashtag zur Blogparade lautet #ichbingutso !

Ich habe hierzu eigentlich gleich zwei Geschichten zu erzählen... meine und die meiner Tochter!

Meine Geschichte:

Meine Geschichte fängt mit einem Hausarztbesuch meiner Mama an... ich war damals jünger als die Murmels heute. Unser ehemaliger Hausarzt beleidigte meine Mama für ihr Übergewicht und knallte ihr vor den Kopf, ob ich auch mal so fett werden solle! Meine Mama ist nie wieder zu diesem Arzt gegangen. Verständlicherweise!

Tja, aus mir wurde ein dickes Kind. Wie viel davon Veranlagung (uns gibt es nur in zu dünn und zu dick...), Ernährung oder andere Einflüsse waren, vermag ich nicht zu beurteilen. Für meine Mama war mein Übergewicht definitiv schlimmer als für mich. Ich war seit jeher mit einem starken Ego und einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein gesegnet (oder gestraft). Ja, ich war dick... ich bin trotzdem höher geklettert als jeder Junge, bin trotzdem schneller geschwommen und habe vor meinem 15 Monate älteren Bruder schwimmen, Rad und Rollschuh fahren gelernt! Ich fand mich gut so, wie ich war! Hat jemand in Bezug auf meine Figur “Die fette Elke“ gesungen, so habe ich mit gesungen. Auch später in der Pubertät war mein Gewicht kein Problem für mich... ich habe den Jungen bekommen, den ich wollte ;-) und wir waren 9 Jahre ein Paar.

Für meine Mama hingegen war es sehr schlimm. Sie hat selber eine Diät nach der nächsten gemacht. Oft mit dem bekannten Jo-Jo-Effekt. Sie war ständig darum bemüht, mir ihre Diäten aufschwatzen zu wollen. Sie war der felsenfesten Überzeugung, wenn sie mit ihrem Gewicht unglücklich ist, muss ich es auch sein. Es ging so weit, dass sie mir einreden wollte, dass ich mir mit meinem Gewicht mein Leben “versaue“.

Ich bin 39 und habe mein Lebtag keine Diät gemacht... und darauf bin ich auch noch stolz!

Ich habe zwischenzeitlich abgenommen, viel zu viel sogar. Die Zwillingsschwangerschaft, Stillen der Zwillinge, Trennung, Full Time Job, Umzug... das war zu viel in zu kurzer Zeit. Von Kleidergröße 48 vor der Schwangerschaft bin ich runter auf Kleidergröße 36 im Sommer des letzten Jahres. Fragt mich nicht nach dem Gewicht. Ich besitze aus Überzeugung keine Waage! Ich war unglücklich. Das war ich nicht! Jeder der mich eine Weile nicht gesehen hat, war entsetzt! Ich habe mich wie ein Schatten meiner Selbst gefühlt. Heute bin ich bei Größe 40 - manchmal 42 - und ich fühle mich wieder wohl.

Nicht jeder Mensch ist zum dünn oder dürr sein gemacht!


Die Geschichte meines Murmelmädchens:





Oh man, war ich stolz und glücklich ... ich durfte mit meinen Murmels bis in die 39 Schwangerschaftswoche gehen. Spontan entbinden leider nicht (dies ist eine andere Geschichte). Aber (nach Startschwierigkeiten des Murmeljungen) ich hatte zwei gesunde und wie es in ärztedeutsch heißt, “reif geborene“ Kinder. Auch die Maße fand ich für Zwillinge phantastisch - das Murmelmädchen hatte 2.930 g bei 48 cm und der Murmeljunge 2.940 g auf 49 cm.

Das Mädchen war in punkto Stillen ein Naturtalent. Sie nahm schon im Krankenhaus super zu. Der Junge leider nur minimal (er hat eigentlich erst nach dem Stillen richtig zugelegt).

Schon seit längerem wollen mir einige Personen aus unserem direkten Umfeld erzählen, sie sei zu dick bzw sprechen von ihr als “das dicke Kind“! 

Die Kleidungsindustrie scheint ihnen auch noch recht zu geben. Ich muss ihre Kleidung immer größer kaufen, als die des Jungen (obwohl er 2 cm größer ist). Lege ich die Kleidung der Murmels (in gleicher Größe) übereinander, sind die Jungensachen mehrere Zentimeter breiter. Die Mädchensachen sind teilweise auf Figur geschnitten... wir sprechen von 2jährigen Mädchen!

Die Jungenhosen sind bequem und weit geschnitten - super zum Spielen und Toben. Mädchenhaften sind knartschenge Röhren... Dürfen Mädchen heute nicht mehr Toben? Werden Mädchen heute schon als Kleinkinder auf mager gedrillt?

Ja! Meine Tochter ist nicht mager! Vielleicht hat sie etwas mehr als die Norm... wer stellt die Normen auf? Sie ist NICHT DICK... ich finde sie NORMAL! Zum Glück hat mich meine TL in diesem Empfinden bestätigt! Ich danke Euch dafür!

Ich bin damit groß geworden, dass man permanent an mir, meiner Figur, an meinem Essverhalten rumkritisiert hat... ich will nicht, dass meine Tochter so aufwächst!

Wir essen viel Obst und Gemüse, aber wir essen auch Kekse und Süßigkeiten! Sie sind Kinder.

Der Murmeljunge ist übrigens aus der Bandwurmfraktion... er isst oft viel mehr als seine Zwillingsschwester und wiegt ca. 1 kg weniger als sie. Er ist aber auch permanent in Bewegung. Er stellt sich morgens an und abends wieder aus.

Liebe Grüße
Tanja

Montag, 29. September 2014

Töpfchen-Training ja oder nein? Sauberkeitserziehung - so machen wir das.

Zu aller erst muss ich hier natürlich wieder dazu schreiben, dass das unsere ganz eigenen Erfahrungen und Beobachtungen sind. Seht es einfach als einen Weg von vielen. Jedes Kind und jede Familie ist anders. 
Und so ist das bei uns eben:

Mammmaaa - Kagggaaa
Mein Winterkind ist mit seinen fast 22 Monaten kein Kind vieler Worte. Er babbelt, manchmal könnte es deutsch sein, manchmal französisch. 
Aber seit etwa 4 Wochen ertönt es nun regelmäßig (meistens beim Abendessen) 
"Mammmmmaaaaa - Kagggaaa"
Dann schnappt er sich ein Bilderbuch und marschiert in Richtung Toilette. 
Da sitzt er dann auf der Sitzverkleinerung des großen Bruders und macht Sitzung. Und da dies zu 99 Prozent auch immer erfolgreich ist, gehe ich stark davon aus, dass er es spürt. Das große Geschäft. 
Stinkewindeln gibt es bei uns fast gar nicht mehr, sogar als er diesen Magen-Darm-Infekt hatte, verbrachten wir mehr Zeit auf dem Klo als sonst wo. 



Ich bin noch gar nicht so weit!
Natürlich finde ich das genial. Aber irgendwie war ich mal wieder nicht so weit, denn ich habe zwar das 2. Kind aber immer noch kein Töpfchen. 
Dabei war fast klar, dass er sich sich bei diesem Thema sich bei seinem großen Bruder und Vorbild einiges abguckt. 

Beim Löwenjungen spielte sich das nämlich ganz ähnlich ab. Kurz vor seinem 2. Geburtstag machte er das große Geschäft nicht mehr in die Windel sondern wollte aufs Klo, so wie Mama und Papa. Wir machten nie ein Geheimnis daraus, die Türen konnten immer überall geöffnet werden und wenn er uns fragte, was wir machen, dann erklärten wir ihm das. Es war klar, auf ein Töpfchen würde er wohl eh nicht gehen. Wir haben eine Sitzverkleinerung gekauft und von da an war das Thema Töpfchen Geschichte. 
Irgendwann sagte er dann auch wenn er Pipi musste. Nicht immer, aber immer öfter. Eines Tages, etwa einen Monat vor seinem 3. Geburtstag teilte er uns mit, er bräuchte nun wirklich keine Windel mehr. 
Es dauerte dann ziemlich genau noch ein weiteres Jahr, als er dann mit 4 uns sagte, dass er nachts auch keine Windel mehr braucht. 
Dass das so perfekt läuft, hätte ich nie im Leben gedacht. Aber ich denke ganz einfach, dass das auch damit zu tun hat, wie entspannt wir dabei waren (und das meine ich auch genau so!) und ihn immer dann unterstützt haben, wenn er uns gezeigt hat, wie weit er ist. 

Ich habe viele andere Geschichten mitbekommen. Manche setzen ihr 1-Jähriges alle 60 Minuten auf den Topf. Kann man so machen, aber ganz ehrlich, wenn man mich alle Stunde aufs Klo setzt... 
Manche können es sich auch nicht verkneifen ihr Kind permanent aufs Klo zu triezten. Ja, so war ich auch mal, aber das brachte rein gar nichts! Dann ist er aus Trotz nicht gegangen. Erinnern ja, gehört dazu, ich weiß nur zu gut, dass manchmal einfach keine Zeit ist um aufs Klo zu gehen. (Und das kenne ich definitiv auch so, manchmal mache ich noch 1000 Dinge obwohl ich ja eigentlich aufs Klo wollte...)
Aber ganz ehrlich. Ich glaube auch einpullern gehört zum trocken werden dazu- wie soll man es denn auch sonst merken??? 

Jedes Kind ist anders!!!! Entspannen wir uns also, sofern alle organischen Dinge mit unseren Kindern stimmen. Vertrauen wir ihnen und geben ihnen die nötige Zeit, auch wenn wir es kaum erwarten können! 
Aber wenn die Zeit eben noch nicht reif ist, wird das halt auch nichts. 
Es kommt nämlich auch auf die Reifeprozesse des Gehirns an. 

Mir war immer lieber, mein Kind lernt seinen Körper kennen, spürt wann er auf Toilette muss und nicht wann ich ihm diktiere zu gehen. 
Und mein Dickkopf geht auch nur wenn er muss. In den ersten beiden Jahren in der Ecole Maternelle hat er das bestens bewiesen. Da gibt es nämlich "Toiletten-Zeiten". Da müssen dann die Kids aufs Klo gehen. Unser Kind ging nicht. "Warum soll ich denn gehen wenn ich nicht muss?"  
So haben wir das den Lehrern erklärt und er musste nicht mehr nach Stundenplan. Und der Erfolg gab uns Recht. 

Mal sehen wie es beim Winterkind weiter geht. Natürlich sind wir noch weit davon entfernt trocken zu werden, aber das muss er ja auch noch nicht- wir freuen uns einfach über jedes Mal das klappt und vertrauen ihm einfach. 
Ganz sicher, wird er es auch schaffen- wenn er soweit ist. 

Seid also nicht enttäuscht wenn es länger dauert. 

Ein tolles Interview hat übrigens MammaMia auf ihrem Blog mit einem Urologen geführt. Ich finde der gibt uns irgendwie Recht, lest doch mal hier:

"Sauberkeitserziehung: Die besten Tipps vom Kinderurologen"

 

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht, Töpfchentraining ja oder nein? Erfolgreich oder noch in der Testphase? Ich freue mich auf Eure Meinungen.

 

Wenn Ihr einen MonteMon verlinken wollt, dann bitte Kommentar hinterlassen.

 

Lieben Gruss und a bientot,

 

Eure Tanja 

 

 


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Sonntag, 28. September 2014

Initiative Wochenende in Bildern: Unser Wochenende in Bildern 26.09.-28.09.2014

"Geborgen Wachsen" heißt der wunderschöne Blog von Susanne, den ich schon sehr lange begeistert lese.
Susanne hat nun die "Initiative Wochenende in Bilder" gestartet, bei der ich dieses Wochenende sehr gerne mitmachen möchte. 
"Zeigt her Euren Alltag" ist die Devise- um die Vielfalt an Familie zu zeigen. Wie sieht der Wochenend-Alltag in anderen Familien aus? 




Wir haben noch Besuch aus Deutschland also sieht unser Wochenende dieses Mal vielleicht ein bisschen anders aus als sonst. :-)

Freitag habe ich mal ein bisschen die Zeit genutzt, dass das Winterkind bespasst wurde und habe Kistenweise zurückgelegte Kinderklamotten vom Löwenjungen in 86/92 sortiert und gewaschen, wandert dann morgen in den Kleiderschrank vom Winterkind. Schon komisch wenn man beim letzten Kind die Klamotten dann nicht mehr aufbewahrt... Hach die Zeit rennt so, oder?


Wäscheberge ohne Ende...

Nach dem Mittagsschlaf sind wir in den Park von Arcachon gefahren, Kastanien suchen und sammeln 



Pusteblumen...



Und Spielplatz


Nach dem Abendessen war ziemlich schnell Feierabend nach so viel frischer Luft :-) 
Dusche, Vorlesen, Kuscheln und den Kleinen in den Schlaf stillen (und aufpassen nicht selbst dabei einzuschlafen)

Samstag erst mal ausschlafen und rumblödeln im Bett. Mama darf noch liegen bleiben und wird zugebaut 


Nach dem Frühstück etwas putzen und aufräumen. 


Der Löwenjunge macht mit Oma und Opa einen Strandspaziergang zum
Muscheln suchen 



und ich düse mit dem Winterkind einkaufen und in den Gartencenter. Natürlich besuchen wir die Hasen: "Da- daaaa - da - daaaaa!!!!"



Daheim noch ein bisschen im Garten werkeln 



und während der Kleine dann später  schläft kuscheln der Löwenjunge und ich uns auf die Couch. 
"Biene Maja" war zu meiner Zeit irgendwie ein bisschen pummeliger, oder???


Abends sind wir bei Nachbarn auf dem Geburtstag eingeladen und es sind so viele Kinder da, dass die super alle zusammen spielen können. 
Und das ganz ohne Sprachprobleme obwohl gestern flämisch, englisch, französisch und deutsch gesprochen wurde. Kinder sind doch herrlich unkompliziert!
Ach ja und bayerisch nicht zu vergessen ;-)

Nach einem langen Fest natürlich erst mal ausschlafen am Sonntag. 
Brot backen für's Abendessen. 


Löwenjunge und ich kochen gemeinsam eines seiner Leibgerichte:
"Überbackene Maultaschen", Oma hat zum Glück für Nachschub gesorgt. War zu lecker! Es macht richtig Spaß mit ihm zu kochen und es war natürlich auch mal schön, etwas "nur mit einem" zu machen.


Am Nachmittag sind wir nochmal an den See, denn Oma und Opa fahren morgen wieder nach Hause. Es war bewölkt aber schön warm und fast nix los. 



Zum Abend gab es dann das leckere frische Brot, wir haben noch den Nachbarshund rausgelassen und dann ab unter die Dusche. 


"Und nun alle Augen zugemacht, wir schlafen nun die ganze Nacht" um noch die letzten Worte vom Löwenjungen zu zitieren. 

Wie war Euer Wochenende? Habt Ihr es auch genießen können? 

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag-Abend und kommt gut in die neue Woche!

Bis Bald und à bientôt. 

Eure Tanja 

Samstag, 27. September 2014

Nachtrag Kindergeburtstag: Piratenparty zum 5. Löwengeburtstag

Ha, Ihr wolltet ja eigentlich wissen wie der  Geburtstag vom Löwenjungen in Deutschland war. Auch schon wieder fast 1 Monat rum, man kommt ja zu nix mehr, wenn hier Sommerferien sind. Aber jetzt haben mich schon so viele Piraten-Mamis angesprochen/angeschrieben, also bitteschön ;-) 

Mein Löwenjunge wurde letzten Monat also 5 Jahre alt und wie jedes Jahr, wünschte er sich, seinen Geburtstag in Deutschland zu feiern: bei meiner großen Schwester im Garten. 

Für jemanden wie mich, sind Planung und Organsiation von solchen Feierlichkeiten grundsätzlich erst mal eine riesen Herausforderung. Ich fühle mich bei sowas schnell überfordert, weil ich alles so schön wie möglich machen will und mich dann dabei leider nicht selten verzettele. 
Und wenn man bedenkt, dass ich ja dann nie "daheim" bin, sondern immer irgendwo auf Besuch in Deutschland, ich also nochmal ganz anders planen muss als bei mir zu Hause, dann kann man das ja vielleicht auch ein bisschen verstehen. 

Ich habe mir also schon Anfang Juli Gedanken gemacht, was ich aus Frankreich mit nach Deutschland nehmen muss. Das fällt dann auch schon in die Kategorie "Koffer packen" - Ihr ahnt es, das ist auch so ein Ding, was mich eigentlich schon überfordert, wenn ich meinen großen roten Koffer die Treppe hoch schleppe... So richtig fertig damit werde ich auch meistens erst in der Nacht vor unserer Abreise, aber das macht nicht so viel, weil ich davor eh kaum ein Auge zu bekomme. Man könnte ja was Wichtiges vergessen haben. 

Mein Löwenjunge steht derzeit total auf Piraten. Am Liebsten hat er Jake und die Nimmerlandpiraten. Klar, dass er also dieses Jahr eine Piratenparty wollte. Mit der Feuerwehrauto-Backform vom letzten Jahr würde ich also nicht weit kommen. 

Passendes Dekomaterial haben wir schon in Frankreich im Supermarkt gekauft: Teller, Becher, Girlanden, Luftballons mit 5, Papiertischdecke und Geschenketüten. Zum Glück mit freundlich und lustig guckenden Piraten, denn es gibt ja auch diese gruseligen Gestalten und die wollte ich nun nicht auf unserer Party sehen. 

Geburtstagskuchen
Ich bin keine leidenschaftliche Bäckerin. Kuchen gelingen und schmecken und wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann sehen sie auch ganz gut und lustig aus. Für Torten ist mein Mann zuständig, der hat auch das ruhigere Händchen und sobald im Rezept irgendwas mit Gelatine drin steht hört man mich aus der Küche "Schaaaaatz" rufen. 
Auch dieses Jahr mussten wir niemandem was mit unserem Kuchen beweisen, aber ich wollte einfach mein Geburtstagskind überraschen. Nur für ihn sollte es was Besonderes sein. 
Was genau zu einem Piraten passt hatte ich natürlich keinen Plan- 
bis ich auf Sabrina's Blog Alltagsfieber das hier fand. Es war perfekt, ich sofort verliebt, die passende Idee endlich gefunden!
(An dieser Stelle nochmal 1000 Dank liebe Sabrina!)

Et voilà und das war unser Piratenkuchen



Von mir stammt der Schokoladen-Nuss-Kuchen den der Liebste dann zugeschnitten hat, der Fanta-Mandarinen-Schmandkuchen (mit Gelatine und mit blauer Lebensmittelfarbe eingefärbt) von meinem Mann. 
Ihr könnt da Euren Lieblings-Rührkuchen und Blechkuchen mit einer Creme wegen der blauen Farbe nehmen.

Die Palme waren 2 Kinder-Schokoladen-Riegel und ausgeschnittene Blätter, der Strand aus Orange-Zuckerperlen und natürlich die Salz-Fischli's dürfen als Deko nicht fehlen. 

Als der Löwenjunge dann den Kuchen auf seinem Frühstückstisch stehen sah, da strahlten die Augen und die Nachtschicht war jede Minute wert!

Den Geschenketisch für den Löwenjungen habe ich eigentlich noch nie Zuhause geschmückt. Auch dieses Jahr waren wir ja wieder viele Kilometer von daheim entfernt. Zum Glück habe ich aber nichts vergessen und alles gut versteckt mitgenommen.




Ich habe eine tolle Piratentasse gefunden, sie ist natürlich jetzt (fast) jeden Morgen im Einsatz.

Das große Geschenk im diesem Jahr war ein neues Fahrrad. Denn vor 2 Jahren hatte er zum Lernen ein kleines Pukky bekommen, aber dafür war er jetzt einfach zu groß. 

eine tolle Tafel:



und Opa hat noch einen grossen Wunsch erfüllt und ihm ein richtiges Boot selbst gebaut:



Nachmittags feierten wir mit Familie und Freunden bei meiner Schwester im Garten. Das Schöne ist, dass meine Freundinnen in der Heimat auch Kinder im Alter vom Löwenjungen haben und so konnten wir ein wunderschönes Fest mit Freunden, Familie und Kindern feiern konnten.

Ich hatte mir für die Kinder eine Schnitzeljagd ausgedacht. Und das war dann auch wirklich ein absolutes Highlight, alle Kids waren total begeistert.
Zuerst mussten die Kinder Enten angeln, um an die Flaschenpost mit der Schatzkarte zu kommen.




Dann sind wir ein bisschen um die Häuser gezogen. Ich hatte überall Hinweiszettel und kleine Aufgaben versteckt: auf einem Bein von a nach b hüpfen, Eierlauf, Wettrennen, irgendwelche Gegenstände suchen und sammeln. Es war so toll, die Kinder hatten einfach nur Spass.
Und am Ende kamen sie dann an das Versteck wo ich die selbstgebastelte Schatzkiste versteckt hatte.
Mit Schoko-Goldtalern und kleinen Piraten-Geschenktüten.


Am Abend hatte sich der Löwenjunge gewünscht zu grillen und das Wetter dazu war auch perfekt.
Der 5. Geburtstag war ein wunderschöner Tag, der allen wirklich gefallen hat. Es war entspannt und es gab auch keine Katastrophen oder Streit unter den Kindern.
Es war einfach nur schön.

Und ich möchte den Post hier mit den letzten Worten an diesem Tag vom Löwenjungen schliessen:
"Mama, das war ein wunderschöner Geburtstag, aber die Schatzsuche und Euer Kuchen war das Allerschönste überhaupt!"


Bis Bald und à bientôt

Eure Tanja



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Freitag, 26. September 2014

Friday Fives

Heute kann ich meine Friday Fives der Dankbarkeit etwas schneller als sonst schreiben, weil ich nicht ganz so lange darüber nachdenken muss.  Versucht es mal, es ist mitunter nämlich gar nicht so einfach, sich an 5 Dinge der Woche zu erinnern für die man dankbar ist.

Diese Woche wurde ich auf Facebook für die "Dankbarkeits-Challenge" nominiert:
5 Tage - 3 Dinge - 2 Nominierungen

Da ich mir also die letzten Tage schon immer schön brav meine Gedanken gemacht habe, suche ich mir heute einfach meine Friday Fives daraus aus. 

Danke an Nadine von Buntraum für diese wöchentliche, wunderschöne Idee. Schaut mal bei ihr vorbei, für was andere dankbar sind. 

1.) Diese Woche hätte meine geliebte Mama Geburtstag gehabt. Kein ganz einfacher Tag, weil sie im Februar erst gestorben ist und sie mir ganz schrecklich fehlt. Aber ich bin dankbar, dass ich so eine tolle Mutter und Kindheit haben durfte. 

2.) Ganz viele liebe tröstende Worte und Gedanken erreichten mich an ihrem Geburtstag. Das tat gut und dafür war ich auch wirklich sehr dankbar. 

3.) Das zeigte wieder wie Freunde das Leben bereichern für die man einfach dankbar sein muss. Freunde in nah und fern, Freunde die man persönlich kennt aber auch "Freunde" die man "nur" über soziale Netzwerke (bis jetzt) kennt. Die trotzdem da sind auch wenn man sie nicht sieht, ihr Gesicht nicht kennt, die aber immer ein liebes oder ehrliches Wort für Dich haben. 

4.) Wir haben diese Woche mal wieder Besuch aus Deutschland und haben am Mittwoch einen wunderschönen Ausflug nach St. Emilion unternommen. Bekannt für seine Weinberge die zu den Bordeaux-Weinen gehören. Und hier haben wir auch endlich mal einen Kastanienbaum gefunden! Meine Jungs waren so Happy und das Sammelfieber hat sie sofort gepackt. 



5.) Wir hatten Elternsprechtag in der Ecole Maternelle. Unser Löwenjunge macht seine Sache wirklich gut und ist endlich voll dabei. Spricht wunderbar französisch und arbeitet interessiert und mit Freude mit. Das tut sehr gut!

Für was ward Ihr diese Woche dankbar? Ich bin gespannt!

Kommt gut in das Wochenende, 

À bientôt und bis Bald
Eure
Tanja 

Dienstag, 23. September 2014

Happy Birthday Mamilein

Meine allerliebste Mama!

Heute ist Dein Geburtstag-
der erste an dem Du nicht mehr bei uns bist, den wir nicht mit Dir feiern können. 

Vor einem Jahr, und manchmal kann ich es gar nicht glauben, dass das wirklich schon ein Jahr her ist, bin ich mit meinen beiden Jungs die 1200 Kilometer zu Dir nach Hause geflogen. 
Es war das erste Mal überhaupt, dass ich mit den beiden alleine geflogen bin. Und ich bin so froh dass ich es getan habe. Unser letzter gemeinsamer Geburtstag.

Ich hatte vor dem heutigen Tag Angst, seit ich das Kalenderblatt auf September geblättert hatte.
Vor 7 Monaten hast Du Deine letzte Reise angetreten. Und das einzig Schöne daran ist, dass es Dir jetzt sicher besser geht. 
Aber diese Erkenntnis kann erst einmal einfach nicht trösten. 
Zumindest nicht so bald und mich irgendwie jetzt gerade nicht. 
Nicht jetzt und nicht heute und schon gar nicht an Tagen, an denen ich einfach zu Dir will, Deine Stimme hören, die warme, weiche Hand auf meinem Kopf spüren und Deinen Duft einatmen, wenn Du mir einen Gute-Nacht-Kuss und ein Kreuzzeichen auf die Stirn gibst. 

Der Tod einer Mutter ist der erste Kummer,

den man ohne sie beweint.

(Jean Antoine Petit-Senn)



Zumindest für mich stimmt das total. Der erste Kummer, die dicksten Tränen ohne Deinen Trost. 
Denn Tränen musstest Du so manche von mir trocknen.

Und doch spüre ich Deinen Trost, denn Du konntest Deine Kinder nie leiden sehen. Jeden Schmerz von uns hättest Du am Liebsten selbst auf Dich genommen.
Bedingungslose Liebe.
Wir waren vielleicht nicht immer einer Meinung, aber geliebt hast Du mich wie ich war. Verstanden haben wir uns ohne Worte. Wir mussten uns oft nur (an)sehen und wussten gleich wenn was nicht stimmte. Wir konnten einfach nichts voreinander verheimlichen. Auch wenn wir oft Kilometer weit getrennt waren. 
Das unsichtbare Mutterband, es verband und verbindet uns noch immer. 
Viele Dinge kann ich heute erst verstehen weil ich selbst Mama bin.
Manchmal erkenne ich mich in Dir wieder. Und das tut gut.

Der Löwenjunge fragt oft nach Dir. Wenn er spürt dass ich traurig werde, dann sagt er ganz schnell:
"Sei nicht traurig, in unserem Herzen lebt sie doch weiter."
Gestern haben wir das Buch gelesen, dass ihn so an Dich erinnert weil es neben Deinem Bett lag. "Weißt Du eigentlich wie lieb ich Dich hab" und bei dem Wort "Hüpferung" mussten wir lachen, weil Du es so lustig fandest. Also ich weinte aber er lachte. "Jetzt lache ich eben für Oma".
Er wollte wissen ob Du jetzt ein Engel bist. Für mich schon und für ihn auch. ;-) und dann fragte er "freust Du Dich wenn Du tot bist, weil Du sie dann wieder siehst?" Gedanken eines 5-jährigen. Du hättest Deine Freude daran.

Und jetzt ist er also da, Dein Geburtstag ohne Dich. Noch hat die Zeit diese Wunde nicht geheilt.
Ich habe Dich irgendwie (leider) nie gefragt, wie es sich für Dich mit der Zeit anfühlte, denn Deine Mama ist ja nun auch schon länger tot und Deinen Papa habe ich nie kennen gelernt. 

Doch eines weiß ich ganz gewiss, in meinem Herzen wirst Du weiterleben auch wenn vielleicht manche Erinnerung verblassen wird. 
Ich hab Dich lieb und hoffe Du vergisst das nicht. 
Ich hab Dich lieb. 
Bis zum Mond und wieder zurück!





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Sonntag, 21. September 2014

Entdeckungen - MonteMon{6}

"Das Interesse des Kindes hängt allein von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen"


Wer kennt sie nicht, die kleinen Wege zum Bäcker um die Ecke. Mal schnell Brot holen ist mit Kleinkindern ein kleines bis großes Abenteuer, je nachdem wieviel interessantes es bis dahin zu entdecken gibt. Da können aus 5 Minuten locker 50 werden. 
Leider muss ich zugeben, dass mir diese Ruhe dabei beim ersten Kind einfacher fiel. Und ich dazu einfach auch noch mehr Zeit hatte. 
Es entschleunigte unheimlich sich darauf einzulassen. Und neben Brot brachten wir dann noch zahlreiche Schätze mit, leere Schneckenhäuser, Steine und Stöcke und was wir sonst noch so fanden. 
Beim zweiten Kind ist das nicht immer ganz so leicht und leider auch nicht immer möglich, wenn die Abholzeit vom Löwenjungen aus der Ecole einem im Nacken sitzt oder selbiger schon vorne an der nächsten Kurve ungeduldig meckert wo wir denn bleiben... 

Wann immer es möglich ist, lasse ich aber die beiden so gerne selbst die Welt entdecken. Ohne immer einzugreifen dürfen sie probieren und entdecken. 

Da wir ja letzte Woche alle mit Magen-Darm krank waren, haben wir eher entdeckt wieviel Waschmittel man braucht um den kompletten Schrank mit Bettwäsche zu waschen. 
Das werde ich Euch aber ersparen und zeige Euch ein paar farbliche Entdeckungen vom letzten Monat. 

Ich fand noch Lebensmittelfarbe deren Haltbarkeit schon ziemlich lange abgelaufen war. 
Auf ein Tablett stellte ich meine große Glasschüssel damit man die Mischungen besser sehen konnte. Dann noch jede Menge Wasser, Behälter in unterschiedlicher Form und Größe und Löffel. 

Nun wurde entdeckt. 
Farbe gequetscht, gemischt, geschüttet, verrührt. Neue Farben entstanden. Es war unheimlich schön, mit welcher Phantasie und mit welchem Interesse sie dabei waren. Sie haben einfach durchprobiert. 












Falls Ihr gerne eine (Montessori)-Moment teilen wollt, hinterlasst doch gerne einen Kommentar, dann setze ich heute Abend einen Link, das geht leider nicht mit meiner Handy-App.

À bientôt und bis Bald
Eure 
Tanja 



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Samstag, 20. September 2014

Die Ecole Maternelle in Frankreich, Schule oder Kindergarten? Das sind unsere Erfahrungen (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich Euch berichtet, welche Vorurteile ich vor dem Umzug ins Ausland gegenüber dem "französischen Kindergarten" der Ecole Maternelle hatte und wie dann so unser erster Eindruck war. Heute könnt Ihr lesen wie es weiter ging.



Aller Anfang ist schwer
Der Anfang für den Löwenjungen in der Ecole Maternelle war schwer. Sehr schwer. Ich weiß nicht ob es wirklich anders gewesen wäre, wenn er in Deutschland in den Kindergarten gekommen wäre, ob es "nur" daran lag, dass er die anderen nicht verstand und er sich nicht verständigen konnte oder ob es die Trennung und der Umzug ins Ausland oder eben alles zusammen war. 

Denn die Maitresse (so sprechen sie ihre Lehrerin an) und ihre "Betreuungskraft" waren wirklich sehr, sehr herzlich und hilfsbereit. 
In seiner Gruppe waren es an die 22 Kinder, unterrichtet/beaufsichtigt von der Lehrerin (in Frankreich sind die Lehrkräfte sowohl für die Vor- als auch für die Grundschule ausgebildet, es gibt hier nicht unseren deutschen Beruf Erzieher/-in) und ihrer Hilfskraft (die den pflegerischen und materiellen Teil übernimmt aber keinen pädagogischen Auftrag hat). 

Ich hatte mit dem Löwenjungen gleich nach dem 1. Tag abgemacht, dass ich ihn immer um 11:20 Uhr, vor dem Mittagessen abhole. Und zwar so lange, bis er irgendwann bereit sei, länger zu bleiben. 
Damit war er einverstanden und ich glaube dieses Vertrauen machte es ihm etwas leichter zu bleiben. 
Er war so tapfer! Zwar hatte er beim Abschied etwas feuchte Augen aber er machte nie ein Theater. 
Er war ja auch hin- und hergerissen, denn er wollte ja bleiben um endlich französisch zu lernen und neue Freunde kennenzulernen.  Schon immer war er ein sehr kontaktfreudiges und munteres Kerlchen, spielte früher in Deutschland nie lange alleine auf dem Spielplatz. Hier vermisste er seine Freunde in Deutschland genau wie wir ja auch. 
Trotzdem, ich schaffte es immer grad so bis zum Auto und musste dann echt erst mal heulen. Rückblickend waren wir also beide tapfer. 
Er tat mir so leid und ich quälte mich wirklich damit, was wir ihm so mit dem Umzug ins Ausland antaten. 
Soll ich ihn wieder rausnehmen? Einen anderen Kindergarten suchen? 
Zu dem Zeitpunkt gingen wir davon aus 5 Jahre und somit auch 2 Schuljahre hier zu bleiben und dann bräuchte er die Ecole Maternelle. 


Hilfe bei der Integration?
Mein Sohn konnte kein Wort französisch und die Lehrerinnen kein Wort deutsch. 
Ich hätte mir ein bisschen Hilfe gewünscht, vielleicht durch ein paar CD's oder einfach mehr Informationen was den   Tagesablauf angeht. So hätte ich mein Kind etwas besser vorbereiten können. Leider war ich da total auf mich gestellt. Wir hatten ein paar französische Kinder-Cd's auf Verdacht schon in Deutschland gekauft  und so war der Löwenjunge auch einmal ganz happy und erzählte freudestrahlend dass das Lied das sie neu gelernt hatten auch auf seiner CD war. 

Völlig unvorbereitet traf uns dann leider auch der 1. Sporttag von dem wir nichts wussten. 
Der Löwenjunge war endlich soweit, mich ohne Tränen gehen zu lassen, als ich ein total verheultes Kind um 11:20 Uhr abholte. 
Was war passiert? 
Ab sofort hatten die Kinder einmal pro Woche Sport in der Turnhalle vom Nachbarsort wo sie mit dem Bus hinfahren müssen. Die Maitraisse erzählte mir, dass mein Löwenjunge partout nicht in den Bus steigen wollte und hysterisch geschrien hätte. Er war wirklich fix und fertig. 
Erst mal war ich erstaunt, weil ich dachte Bus fahren ist doch cool. Aber dann machte ich mich klein und stellte mir vor, ich bin ein 3 jähriger Junge, der morgens in den Kindergarten gebracht wird, der da zwar nichts versteht aber jeden Tag von seiner Mama auf der großen bunten Uhr gezeigt bekommt wann sie ihn wieder abholt. Das halte ich so einigermaßen durch, weil  ich genau weiß, meine Mama kommt wieder hier her und holt mich ganz sicher ab. Jeden Tag. 
Dann kommt ein Bus und die Frauen erzählen mir irgendetwas das ich nicht verstehe, ich glaube, dass ich da einsteigen soll. Aber wohin fährt der Bus?  Wann kommt er wieder zurück? Man darf zu Fremden nicht ins Auto steigen, ich kann dann doch nicht in einen Bus einsteigen? Wenn meine Mama kommt, bin ich nicht da. Das will ich nicht!!!!!! Kreisch!!!!!!
Ehrlich, mir tat mein Herz weh bei dieser Vorstellung, da hätte ich wohl auch geschrien!

Wir redeten mit der Maitresse, dass sie uns das bitte vorher sagen müssen, wenn etwas außerplanmäßiges stattfindet.
Es war nicht so, dass sie das nicht verstanden dort, ich glaube sie hatten einfach auch keinerlei Erfahrungen mit ausländischen Kindern die kein Wort verstanden.

Mama, morgen will ich auch mal mittags bleiben 

Nach ein paar Wochen, meinte mein Sohn dass er nun auch mittags in den Kindergarten will, aber nicht da essen. 
Gut, probieren wir! Viel Fahrerei aber ok, ein Versuch ist es wert. 
Mittagsschlaf machte er zu der Zeit sowieso eher unregelmäßig. 
Ich bring ihn nachmittags also hin und 3 Stunden später hole ich ein wütendes Kind wieder ab. 
"Als ich kam Mama, haben sie uns allen einfach die Hosen ausgezogen und hingelegt! Ich gehe da nie wieder hin, Mama!" Oh, hätte mich auch sehr gewundert wenn er da geschlafen hätte... 
Und er hat bis heute nicht einmal mehr dort geschlafen...

Manche Menschen schickt dann einfach der Himmel 
Eines Tages hole ich den Löwenjungen wieder vom Kindergarten ab. 
"Mama, heute kam ein neues Kind, der ist aber bei den Großen in der Klasse. Sie haben uns aber heute zusammen spielen lassen. Und der kann sogar deutsch und mag auch Feuerwehrmann Sam und Bob der Baumeister!!!"
Die Augen meines Sohnes strahlten und mir hüpfte das Herz! 


Fortsetzung folgt..... 


Der Löwenjunge geht nun in das dritte Jahr in die Maternelle, also muss das Ganze hier ja auch mindestens 3 Teile haben, oder?! ;-)

À bientôt und bis Bald, 

Eure Tanja







Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *

Freitag, 19. September 2014

Friday Fives: Achtung heute sehr ansteckend!

Meine Friday Fives sind heute sehr ansteckend und bazillenverseucht. Die treuen Leser haben es ja mitbekommen, das Winterkind hat letztes Wochenende Magen-Darm bekommen. Montag Nacht hatte es dann den Löwenjungen erwischt, Dienstag früh als ich runter kam lag mein Mann auf der Couch, der hatte es nachts erst gar nicht mehr hoch ins Bett geschafft.
Und schon bin ich bei meiner 
Nummer 1 der Friday Fives von dieser höchst ansteckenden Woche. 

(Nach einer Idee von Nadine/Buntraum)

1.) ich bin dankbar, dass wir und im Besonderen meine Jungs, so selten krank sind. Wenn man die Kleinen so leiden sieht, da muss ich oft an die vielen Kinder und ihre Eltern denken, die täglich ums Überleben kämpfen, wochenlang in Krankenhäusern verbringen müssen und was weiß ich nicht noch alles so aushalten müssen. An dieser Stelle mal ganz viel Kraft und Sonne an die Betroffenen da draußen. Für mich das Schlimmste am Muttersein, die Kinder krank und leidend sehen. Und bei uns war es "nur" Magen-Darm!

2.) dankbar, dass mich mein Fieber (und ich hatte zum Glück echt "nur" Fieber) erst Dienstag Abend erwischte. Da ging es dem Papa schon wieder etwas besser und wir haben dann grad die Plätze getauscht am Mittwoch, er Kinderpopo's putzen und Bertwäsche waschen und ich nahm die Couch...

3.) ist relativ kurz: dankbar für meine Waschmaschine und den Wäschetrockner. (Ihr glaubt gar nicht wie mein Schrank frisch duftet, weil der fast komplette Bestand an Bettlaken und Bettwäsche wieder frisch gewaschen drin liegt)  

4.) bin ich echt gerührt und dankbar von den vielen Genesungswünschen und Nachfragen aus der virtuellen Welt von Twitter, Facebook und Co. Wahnsinn, das berührt mich ehrlich. Danke!

5.) ist das Happy Ende: uns geht es allen wieder relativ gut. Bis auf das Essen, das klappt noch nicht so wirklich. Schadet mir ja jetzt zwar weniger, aber meine Jungs sind nun jetzt nicht grad die Schwergewichte und da merkst Du jedes Gramm. Aber wir haben ja hier immer noch Sommer, Oma und Opa sind seit gestern da, es wäre doch gelacht, wenn wir die Jungs da nicht wieder hochpäppeln könnten. 

In diesem Sinne: ein schönes Wochenende und passt gut auf Euch auf!
(Gute Besserung natürlich auch!)

À bientôt und bis Bald 

Eure Tanja 




Sonntag, 14. September 2014

Mal wieder bunt: Unser Sonntag in Bildern

Die Sommerferien sind rum und Carherine hat bei strahlendem Spätsommerwetter wieder zum Malatelier eingeladen.

Es ist einfach herrlich, wenn die Kinder (und wir) malen und klecksen dürfen wie sie wollen. (Ohne darauf achten zu müssen dass nichts dreckig wird was nicht dreckig werden darf) 

Und so verbrachten wir den Vormittag schön bunt. 







Und auch die Tannenzapfen mussten dran glauben:



Nachmittags haben wir noch eine kleine Radtour am Strand entlang gemacht, der Löwenjunge radelt jetzt schon richtig weite Strecken. Aber auch meine anderen 2 Männer waren natürlich mit dabei. 




Leider hat sich direkt am Strand beim Muscheln suchen der Magen-Darm-Infekt vom Winterkind angekündigt. :-(  war dann leider ein ziemlich blödes Ende vom schönen Sonntag, aus dem gemeinsamen Feierabend auf der Couch mit dem Liebsten wurde dann nix. 

Hoffe Ihr hattet auch ein schönes Wochenende?

À bientôt und bis Bald!

Eure Tanja

Freitag, 12. September 2014

(Zwei mal)12 von 12 heute mal zusammen und mit den Augen des Löwenjungen

Mein Löwenjunge ist heute mal nicht im Kindergarten und da Mama heute wieder "so viele Bilder" macht, fragte er mich, ob er heute nicht auch mal mitmachen darf. 

Ich denke dass das in Ordnung geht und darum gibt es heute:

(2 mal) 12 von 12 

(Noch mehr wie immer bei "Draußen nur Kännchen")

(die vom Löwenjungen erkennt Ihr, na klar, am bunten Rahmen. "Mama, den da, der sieht aus wie meine Bausteine!")

1/12 erst mal Kaffee und Kakao für alle, während der Löwenjunge den kleinen Bruder beim Obst richten fotografiert. 





2/12 Die 2 "Schüssel" Kaffee wie mein Sohn sagt, nutze ich für unser neues Hobby Postcrossing. 2 Karten müssen wir nämlich noch zur Post bringen und wer muss die schreiben? 
Winterkind kann schon Türme bauen, wenigstens merkt es einer und macht ein Foto ;-)





3/12
Ein Blick nach draußen um sich richtig anzuziehen und ich entdecke ein bisschen Herbst im Garten. Nicht so einfach da es hier ja noch sehr sommerlich ist. 
Löwenjunge entdeckt was anderes, die Kehrmaschine. Auch schön. 





4/12 Wir müssen noch zur Post und einkaufen fahren, und ich muss halten damit wir unbedingt den Bagger fotografieren können. Ich mach ein Bild von den "Zwiebelfässern" beim einkaufen. 



5/12 
Noch ein Eis? Bitteeee! 


Gleich nebenan:

Ich liebe diese Stadt! 

6/12 Daheim schnell Mittagessen (Nudeln mit Spinat-Schmelzkäse-Soße) machen-aber Löwenjunge ist heut etwas motzig und verdrückt sich lieber in sein Reich. 




7/12 Heute (nach dem Mittagsschlaf vom Winterkind) gehts nochmal an unseren Lieblingssee, Freitags arbeitet Papa nur bis 16 Uhr und wir treffen uns dann da. 
Auf dem Weg dahin müssen wir durch den Wald und den haben wir beide fotografiert:



8/12 Nochmal schnell dringend Fotostopp für 


Dann endlich da!


9/12 Papa ist schon da und die Laune wird deutlich besser. 




10/12 Spielen bis abends die Möwen kommen



11/12 Abendbrot gleich am See, so lassen wir den Freitag ausklingen. 




12/12 Abends daheim nur noch unter die Dusche und ab ins Bett. Der Löwenjunge war so müde, ich soll das letzte Bild machen. 


Und wir sitzen noch etwas draußen und genießen das Zirpen und wohl eine der letzten lauen Nächte des Jahres. 

Wir hoffen Euch haben unsere Bilder gefallen, über Eure Kommentare freuen sich dieses Mal 

Löwenjunge und Tanja

À bientôt!!!