Mittwoch, 27. August 2014

Mittwochs mag ich: Mediterrane Putenschnitzel MMi{2}

Wir haben ja grad lieben Besuch aus Deutschland und wollen nachher noch einen Ausflug zum Leuchtturm nach Cap Ferret machen.
Also muss ein Rucki-Zucki-Gericht her, das wir heute vormittag schnell vorbereiten und heute Abend nur noch in den Ofen schieben müssen. 
Und unser Besuch hat sich für heute ein Gericht gewünscht, was wohl beim letzten Mal gut geschmeckt hat. 

Kinderleicht zuzubereiten (könnte sogar ein Montessori-Moment sein, denn wie ihr sehen könnt, können schon die Kleinen mithelfen.)



Zutaten:

- Puten oder Hähnchenschnitzel (je nachdem wieviel Ihr so schafft)
- Kräuterfrischkäse
- Serranoschinken
- Raclettekäse
- Gewürze (Salz, Pfeffer, Thymian, Majoran, Oregano)
- 250 ml Kochsahne oder Sahne, 200 ml sind auch ok
- Knoblauch fein gewürfelt

Und so geht's:

Auflaufform mit Olivenöl bepinseln (macht den Jungs schon gleich Spaß)

Knoblauch verteilen

Schnitzel beidseitig würzen und mit dem Frischkäse bestreichen 

Mit dem Serranoschinken einwickeln 

Soße aus Sahne, restlichem Frischkäse und Milch/Wasser und den oben genannten Gewürzen kalt anrühren (wir nehmen für die Auflaufform oben etwa 750 ml insgesamt, ist sehr flüssig aber wir lieben es "matschig") und über das Fleisch gießen 

Mit Raclette-Käse bedecken 

Heute Abend schieben wir das bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen und haben dann 40 Minuten Zeit die Kids zu duschen. 
Dazu gibt es Salat, Reis oder Nudeln oder Baguette. 

Ist jetzt nicht grad das Vitaminreichste Essen, aber das muss im Urlaub ja auch mal sein. ;-) 

Guten Appetit!

À bientôt und bis Bald

Eure Tanja

MMi ist eine tolle Mittwochs'Aktion von Frollein Pfau !!!!!!  

Montag, 25. August 2014

Beobachten - und Staunen.


"Das Kind weiß, was das Beste für es ist. Lasst uns selbstverständlich darüber wachen, dass es keinen Schaden erleidet. Aber statt unsere Wege zu lehren, lasst uns ihm Freiheit geben, sein eigenes kleines Leben nach seiner eigenen Weise zu leben. Dann werden wir, wenn wir gut beobachten, vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen?"
(Maria Montessori)


Es gibt viele solcher "Schlüsselsätze", die mich an Maria Montessori so reizen und faszinieren. 

Ich habe ihre Pädagogik weder studiert noch alle ihre veröffentlichten Schriften gelesen. Aber ich habe mich mit ihren Thesen und Ideen beschäftigt, als ich gemerkt habe, dass vieles einfach ganz logisch und normal ist und zu uns passt.

Dazu gehört für mich auch das hinsehen/zusehen, das Beobachten meiner Kinder. 

Das ist in der Hektik der Zeit leider oft gar nicht so einfach, aber wenn man sich die Zeit nimmt dann kann man wirklich spannende Dinge an seinen Kindern entdecken. 

Das Winterkind hat sich in dieser Woche zum Beispiel fast 20 Minuten mit einem Geschirrhandtuch und 4 Bauklötzen beschäftigt. 
Immer und immer wieder hat er die Klötze eingepackt, umgedreht, wieder ausgepackt, das Geschirrtuch versucht wieder zusammenzulegen, versucht unten darunter zu schauen (leider war der Tisch ja dann im Weg).
 Ich war fasziniert von dieser Ruhe und Neugierde die in seinen Handlungen lag. Dies geschah ganz einfach aus seiner eigenen Idee. Ich werkelte in der Küche, er nahm sich irgendwann mein Handtuch und zog los. So geht das bei ihm eigentlich den ganzen Tag, man muss ihn gar nicht "bespassen" oder zu irgendwas animieren. Er zieht einfach los. Immer mal wieder natürlich rückversichernd dass Mama noch irgendwo da ist. 

Die Kinder einfach mal machen lassen heißt ja nicht gleich Laissez-Faire, sie ignorieren oder sich nicht kümmern. Nein, sie einfach mal machen lassen bedeutet, sie die Welt entdecken und verstehen lassen. Mit ihren eigenen Augen, Händen, Gefühlen. Eben mit allen Sinnen.

Ich beobachte die Jungs so gerne! Am Liebsten natürlich aus dem Hintergrund, denn wenn sie sich nicht beobachtet fühlen sind sie noch viel intensiver bei der Sache. Ich beobachte und staune dann auch immer wieder, wieviel die Kinder können, wenn man sie lässt. Wieviel Geduld sie auch immer wieder aufbringen um ihr Ziel zu erreichen und welche Ideen sie entwickeln, von sich aus, wenn man nicht in das Geschehen eingreift. 


So ein Frühstück mit 20 Monaten kann unter Umständen sehr viel Konzentration und Geduld erfordern aber auch unheimlich stolz machen. Das Ei muss ganz behutsam "gelöffelt" werden, damit es nicht kaputt geht, denn Eierschalen schmecken nicht.

Nein, "mit dem Essen spielen" sieht für mich anders aus. Es muss "begriffen" werden wie das geht. Mittlerweile klappt es schon sehr gut, mit demBrot schmieren. 

Meine Kinder wollen das übrigens, sie werden da nicht gezwungen, nicht dass jemand denkt, ich würde ihnen nichts machen wollen.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass der Kleine diese Dinge alle viel früher einfordert selbst zu tun, weil er es sich eben beim grossen Bruder abguckt. "oh, mein Bruder schmiert sich sein Brot selber, dann mache ich das natürlich auch"

Und ich - finde es toll - brauche aber deswegen genau so lange am Frühstückstisch, weil ich viel zu lange damit beschäftigt bin voller Stolz und Freude meinen Kinder zuzusehen, wie sie jeden Tag "ihr eigenes kleines Leben auf ihre eigene Weise leben"


Wenn wir genau beobachten, wird uns ganz klar und deutlich, in welcher "sensiblen Phase" sich unser Kind befindet.
(Maria Montessori stellte fest, daß es bestimmte Phasen in der kindlichen Entwicklung gibt, in denen Kinder eine besondere "Empfänglichkeit", für den Erwerb bestimmter Fähigkeiten haben.  Während dieser sensiblen Phasen richtet sich die Aufmerksamkeit des Kindes auf ganz bestimmte Bereiche)

Und genau das erkenne ich nun in meinen Kindern wieder. Diese besondere Empfänglichkeit für bestimmte Dinge. Bewegung, Sprache, ganz egal. Wenn ich beobachte dann kann ich von ihnen lernen. 

Welchen Montessori-Moment oder welche Montessori-Idee würdest Du gerne in dieser Woche mit uns teilen? 
Ich sammle hier ab sofort montags Eure Momente, die ihr hier verlinken könnt. Damit wir viele schöne Montessori-Momente gemeinsam teilen können. 

Viel Spass beim Beobachten und a bientot!

Eure Tanja

(Montessori-Montag)





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Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *


Montessori-Montag: für unsere und Eure Montessori-Momente jetzt immermontags: MonteMon

Die Montessori-Pädagogik ist für mich unheimlich interessant und spannend. Klar, gehört und gelesen hat man viel, aber wenn man mal in die Runde fragt: "was hältst Du so von Montessori?" dann  (und so ist es mir eben ergangen) hast Du entweder jemanden vor Dir, der sich damit (zumindest ein bisschen) auskennt, befasst, umsetzt. Oder aber Du darfst Dir so Sprüche anhören wie: "na, die haben doch keine Ahnung von der Realität" oder noch besser: "das sind doch die, die ihren Namen tanzen". 
Ach ja?????

Ich finde ja, dass das jeder für sich entscheiden kann, aber man sollte sich doch bitteschön auch nicht so abwertend äussern, wenn man keine Ahnung davon hat, oder?

Wenn ich "früher" von Montessori-Schulen oder Einrichtungen gehört habe, dann dachte ich an freies Spielen/lernen, vielleicht ein bisschen verwechselt mit Waldorf, keine Ahnung ich glaub das war es auch schon. 
Ich hatte noch kein Kind, später als der Löwenjunge dann da war, gab es keinen solcher Kindergärten in unserer Nähe und für mich war Montessori eigentlich nur auf Kindergarten oder Schule beschränkt. 

Dass man diese Dinge auch zu Hause umsetzen kann, habe ich erst alles nachgelesen, als ich durch Zufall den Blog Eltern vom Mars über Facebook gefunden hatte. Die Nacht wurde lang, denn ich hatte viel nachzulesen! Es war so spannend und interessant, dass ich nicht aufhören konnte. 
Vorbereitete Umgebung faszinierte mich am Meisten (denn dazu braucht man keine Einrichtung) und ein entscheidender Satz von Maria Montessori der sich mir eingebrannt hatte:

Hilf mir, es selbst zu tun
Zeig mir, wie es geht
Tu es nicht für mich
Ich kann und will es alleine tun
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen Vielleicht brauche ich mehr Zeit,
weil ich mehrere Versuche machen will
Mute mir auch Fehler zu,
denn aus ihnen kann ich lernen
Maria Montessori 

Ich hatte beim Löwenjungen also unbewusst schon ganz viel Montessori praktiziert. Es passte einfach zu uns und zu unserem Bauchgefühl. 

Ich hatte die Zeit und den Luxus daheim zu sein und mich rund um die Uhr um das Kind zu kümmern. (Okay, ganz ehrlich, manchmal hätte ich auch gern mit meinen Ex-Kollegen getauscht, aber nur manchmal und das ist ja auch eine ganz andere Geschichte)

Sobald der Löwenjunge sitzen konnte, gaben wir ihm die Möglichkeit selbst zu essen. 
Etwas später mit Besteck und richtigem Geschirr. Könnt Ihr Euch ja vorstellen wie das aussah: 



Es stoß auch nicht überall auf Zustimmung, das könnt Ihr glauben. Kopfschütteln inklusive.
"Achtung Euer Kind hat eine Gabel in der Hand!"
"Äh ja- mit was ißt Du so?"
"Mit dem Essen spielt man nicht"- ja aber wie sollen sie es dann kennenlernen, fühlen, schmecken?
Ein Kind gehört doch gefüttert! Oder? 
Oder?!

Unvergessen dazu bleibt mir das "Experiment Füttern" das ich in unserer damaligen FenKid-"Krabbelgruppe" mitmachen durfte. 
Ich danke Dir, liebe K. heute noch für diese tolle Erfahrung, die dann daheim gleich mein Mann noch ausprobieren musste, danach war auch er sehr überrascht:

Setzt Euch doch mal einem Erwachsenen gegenüber und füttert ihm einen Joghurt oder Obstbrei o.ä.
Gleiches Tempo wie beim Kind bitte und nicht vergessen: mit dem Löffel die Reste vom Mund wischen und danach noch einen Lappen nehmen und nachputzen! Sensationell!

Macht mal, ist echt ein komisches Gefühl! 
Man ist als "Gefütterter" machtlos dem Tempo und den Taten des "Fütterers" ausgeliefert. Fühlt sich wirklich sehr speziell an!

Fläschchen mochte mein Kind nicht und mit dem Plastikgeschirr war ich etwas auf dem Kriegsfuß. Ständig umgeschmissen hab ich den Becher. 
Außerdem  gab es im Nachbarsort noch eine alte Porzellan-Fabrik und ich sag Euch, das Geschirr hatte es mir einfach angetan. Kaputt gegangen ist bis heute übrigens gar nichts davon. 
(Anna hat da erst einen tollen Bericht über Kinder und Geschirr veröffentlicht, falls Ihr mehr wollt: hier)

Der Vorteil von dem Ganzen war, dass mein Löwenjunge sehr bald wirklich schön essen und mit seinem Besteck umgehen konnte. Und die Kopfschüttler schauten überrascht und meinten: "der kann aber schon schön essen für sein Alter". 
Ich kann aber gut verstehen, dass das einfach nichts für alle ist. Jeder hat eben eine andere Einstellung und natürlich können auch gefütterte Kinder heute schön essen. Uns aber war/ist es wichtig, es sie selbst zu erlernen und erleben lassen. Der Drang dazu ist da, das sieht man ihnen einfach an. 

Auch in vielen anderen Dingen haben wir unbewusst viel von der Pädagogik der Maria Montessori am Löwenjungen angewandt. 

Wir wohnten im 3. Stock und manchmal brauchten wir viel Zeit für Rauf und runter, weil das Kind nicht (alles) getragen  werden wollte. Ich konnte meinen Rabauken nicht in Watte packen, denn die Neugier, die Welt zu entdecken stand ihm ins Gesicht geschrieben. 
Ich weiß noch wie auf dem Spielplatz andere Mütter meinten: "der klettert aber hoch, darf er das?" Nun ja, anders wäre es mir zwar oft lieber gewesen, aber er konnte es, das war entscheidend, weil er es sich Schritt für Schritt selbst zugetraut und "erarbeitet" hatte. Immer rein bisschen höher, ein bisschen weiter. 

Töpfchentraining gab es bei uns nicht, auch das muss jeder selber entscheiden, aber zu uns hätte das einfach auch nicht gepasst. Mein Sohn hatte schon immer einen sturen Kopf, das hätte ich mal versuchen sollen! Im Leben wäre der nicht mir zuliebe auf einem Topf sitzen geblieben!
Wir hatten eine Sitzverkleinerung und einen Hocker. Und er hatte uns ja als Vorbild. Mit 2 wollte er das große Geschäft immer aufs Klo machen. Von sich aus. 1 Monat vor seinem 3. Geburtstag meinte er eines Morgens, er bräuchte jetzt keine Windel mehr und es gab ehrlich gesagt nicht viele Wechselunterhosen.
Vertrauen und Zutrauen sind dabei unsere Lehrmeister gewesen. 
Klar, auch ich komme heute manchmal in Versuchung zu sagen "Komm geh jetzt auf Toilette, wir wollen los" weil ich halt denke, es wäre doch an der Zeit. Aber er muss nicht also geht er auch nicht und wenn er dann in 10 Minuten muss- dann geht er halt da. Auch wenn das dann vielleicht nicht in's Timing passt, aber wie lernt man sonst ein Gespür zu bekommen, ob man muss oder ob man MUSS. 

Aber nun zu meiner Überschrift: Montessori Montag. 
Tafjora ist mehr. Ich bin mehr. Nicht stur Montessori und nicht stur irgendeine Richtung. Ich bewundere Maria Montessori und die Dinge die diese kluge Frau erkannt und weiter gegeben hat. Aber auch hier passt nicht (mehr) alles auf und zu uns und in vielen Gruppen oder Foren gibt es dann leider regelrechte Extremisten. "Das muss man aber so machen"
Nein, muss man nicht. 
Für viele Dinge habe ich beim 2. Kind (leider!!!) auch ganz einfach nicht die gleiche Zeit als ich sie noch beim Großen hatte. Ich helfe ihm so oft es geht, es selbst zu tun, zu probieren und ihn zu beobachten. Wann immer es irgendwie möglich ist. Aber es gelingt eben leider nicht immer.
Momentan haben wir Ferien und ich geniesse es, dass wir ohne Zeitdruck am Frühstückstisch sitzen und ich könnte endlos zusehen, wie die beiden sich ihre Brote selbst schmieren und sich dabei gegenseitig auf die Hände gucken. Manchmal sitzen wir nach 10 noch beim Frühstück. 
Ab September sieht das dann leider wieder anders aus. Ist aber auch nicht schlimm, denn viele Dinge passieren dafür aber auch jetzt viel schneller, weil der Kleine es sich einfach vom Großen abguckt. 

Und trotzdem haben wir ganz viele (manchmal auch unbewusste) Montessori-Momente, die ich gerne mit Euch teilen möchte, weil sie vielleicht auch Euch weiterhelfen, inspirieren oder einfach auch nur dazu bringen, zu verstehen und dann zu sagen: "hey, das ist toll. Das ist mehr als nur den Namen tanzen"
Sucht Euren Weg, es gibt so viele Möglichkeiten aber es muss zu Euch passen. 

Struktur ist für jemanden wie mich wichtig, und darum gibt es jetzt diesen festen Tag, den ich für diese Montessori Momente reservieren möchte.

Ab nächsten Montag könnt Ihr also hier unsere Montessori-Momente lesen. Und weil ich auch Eure Ideen kennenlernen möchte, habt auch Ihr die Möglichkeit, jeden Montag Eure Montessori-Momente hier zu verlinken und mit uns zu teilen.

Für viele schöne Ideen, Anregungen und Momente für unsere Kinder. 

À bientôt und bis Bald. 

Eure Tanja  







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Freitag, 22. August 2014

Friday Fives

Noch immer sind Ferien in Frankreich und wir genießen unseren letzten August hier in vollen Zügen. 
Langsam aber merkt man, dass für ein 5 Jahre altes Kindergartenkind 2 Monate Ferien einfach zu lange sind. (und für die Mama erst recht, ich bin sowas von urlaubsreif) 

Umso wichtiger, kleine Gedanken-Auszeiten zu nehmen. 

Und eine davon sind die Friday Fives nach der zauberhaften Idee von Buntraum 

1.) Es ist auch hier mit 23/24 Grad deutlich kühler als es sich für einen August am Strand gehört, aber es ist doch meist sonnig und wir können viel raus, da bin ich wirklich dankbar drum. Denn die Ferientage werden nach fast 2 Monaten jetzt immer länger. Das Spielzeug ist alles nicht mehr so interessant, Malen und Basteln geht oft noch vormittags dass ich so meinen Kram erledige und dann raus-raus-raus

2.) Am Montag Abend sind wir nach dem Abendessen spontan noch zum Strand runter gefahren. Die Jungs schon bettfertig und nur noch Jogginhose drüber haben wir statt der Guten-Nacht-Geschichte einfach einen Strandspaziergang gemacht. Man sollte sowas wirklich öfter machen! 








3.) das "Genießen-können" fällt vielen von uns im Alltag heute schwer. Schwerer als früher. Diese Woche kamen wir auf Twitter irgendwie drauf, dass man sich im (Familien)-Alltag zu wenig Zeit für sich selbst und die Signale des Körpers nimmt. Am Ende des Abends und der Diskussion darum entstand die Idee 100 Tage "Jetzt bin ich mal dran" #jbimd 
Intensive Momente nur für sich selbst. Das muss kein Bungee Sprung oder ein neues Paar Schuhe sein. (Wobei das auch dabei sein darf ;-)) 
Ein Augenblick, ein Tanz, sich mehr Zeit nehmen für irgendwas oder Dinge die man sonst vielleicht nicht (mehr) tut wie schaukeln oder Pfützen springen. Lautstark unter der Dusche Puccini singen. 
Alles ist erlaubt, sich jeden Tag etwas gutes tun, und wieder lernen zu genießen. 




4.) Heute Früh hat mich mal wieder ein halber Migräneanfall lahm gelegt. Halb weil er nicht ganz so heftig war, wie die, die ich in der Vergangenheit so immer in Deutschland hatte. Und ja, auch wenn der Tag heute erst mal ziemlich bescheiden begann, erinnert er mich dran, dass es mir eigentlich ganz gut geht und dafür bin ich dankbar. 

5.) passt zu 4. ich war heute so dankbar, dass der Löwenjunge schon so schön und lange alleine spielen kann. "Mama hat dolle Kopfweh" und er hat den ganzen Vormittag in seinem Zimmer verbracht und mit Duplo gebaut. Großer Junge geworden, mein Großer. 

Nun starten wir in ein hoffentlich sommerliches Wochenende ohne Kopfweh und freuen uns auf lieben Besuch aus Deutschland. 

Herzliche Grüße an Micha, ihre Friday Fives gibt es hier

Habt ein schönes Wochenende!

Bis Bald und à bientôt 

Eure 
Tanja 

Freitag, 15. August 2014

Plötzlich Vorschulkind - Hilfe ich finde 5 ist ein echt schwierigesAlter!


UPDATE!!!
Leider ist dieser Post vom 05.08.2014 verschwunden, aber ich hatte ihn zum Glück noch auf dem Bildschirm offen, da ich ihn mit den Friday Fives vom 15.08.2014 verlinkt hatte. Tut mir leid, dass Eure Kommentare nun verschwunden sind :-(

Dafür kann ich Euch noch tolle Beiträge für dieses Alter dazu verlinken:

Mama on the Rocks Bloggparade: Meine Tochter dass Trotzkind (da gibt es tolle Beiträge über dieses Alter)

Mein Löwenjunge ist also nun 5 Jahre alt. Und dass das alles nun nicht unbedingt leichter - nur eben anders wird, das zeichnet sich nun auch schon ein paar Wochen ab.

5 klingt auch schon ziemlich krass für mich. Oder groß. Wie man will. 
3-Monats-Kolik, erste Zähne, Autonomiephase- schwups und schon bekommt man den Newsletter zum 5. Geburtstag, alles Liebe dem Vorschulkind. Und die Info, dass das übrigens nun der letzte Newsletter war. Hilfe!!!

Brauche ich etwa keine Tipps mehr ab 5? Rückblickend haben wir die vergangenen "Phasen" die ja eigentlich keine sind, ganz gut gemeistert. Aber so dieses Alter momentan finde ich, zugegeben, schon ganz schön anstrengend. Vor der Pupertät habe ich keine Angst mehr, denn ich glaube wir sind mittendrin statt nur dabei. 

Die ersten 3-4 Jahre sind die Kinder (und die Eltern natürlich nicht weniger) so stolz 
was sie schon alles (alleine) können. 
So ab knappe 5 scheinen die das alles nicht mehr zu können wobei das Können einfach nur mit Wollen verwechselt wird. Ok- vielleicht ist das auch nur bei uns so?
Ich tu mir grad ein bisschen schwer. Und irgendwie hoffe ich, dass das wirklich so ein Altersding ist, das bald überstanden ist. 
Sie wollen nicht mehr klein sein, sind aber noch nicht "groß".
Sie wollen und suchen Machtkämpfe- wollen aber dennoch schwach sein. 

Eine besondere Eigenschaft vom Löwenjungen war eigentlich immer, dass er sich nie langweilte und immer irgend etwas fand, mit dem er sich beschäftigen konnte. Auch mal alleine. Man musste ihn nicht "bespassen".
Jetzt ist er ständig am meckern, nörgeln und maulen. "Keine Lust, kann ich nicht, mag ich nicht, alles blöd". 
"Neiiiin ich mag nicht Hände waschen, das ist sooo langweilig!"
Und wenn dann was nicht klappt, sind alle anderen Schuld. 
Meistens ich, weil ich grad da bin. Er haut sich den Fuß an und ich bin schuld. Warum? "Du hättest mich davor warnen können!"

Und die Ausdrücke klingen schwer nach Pausenhof. Komisch: nach deutschem Pausenhof. Dass ich schei... bin, hatte ich frühestens in 8 Jahren gehofft zu hören. 

Petzen und Lügen, so heißt es, sind in diesem Alter meist normal, und gar nicht mal persönlich gemeint, oft liegen Phantasie und Wirklichkeit einfach noch zu nah beinander. 
ABER manchmal, manchmal kann man gar nicht anders als sich davon eben doch genervt zu fühlen. 

Ja und mein Highlight ist derzeit der "Zickenkrieg" am Gartenzaun. Mit dem gleichaltrigen Nachbarsmädchen. "Mama, Xxxx hat gesagt ich bin nicht mehr ihr Freund. Aber das ist mir egal, diese Zicke ist eh auch nicht mehr meine Freundin!" Muaaaa!!!! 
(Eigentlich schade, dass sich diese kindliche Ehrlichkeit im Laufe der Zeit verwächst... Und er hat mit Xxxx ja auch nicht so unrecht, aber das ist ja ne andere Geschichte.) 

Es ist grad schwer, geduldig unseren Weg weiterzugehen. 
Vor allem, weil es eben auch so grundsätzliche Dinge sind, die mir eben in unserem Miteinander wichtig sind, die grad jeden Tag auf's Neue in Frage gestellt werden. (Rücksicht auf andere, danke/bitte, der Ton wie man miteinander redet etc) 
Die wir ihm ganz sicher anders vorleben als er es grad zurück gibt und die mich doch manchmal verletzen obwohl ich weiß, dass sie gar nicht so gemeint sind und ich nicht persönlich nehmen darf. 

Heißt es abwarten und ruhig aussitzen? 
Ich war von Anfang an eine Mama, die jedes Kind so geliebt, gesehen und akzeptiert hat wie sie sind. Und zum Glück gibt es jeden Tag aufs Neue viele tolle Seiten an ihm, die mich stolz und glücklich machen. 
Aber 5- das sag ich Euch - ist echt pfffffffffffffffff 

Mein süßer kleiner Schatz war grad noch 3. Komisch wo ist die Zeit nur hin? Nur noch ein Jahr und dann steht der 1. Schultag vor der Tür. Und dann sind sie echt groß oder? 

Wie sind sie denn, Eure 5-jährigen??? Habt Ihr ein paar Überlebenstipps für mich? Einen Newsletter ab 5 oder so was? 

À bientôt und bis Bald

Eure Tanja

Friday Fives - warum ich diese Woche dankbar bin


Wir haben immer noch Ferien. Das ist zwar manchmal auch anstrengend, aber hat natürlich den entscheidenden Vorteil, dass man keinen Zeitdruck hat. Die Ecole Maternelle hat keine flexiblen Bring- und Holzeiten.
Daher heute ganz entspannte Friday Fives, nach der zauberhaften Idee von Nadine und ihrem Buntraum.

1.) Kuschel-Stillen
Morgens werde ich grad immer mit dem süßesten Ma-Maaa aller Zeiten geweckt. Das Winterkind schnuckelt sich zu mir rüber und drückt mir die schönsten und feuchtesten Küsse der Welt ins Gesicht. Dann schmust er an mich hin und wir machen erst mal ewiges Kuschel-Stillen. Er stillt und schaut mich dabei an und seine Hand patscht dabei auf meinem Gesicht. Das geht eigentlich erst mal endlos. Er besitzt eine wundervolle Ruhe, wie ich sie vom Löwenjungen in diesem Alter so gar nicht kenne. 

2.) Kuscheln mit dem Löwenjungen
Diese Woche habe ich mich mit einer Freundin unterhalten, deren Sohn nur ein bisschen älter ist. Gleiches Thema also, doch etwas schweres Alter. (Siehe auch Plötzlich Vorschulkind) Aber was ganz wunderschön und wieder neu ist, ist sein wieder stärker gewordenes Kuschelbedürfnis. Er sucht ständig meine Nähe und kommt knuddeln und schmusen. Als Mama genieße ich das natürlich in vollen Zügen! 

3.) Die letzten Tage des Sommers genießen 
Auch hier in Frankreich lässt der Sommer im August sehr zu wünschen übrig und die kühlen Winde und vielen Regenschauer zwischendrin lassen den August zu herbstlich aussehen. Zwischendrin kommt zum Glück immer wieder die Sonne raus und wir genießen dann die Ferientage wie es geht und so oft wie möglich draußen. Kein "auf die Uhr schauen" wann wir los in den Kindergarten müssen.  Mittagessen je nachdem wie spät das Frühstück war. Diese Tage sind doch kostbar oder?

4.) Gemeinsame Spielzeit
Diese Woche kann ich dankbar sein, für ganz viel gemeinsame und über lange Zeit sogar harmonische Spielzeit meiner beiden Jungs. Das sind besondere Momente, weil es nicht immer einfach ist, beide unter einen Hut zu bekommen, vor allem wenn 2 Monate Ferien sind. Da sind die Tage einfach länger. 
Man merkt jetzt, dass das Winterkind mit 20 Monaten einfach schon mehr kann und das gefällt dem Großen. Zusammen malen, kneten, buddeln, Matschen und entdecken war diese Woche möglich. 




5.) Exklusiv-Zeiten mit dem Löwenjungen
Das Winterkind liebt seinen Mittagsschlaf und der dauert jetzt zum Glück meistens 1,5-2 Stunden. Wenn der Löwenjunge Ferien hat, dann haben und nehmen wir uns diese kostbare Exklusiv-Zeit. Auch wenn natürlich alles andere liegen bleibt, aber wie wichtig das ist sehe ich, dass er jetzt wieder etwas ausgeglichener und weniger "eifersüchtig" ist. 
Wir lesen Bücher oder basteln, oder es kann sein, dass wir uns händchenhaltend Prinzessin Sofia anschauen. 



Wofür seid Ihr diese Woche dankbar? 

Kommt gut in ein entspanntes Wochenende. 

À bientôt und bis Bald

Tanja

Mittwoch, 13. August 2014

Mittwochs mag ich - gerne Fisch! MMi {1}

Beim stöbern im Internet habe ich ein paar schöne Seiten und Blogs gefunden. Und kam auch auf den Blog von Frollein Pfau. Sie schreibt Mittwoch's immer was sie grad besonders mag: Mitwochs mag ich [MMI]... und lädt ein, mitzumachen.

Eine nette Idee, an die ich heute schmunzelnd wieder denken musste. Der Löwenjunge meinte nämlich gestern beim Einkaufen, dass wir heute unbedingt seinen Lieblingsfisch wieder machen müssen, weil da doch Mittwoch ist und "Mittwoch's mag ich Fisch"- und da war Frollein Pfau wieder im Gedächtnis. 

Tatsächlich essen wir oft Mittwoch's Fisch. Früher in meiner Familie war das meistens Freitags. Da die Kinder hier in Frankreich Mittwoch's aber nicht in die Ecole gehen, ißt an diesem Tag auch der Große mittags mit und hat ein bisschen Mitbestimmungsrecht. 

Hier in Frankreich, gibt es in fast allen größeren Supermärkten oder auf dem Markt frischen Fisch. 


Die Jungs sind immer total fasziniert wenn sie die vielen Fische (noch am Stück und mit Augen) Krebse, Muscheln und Austern sehen. 
In Deutschland hat der Löwenjunge grad mal Fischstäbchen gegessen, das war es dann auch schon. Hier in Frankreich hat sich das zum Glück geändert. Aber frischer Fisch am Meer schmeckt eben einfach nochmal besser. 

Und wir haben hier seinen persönlichen Lieblingsfisch gefunden: den Kabeljau. Er nennt ihn übrigens Kinderfisch: Kinder mögen ihn, er riecht und schmeckt nicht so fischig und hat eigentlich keine Gräten. 

Heute teile ich das mal mit Euch, denn vielleicht sucht Ihr ja auch noch nach einem einfachen Fischrezept für Kinder?! Ruck-Zuck und mit Kindern zu kochen?

Die Idee zu diesem Fischrezept hatte übrigens mein Löwenjunge, er hilft dabei dann auch - manchmal hat er da ja echt Lust drauf...

Et voilà:

Kinderfisch à la Löwenjunge mit Reis und Zucchini in Tomatenbutter:



Zuerst braucht Ihr mal die Tomatenbutter:

(Haben wir in der Grillsaison fast immer im Kühlschrank - irgendwie wollen sie die alle. Achtung eigentlich Geheimrezept aber weil heut Mittwoch ist, lass ich Euch mal in mein Kochbuch gucken):

(Ich nehme eigentlich immer Basilikum- frisch oder gefroren, was ich eben grad da habe. Abschmecken mit Pfeffer, Cayennepfeffer und Kräutersalz/Fondor spare ich mir immer, es ist für uns würzig genug durch die Brühe und die Kids essen ja auch mit.)

Winterkind macht auch immer fleißig mit, er liebt Butter und Tomatenbutter sowieso. 


So sieht es dann fertig aus und hält sich gut einige Zeit im Kühlschrank. 


Tomatenbutter war schon da, weil wir Sonntag eine Grillparty hatten. Geht das Mittagessen kochen heute also noch schneller. 

Den Kabeljau kurz abgespült und vom Sohn liebevoll abgetupft auf die Alufolie legen und mit Tomatenbutterflöckchen bedecken. (Kinderleicht)

Einwickeln und in den vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft - 15 Minuten - kann man schon rein, die Zucchini braucht nicht so lang. 

Zucchini schälen und schneiden und auch auf etwas Alufolie und dann auch noch etwas Tomatenbutter verteilen- einwickeln und etwa 10 Minuten in den Backofen. 

Wenn man hat, kann man noch Schafskäseflocken oben drauf und ein paar Minuten vor Ende die Alufolie oben weg machen. Das mögen dann aber nur Mama und Papa so und die bekommen dann eben eine extra Portion. 

Den Reis natürlich nicht vergessen. 

Ruck-Zuck alles fertig. 
Ok, manche mag jetzt die Alufolie stören, wir benutzen fast ausschließlich unsere Alufolie für dieses Gericht. 

Tsja und schon ist das Essen fertig. 

Bon Appétit


Lecker war's!!!


Habt Ihr auch ein Lieblingsgericht? Vielleicht auch was mit Fisch? Dann lass es mich wissen, ich liebe es unbekanntes auszuprobieren!

À bientôt und bis bald

Eure Tanja



Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *

Dienstag, 12. August 2014

12 von 12 im August

Ich erschrecke ja regelmäßig am 12. eines Monats. Nicht nur wegen dem Kontostand- nein, weil schon wieder ein Monat hinter uns liegt und seit ich bei den 12 von 12 auf Draußen nur Kännchen mitmache, wird einem das noch bewusster: wenn ich mir auch wenig Jahrestage merken kann (Tanja und Zahlenerinnerung- geht mal gar nicht) ich weiß jetzt wenigstens (meistens) was ich am 12. eines Monats gemacht hab. Die Zeit rennt also versuchen wir, es zu genießen! 

Und das war unser 12. August in 12 Bildern:


Guten Morgen, mal sehen wie das Wetter heute ist:

Großer Bruder ist auch schon wach und baut schon eifrig:


Frühstück für die Lieblingstiere (Cranberry's):


Leider regnet es aber wir müssen einkaufen:


Zu viele Touristen, auf dem Rückweg müssen wir wohl lieber wieder den Schleichweg benutzen:



Frischen Fisch für morgen einkaufen


Eine Runde Cruisen als Dankeschön für stressfreies einkaufen ;-)


Winterkind macht Mittagsschlaf und Löwenjunge guckt in den Ferien grad immer seine Lieblingssendung:



Auf Twitter gehen die Menschen für Robin Williams #aufdieTische. (Wie einst im Film "Im Club der toten Dichter") Auch wenn ich nicht jeden Twitterkram mitmache- aber Robin Williams war für mich ein beeindruckender Mensch mit unglaublichen Charisma und sein plötzlicher Tod hat mich sehr bewegt. Mein Sohn lässt sich das natürlich nicht 2 mal sagen, wenn auch aus anderen Gesichtspunkten



Das Wetter wird doch noch besser, wir packen unseren Bollerwagen und spazieren zum Strand und winken dabei den Touris im Stau zu


Leider war schon Flut und die Wellen zu stark aber wir waren wenigstens ein Stündchen am Wasser. 



Das Winterkind hat sich zum Abendessen selbst gemachte Hamburger gewünscht und nach der Badewanne wird der Grill angeschmissen und dann hoffentlich Gute Nacht für heute. 




Schließlich muss ich mir noch die vielen anderen 12von12 anschauen. Warst Du auch dabei?

À bientôt und bis bald

Eure Tanja 



Montag, 11. August 2014

Update Lernturm: Auch mit fast 20 Monaten noch in Gebrauch

Alle die uns zu Hause besuchen kommen, bleiben an unserem Lernturm hängen und wir müssen erst mal erklären was und wofür das ist. Dann sind irgendwie alle begeistert und je nachdem wie alt die Kinder sind, kommen dann die Sprüche wie: "Cool, das hätte ich auch haben sollen" oder "sowas brauchen wir auch unbedingt". 



Und auch ich hätte ihn eigentlich gerne schon beim Löwenjungen gehabt. 
Ihn habe ich beim Kochen viel auf dem Arm gehabt oder eine Hand musste dann an ihm kleben, damit er nicht vom Hocker fällt. War aber irgendwie ziemlich umständlich alles. 

Jetzt mit 2 Kindern finde ich den Lernturm einfach nur genial, denn klar, will der Kleinste auch immer und überall dabei sein, zusehen und mithelfen, genau wie der große Bruder. 



Einige haben mich nun gefragt, wie lange wir ihn (schon/noch) nutzen. 

Gebaut hat ihn mein Mann kurz nach Weihnachten 2013, da war das Winterkind also gerade mal ein Jahr alt. 
Er konnte nach ein paar Mal alleine hoch- und kurz darauf auch alleine wieder runter klettern. 

Ab da war der Lernturm dann auch mehrmals täglich im Einsatz. Eigentlich immer sobald ich in der Küche werkelte, schob das Winterkind den Lernturm in der Küche zu mir und kletterte rauf. 
Stolz und glücklich, alles beobachten aber auch selbst (mit)machen zu können.




(Hier könnt Ihr meine ersten Eindrücke vom Lernturm und wie wir ihn überhaupt entdeckt haben, nachlesen. Es ist einer meiner ersten Blogeinträge. Denn mit der Schwangerschaft und Geburt des Winterkindes beschäftigte ich mich unter anderem auch mit Maria Montessori und kam so auf den Blog Eltern vom Mars, wo Anna ihren Lernturm vorstellte. 

Die Umgebung spielt nämlich eine wichtige Rolle in der Montessori-Pädagogik. Ihrer Meinung nach, soll sich nicht das Kind der Umgebung anpassen, sondern, die Umgebung müsse dem Kind angepasst werden. Maria Montessori war deshalb auch eine der ersten Pädagogen, die sämtliche Dinge wie Stühle, Tische, Schränke und vieles mehr nach Maß des kindlichen Körpers gestaltete und so die Umgebung des Kindes "überschaubar" machte. Und das faszinierte mich weil es so einfach und logisch war. 
Ich glaube, mit dem Lernturm haben wir dem Winterkind ein Stück Selbstständigkeit und Unabhängigkeit gegeben, die ihn zu dem so zufriedenen Kind machen das es ist (oh und hoffentlich bleibt!) 





Bald wird unser Winterkind 20 Monate und er klettert nun auf ganz andere (höhere) Sachen, immer seinem großen Bruder hinterher. Manchmal wird mir ganz Angst und bang beim zusehen. Aber er hat es drauf und ich muss ihm einfach vertrauen. 

An seinem Lernturm haben wir nun einfach den "Balkon" geöffnet, damit er einfacher hoch klettern kann:



Da er ja jetzt viel sicherer steht als mit einem Jahr ist das völlig ausreichend so. 

Mittlerweile benutzt er aber auch gerne den normalen Hocker seines Bruders, der eh in der Küche steht. Er ist wahrscheinlich einfach auch zu faul das große Teil umher zu schieben. 



Den Holzhocker haben wir damals übrigens noch ein zweites Mal geholt, da er einfach einen stabilen Stand hat. Der steht nun oben im Badezimmer, damit das Winterkind auch da überall hin kommt und freie Sicht zum Spiegel hat. 
Wie der große Bruder- versteht sich. 




Ach ja, wir haben leider damals keine Aufbauanleitung mitgeschrieben, weil wir gar nicht vermutet hatten, dass uns so viele danach fragen. Das macht aber auch nichts, weil die liebe Nadine auf ihrem Blog Glücksflügel das ganz ausgezeichnet gemacht hat. Und natürlich dürft ihr mich auch weiter danach fragen. 

À bientôt und bis bald,
Eure Tanja



Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *

Freitag, 8. August 2014

Friday Fives -zurück im Alltag

Seit Sonntag früh sind wir zurück in Frankreich und so schön die Zeit in Deutschland auch war, so gut tut es uns allen, wieder zu Hause zu sein. Im eigenen Rhytmus und in den eigenen vier Wänden in denen man sich für nichts rechtfertigen muss.
Gerade für mich sind solche Dinge extrem wichtig um wieder im Einklang mit mir zu sein und meine innere Ruhe besser zu halten. 

Die Friday Fives nach der wundervollen Idee von Nadine und Buntraum gehören da nun auch schon dazu, zu meiner Woche und fast wäre mir in dieser (Immer-noch-Ferien-)Woche entgangen dass heute schon Freitag ist, aber durch die liebe Micha bin ich zum Glück zeitig erinnert worden. 

Wofür seid ihr dankbar?

Hier sind meine Friday Fives aus dieser Woche:

1.) so aufregend und anstrengend gerade die Zeit in Deutschland mit dem Löwenjunge war (siehe auch hier), so schön waren die letzten Tage hier zu Hause. Kaum Wutanfälle, wenig Geschrei, sogar weniger Streit mit seinem Bruder. Das wirkt sich so positiv auf meinen Gemütszustand aus, ich bin viel entspannter als die letzten Tage in Deutschland. 

2.) seit wir nun also wissen, dass das unser letztes Jahr hier ist, genieße ich noch bewusster diese tolle Umgebung. Hier eine kleine Zeit meines Lebens verbringen zu dürfen ist einfach großartig.

3.) ja und auch dafür bin ich diese Woche dankbar, ich habe in Deutschland meine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen, da ich wie viele an dieser Hashimoto Thyreoditis Autoimmunkrankheit leide. Meine Medikamente wurden etwas erhöht und ich fühle mich vielleicht auch deshalb wieder besser, da sich langsam wieder alles einpendelt. Also manchmal lohnt es sich doch, hartnäckig zu sein, wenn man das Gefühl hat "irgendwas stimmt da nicht mit mir"

4.) Sommer ! Dafür muss man dankbar sein, denn ich liebe es draußen. Alle Türen sind offen, wir sind einfach den ganzen Tag barfuß unterwegs und genießen den Sommer

5.) happy und dankbar für Eure Kommentare, Mails und Nachrichten. Wow, das macht mich echt total glücklich, denn ich hätte anfangs nicht gedacht, dass mich überhaupt wer liest. Merci!!!!!

Habt ein schönes Wochenende und verlernt oder vergesst es nicht, Euch hin und wieder mal zu bedanken. Tut so gut. 

À bientôt und bis Bald
Eure Tanja

Montag, 4. August 2014

Gastbeitrag von Schlaflose Muttis: Entspanntes Einkaufen mit Kindern

Bonjour, ca va?

Wir sind seit gestern morgen nach 12 Stunden Nacht-Autofahrt wieder zurück in Frankreich. Die Fahrt lief super, die Kids haben fast die ganze Nacht geschlafen. Nur leider waren die Jungs dann natürlich gestern früh topfit, wir natürlich so ganz und gar nicht und mussten den Sonntag dann mit Etappen-Schlafen irgendwie rumkriegen.
Und dann hat hier irgendwo in der Nähe der Blitz eingeschlagen, wir haben kein Internet mehr, erst seit heute Abend geht wenigstens das mobile Internet wieder. Was haben wir früher eigentlich bloss ohne Internet gemacht???????

Das bisschen Internet will ich also gleich mal nutzen. Kennt Ihr Nicole's Mama-Blog Schlaflose Muttis schon? Falls nicht, dann solltet Ihr da unbedingt mal vorbei schauen! (Ich bin immer ein bisschen neidisch über diese tollen Internetseiten von meinen "Blogger-Kollegen" aber Dessign und Aufmachung müssen bei Tafjora noch ein bisschen warten, ich bin schon stolz dass ich mir selbst beigebracht habe, wie man "Badgets" auf seiner Seite verlinkt... Also falls da draussen jemand ist, der mir so eine schöne Seite basteln will, sehr gerne!)

Bei Schlaflose Muttis schaue ich gerne vorbei, nicht nur wegen der tollen Seite, sondern auch wegen tollen Tipps und schönen Beiträgen.
Und einen davon habe ich heute für Euch, denn Nicole war so lieb und hat sich auch für einen Gastbeitrag bei mir Zeit genommen: "Entspanntes Einkaufen mit Kindern"


Einkaufen mit Kindern? Manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Auch wenn ich sagen muss, dass ich einkaufen mit nur einem Kind entspannter finde, als wenn ich beide dabei habe, das liegt vermutlich an der inneren (Un)Ruhe. Manchmal geht es halt nicht anders und beide müssen mit. Dem Grossen gebe ich dann ganz gerne Aufträge wie "hole mal 3 Tüten rote Milch" und das Winterkind lässt sich momentan noch am Besten mit frischer Brezel bestechen.
Einkaufen in Frankreich finde ich übrigens generell ein bisschen entspannter. Bei uns wird in der Regel gewartet, bis alle Waren auf dem Band liegen, dann beginnt die Kassiererin (meist herzlich freundlich) erst mit dem einscannen. Man hat auch Zeit, sich die Waren dann wieder in den Korb zu legen, ohne dass das Ganze in einem Marathon endet. Sie nennen Dir erst den Preis wenn Du alles wieder im Wagen hast. Die Unterschiede sind mir erst wieder bei meinem letzten Besuch in Deutschland aufgefallen. Da geht das deutlich stressiger zu oder bilde ich mir das ein?

Und wie sieht das bei Euch aus, geht Ihr gerne einkaufen mit Kindern? Dann freuen wir uns auf Eure Kommentare.

Danke liebe Nicole, für Deinen Gastbeitrag bei Tafjora und Deine Tipps für Entspanntes Einkaufen.
 

Entspanntes Einkaufen mit Kindern

(von Schlaflose Muttis Nicole´s Mama-Blog) Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der es einfach der Horror war, mit meiner Tochter ein Kaufhaus zu betreten. Ständig bettelte sie vor den Regalen und es war mir manchmal schon richtig unangenehm. Heute ist das Einkaufen mit ihr ganz entspannt. Sie fragt zwar auch heute noch hin und wieder ob sie dieses oder jenes bekommt, aber die Zeiten, in denen bei einem "nein" ein Drama ausbrach sind vorbei. Aus diesem Grund möchte ich heute darüber schreiben, wie ich in dieser Zeit mit derartigen Situationen umgegangen bin und wie mein Mann und ich zum Thema Shoppen mit Kindern stehen.

Konsequenz ist nicht gleich Herzlosigkeit

Meine Tochter lieferte in so manchem Einkaufzentrum herzzerreißende Szenen und so manches Mal wurden mein Mann und ich angeschaut als seien wir die herzlosesten Menschen des gesamten Planeten. Natürlich schauten meist nur die Menschen so, bei denen man weit und breit kein eigenes Kind sehen konnte. Aber naja, wir sind "hart" geblieben :) Wir haben im Vorfeld mit unserer Tochter abgesprochen, dass sie sich beim Einkaufen eine Sache aussuchen kann, die wir dann auch kaufen werden. Alles andere bleibt aber im Kaufhaus. Natürlich bettelte sie trotzdem bei allem, was ihre kleinen Händchen greifen konnten und was durch schillernde Farben oder laute Geräusche ihre Aufmerksamkeit erlangte.

Auch wenn wir damals für viele Menschen herzlos gewirkt haben, bin ich heute für diese Konsequenz dankbar. Es hat uns geholfen Grenzen zu stecken, sodass meine Tochter heute zwar noch fragt, ob sie etwas bekommen kann, sie sich aber auch mit einem "nein" zufrieden gibt. Zumindest ist dies meistens der Fall. Hätten wir ihr damals alles gekauft, was sie haben wollte, nur weil sie Terror gemacht hat, wäre das Einkaufen mit ihr heute garantiert auch sehr kompliziert.

Einigkeit mit dem Partner

Was meinem Mann und mir in dieser Zeit immer sehr geholfen hat, war unsere Einigkeit. Wir haben an einem Strang gezogen. Es war egal, bei wem von uns beiden meine Tochter im Kaufhaus bettelte oder gegebenenfalls ausrastete, die Reaktion unsererseits war die Gleiche. Wir blieben auf unserem Standpunkt und im schlimmsten Fall haben wir den Einkauf abgebrochen.

Ich finde es wichtig, diesem Weg gemeinsam mit dem Partner zu gehen, denn sonst wird das Kind lernen, wie es manipulieren kann. Wenn ein Elternteil sich immer breitschlagen lässt, bleibt dies beim Kind nicht unbemerkt und je älter es wird, umso eher wird es merken, bei wem was geht und bei wem nicht.

Abschließend möchte ich anderen Eltern einfach noch mit auf dem Weg geben, dass diese anstrengende Zeit vorüber geht und wenn man konsequent "nein" sagen lernt, wird man bald wieder ganz entspannt und ohne Schreiattacken einkaufen gehen können:)

In diesem Sinne noch einen schönen Tag und liebe Grüße

Freitag, 1. August 2014

Friday Fives - Willkommen im August

Der Juli liegt hinter uns und damit auch die Zeit die wir hier in Deutschland verbringen durften. Morgen Abend geht es zurück "nach Hause", nach Frankreich und irgendwie ging doch alles wieder viel zu schnell vorbei.

Ein schöner Grund für eine kurze Urlaubsunterbrechung um sich für die schönen Friday Fives Gedanken zu machen, dieses Mal mit voller Dankbarkeit nicht nur für die letzte Woche, sondern für den vergangenen Monat Juli.
(Nach einer besonderen Idee von Nadine und Buntraum)

Und das war eigentlich so viel, dass ich gar nicht richtig weiß wo ich anfangen soll! 

1.) Die Erfüllung des größten Wunsches meines #Löwenjungen zum 5. Geburtstag:

Ja, Ihr Lieben, wir starten in unser letztes Frankreich-Jahr! Wir werden nächsten Sommer zurück nach Deutschland versetzt und das Schönste daran: zum ersten Mal sogar heimatnah! Das hatten wir noch nie und wir hoffen mal dass wirklich alles so klappt. Das ist für uns wie ein Sechser im Lotto. 
Es bedeutet die Einschulung vom Löwenjungen in Deutschland, Familien und Freunde um die Ecke und dass wir dadurch nicht schon wieder von vorne anfangen müssen. 
Auch für uns als Paar bedeutet das ein bisschen mehr Freiheiten, mehr Möglichkeiten für jeden Einzelnen von uns. 
Ich habe Frankreich unheimlich lieb gewonnen, ich liebe den Fleck wo wir grad wohnen und die Menschen die wir nun kennengelernt haben, aber wenn ich sehe, wie happy der Löwenjunge hier ist, wieviel schneller er hier überall Freundschaften schließt, dann bin ich einfach unendlich dankbar, dass dieser Traum, wieder in die Heimat zu kommen, sich zu erfüllen scheint. 

2.) Ein Monat voller Erlebnisse

Wir fahren nach Hause mit jeder Menge tollen Erinnerungen und Erlebnisse, für die man einfach nur dankbar sein kann. 

Ich bin 1200 Kilometer alleine mit den beiden Jungs gefahren, waren zwar viel im Stau aber haben es super geschafft, das war eine riesen Leistung der beiden und ich bin ziemlich stolz auf uns. (Auch wenn ich echt froh bin, dass ich das morgen nicht wieder alleine zurück machen muss hihi)




Wir sind Weltmeister geworden, waren auf dem Samba-Festival in Coburg, haben Ausflüge gemacht, viele tolle Spielplätze gefunden, 




wir waren viel beim Baden und der Löwenjunge hat ein paar erste Schwimmversuche unternommen. 

Der Löwenjunge ist 5 geworden und wir hatten einen superschönen Geburtstag mit traumhaften Wetter. 




Das Winterkind plappert viel mehr und hat neue (deutsche) Wörter dazu gelernt. Treppen sind für ihn kaum ein Hindernis mehr. Seine fröhliche, offene, mutige und neugierige Art macht uns wirklich jeden Tag aufs neue dankbar. Und dass er echt überall schläft, ist ein Segen für uns Weltenbummler-Familie




3.) Es war ein Monat voll wunderbarer Begegnungen, Wiedersehen von Freunden und Familie- ich bin sehr dankbar, für jede einzelne dieser Begegnungen! Wenn man so viele Kilometer getrennt ist, dann sind diese Wiedersehen einfach sehr besonders und  ich bin so froh, dass ich so eine tolle Familie und treue Freunde habe. (Die manchmal echt alles möglich machen, dass man sich doch noch sieht, auch wenn wir immer einen ziemlich vollen Kalender haben) 
Aber was mich dieses Mal ganz besonders gefreut hat, war das Wiedersehen mit "2 alten Freundinnen" aus längst vergangenen Zeiten- mein Löwenjunge war sehr verwirrt, dass "alte Freundinnen" gar keine "Oma's" sind. Danke an M. und S. für das sehr spontane Wiedersehen und die lustigen Erinnerungen an früher. Hoffentlich bald mit Fortsetzung!!!!!


4.) Gespräche kamen bei mir ein bisschen zu kurz in letzter Zeit, das konnte ich aber zum Glück aufholen. Und das tat unheimlich gut und für die mag ich mich rückblickend unbedingt auch bedanken. 

5.) Ein bisschen mehr Freiheiten. Die letzten Wochen vor unserem Urlaub war ich viel alleine mit den Jungs und das hieß natürlich nicht besonders viel Zeit für mich. 
Durch Familie und Freunde war dies auch im Juli möglich und es hat meine Batterien unheimlich aufgeladen. Auch wenn bei fast allen oben genannten Ereignissen die Kids dabei waren, so war doch mal ein Nachmittag für mich drin, mal ein Frühstück nur mit meinen Schwestern, aber einfach auch täglich mal in Ruhe und alleine duschen- das kann alles schon sehr entspannend sein! Oh ja, das werde ich wohl vermissen :-)



Zu guter Letzt, eine Nummer 6, denn ich bedanke mich nochmal bei meinen lieben Gast-Bloggern!
(Hier alle Gastbeiträge)
Ich wünsche Euch einen wunderschönen August und wir lesen uns wieder aus Frankreich!

À bientôt und bis Bald!