Montag, 28. Juli 2014

7 Tage 7 Bilder aus dem Heimaturlaub

Bonjour Ihr Lieben!

Mein Winterkind braucht heut irgendwie etwas länger zum einschlafen - klar weil ich ja eigentlich noch 1000 Sachen machen muss, denn der Löwenjunge wird morgen 5. 
Ich kann es irgendwie selbst nicht glauben. War es nicht erst gestern, als ich den Kuchen zum 4. gebacken hatte??? 

Teil 1 vom Kuchen ist im Backofen und ich schätze es wird wieder ne Nachtschicht werden bis alles so ist, wie ich mir das vorstelle. Wie jedes Jahr halt. Aber dieses Mal gibt es auch Backhilfe, der Liebste ist ja ein "Tortenbäcker" und darf kreativ sein. 

Um mir ein bisschen von der eigenen Unruhe zu nehmen, habe ich hier schnell noch unseren Wochenrückblick trotz Urlaubspause: 7 Tage - 7 Bilder nach der Idee von Frische Brise.




In Deutschland gibt es so schöne Kinderspielplätze! Wir haben ein paar Tage meine Schwester besucht und waren mit den Jungs unter anderem auch in Bingen an einem wunderschönen Spielplatz am Rhein





Egal wo wir zu Besuch sind, das Winterkind liebt Türen und Schlüssel. Kommt er nicht dran, schleppt er sich irgendwas an, was als Erhöhung zu nutzen ist, keine Tür ist mehr sicher!





Endlich haben wir mal eine Tollabox probiert, mehr darüber nach meinem Urlaub. Toll und sogar der Kleine hat schon mitgemacht!




Der Löwenjunge fährt grad total auf Boote, Piraten, Angler etc. ab. Und er hat einen Plan gemalt, denn er wollte unbedingt dass Opa ihm ein Segelboot nach seinem Plan baut. Und Opa baut nun wirklich heimlich und fleißig daran. Ob es pünktlich morgen zum Geburtstag fertig wird?! Bestimmt! ;-)




In dieser Woche war endlich auch mal Zeit für eine Shopping-Tour durch mein geliebtes Ulm. Natürlich mit Käffchen mit Schwester und Nichte, ein toller (und erfolgreicher) Mädelstag!




Noch ein Schnappschuss aus Ulm...




Und mein Lieblingsphoto von heute. Das Winterkind hat heute tatsächlich knapp 2 Stunden Mittagsschlaf im Bollerwagen gehalten! Mein Mann hat an einem Schwimm-Wettkampf teilgenommen und ich dachte schon oh oh wie machen wir das nur mit dem Mittagsschlaf - aber war super! Ich liebe dieses Teil!!! 
Entdeckt habe ich ihn auf einen meiner Lieblingsblogs: NESTLING und falls ihr mehr über unseren "Fuxi"  (so nennt ihn der Löwenjunge) wissen wollt, lest einfach ihren tollen Testbeitrag. Wir haben übrigens über eine Preissuchmaschine bestellt und etwas über 80.-- bezahlt, googeln lohnt sich. 

Nun schläft endlich alles friedlich und ich habe hierfür doch 5 Stunden gebraucht. 

Hoffen wir auf schönes Wetter morgen, denn dann können wir den 5. Löwengeburtstag auch im Garten feiern. Drückt uns die Daumen!

Euch wünsche ich eine schöne Woche!

À bientôt und bis Bald. 

Eure
Tanja




Freitag, 25. Juli 2014

Gastbeitrag von Weddinger Berg: Über das Vatersein

Bonjour, ça va?

Heute bin ich ganz stolz, auf einen neuen Gastbeitrag in meiner Sommer-Urlaubsvertretungs-Reihe. Und juhu, es ist nochmal ein Papa!

Ich hoffe Ihr kennt ihn, ansonsten holt das schnell nach, denn er schreibt einfach erfrischend anders. 
Noch recht frisch Papa, einer der sich aber viele Gedanken macht. Und hier und heute über das Vatersein...

Seinen Blog beschreibt er so: (und gleich wisst Ihr schon, warum ich seinen Blog so gerne lese, früher nur dienstags, aber vielleicht demnächst auch öfter)

Ganz herzlichen Dank für Deinen Gastbeitrag, lieber "Johnny" und hoffentlich irgendwann mal wieder! Liebe Grüße nach Wedding!



Vater, plötzlich. Tanz auf dem Vulkan.
Das Vaterleben. Ein Leben an der Grenze. Der Tanz auf dem Vulkan. Manchmal beneide ich Vulkane, denn die schlafen. Scheinen auch keine Probleme beim Einschlafen zu haben. Andererseits lachen sie nicht, wenn man sie anlacht. Ob es Schlaflieder für Vulkane gibt? Das würde bei meiner Kleenen vielleicht auch funktionieren. Vielleicht. 
Das Vaterleben. Der Tanz auf dem Vulkan. Zwischen dem Wahnsinn und dem Tag danach. Der Tag danach, das ist das Heute, das ist immer und immer das Jetzt. Eine Geschichte mit Anfang. Das Ende sucht man vergebens. Erschreckend. Deswegen brummt der Schädel. Die Erde bebt. Zu viel war’s. Oder von allem zu wenig. Nein, Elternsein endet nicht plötzlich. Nicht mit der Nacht. Nicht mit dem Morgen. Zumindest will ich das hoffen. Elternsein beginnt. Das ist das Geheimnis. So hat es die töchterliche Naturgewalt mich gelehrt. Sie definiert Vatersein. Jeden Tag. Jede Nacht. Immer auf Anfang. Immer wieder von neu.
In manchen Momenten schaut man direkt hinein. In den Wahnsinn. Den stündlichen Neubeginn. In diesen reißenden Fluss, den man Vatersein nennt. Man sieht Dinge, die man hinter sich wähnte. Immer und immer wieder. Sie ziehen vorbei. Ich rede von Angst, von Wachstumsschüben. Mancher Moment wie Treibgut. Man wird ihn einfach nicht los. Wie das Quengeln vor dem Schlafengehen. Oder dem Gedanken an die Zukunft. 
Nur der Vulkan, der allein steht still. Ersetzen wir das Quengeln durch Brüllen. Ersetzen wir Worte durch Worte. All das erkennt man meist erst dann, wenn schon wieder vorbei. Wenn neue Wasser fließen. Man weiß es hinterher. Wenn man froh ist, entkommen zu sein. Dem Wahnsinn, dem Zweifel. Für den Moment. 
Was es sei, dies Vatersein? Man schaut in den Spiegel. Ein wenig älter, ein wenig müder. Reife erkennt man, entfernt man am Spiegel drei von vier Lampen. Übrig bleibt indes nicht viel. Die Spur führt scheinbar ins Leere.
Als Vater geht man gern zwei Schritte zurück. Nachdenken. Lösungen finden. Nicht an den nächsten Morgen denken. An den nächsten Morgen denken, in einem alten Leben war das selten gut. Auch heute bleibt man besser im Jetzt. Das ist die Überlebensformel. Inder Wüste. Im Dschungel. Am Babybett. Und wenn die Sonne schon steht. Von vorn die Welt beginnt. Manchmal dauert es einige Monate, bis man versteht, Vatersein ist ein Buch. Es beginnt mit der ersten Seite. Querlesen kann man es nicht. Man muss sich einlassen. Das braucht Zeit. Und Geduld. Manchmal glaubt man sogar, Vatersein sei Badewasser. Es stünde bis zum Hals. Manchmal merkt man es ganz deutlich. Aber einfach aufstehen mag man auch nicht. Man pustet lieber den Schaum. Hinter verschlossenen Türen, versteht sich.
Ich beneide Vulkane nicht. Zwar schlafen sie. Scheinen selbst die Nacht durchzuschlafen. Doch dauert es mitunter Jahrhunderte, bis sie verstehen. Jahrtausende manchmal sogar. Ihre Welt verändert sich. Noch bevor sie erwachen. Solange will ich nicht warten. Für die Kleene da sein, wenn sie versteht, wenn sie verstehen will. Beim Aufwachen. Wenn alles von vorne beginnt. Und im Zweifel blättere ich einfach zurück und lese noch einmal nach. Oder ich lese ihr vor. Dann wird sie wahrscheinlich mit dem Kopf schütteln. Gut, werde ich sagen, dann schreiben wir das eben neu. Oder wir tanzen. Oder was ihr sonst so einfallen mag. Noch kann die Kleene aber gar nicht sprechen und ich denke bloß laut. Noch habe ich Zeit, meine Schritte zu üben. Das hilft.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Gastbeitrag von Mama on the Rocks: Auswandern als Kind- mein Erfahrungsbericht

Bonjour, ça va?
Wir sind immer noch im Deutschland-Urlaub und genießen die Tage mit Familie und Freunden. Es ist schön, die Kinder mit "alten" Freunden und in vertrauter Sprache spielen zu sehen, aber dennoch sind wir einfach "nur zu Besuch" und vieles ist dadurch einfach auch anstrengend.
Viele beneiden uns, "die Franzosen" die wir natürlich nicht wirklich sind, aber wie ist es, das Leben der Kinder in der Ferne?

Darüber schreibt heute Severine, den meisten von Euch bekannt als Mama on the Rocks . Als kleines Mädchen mit 7 Jahren ist sie mit ihrer Familie für 3 Jahre nach Guatemala ausgewandert. 
Und vieles von dem was sie schreibt, werden meine Jungs vielleicht irgendwann auch mal sagen.

Ich freue mich riesig über diesen klasse Gastbeitrag, der so herrlich hier auf den Blog passt! Herzlichen Dank!


Auswandern als Kind – mein Erfahrungsbericht

Als ich sieben Jahre alt war, bin ich mit meiner Familie nach Zentralamerika ausgewandert. Mein Vater hatte ein gutes  Jobangebot dort. Die Jahre 1985, 1986 und 1987 verbrachte ich also in Guatemala, ähnlich wie Tafjora jetzt mit ihrer Familie in Frankreich an der Atlantikküste lebt. Wie war das damals für mich als Kind?


Wir waren dann mal weg
Ich war mir damals der Konsequenzen nicht bewusst. Auswandern nach Guatemala? Aufregend! Die Freunde und die restliche Familie zurücklassen? Was soll’s. Den ganzen Umzug nahm ich ziemlich emotionslos auf und freute mich einfach.
Wir kannten niemanden. Ich kam zusammen mit meinem älteren Bruder in eine Deutsche Privatschule, weil diese besser war als die Schweizerische. Wir hatten sogar einmal Besuch von Erich von Weizsäcker, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Wir mussten für ihn turnen, haha. In der Schule bestand die Hälfte der Schüler aus Deutschen, die andere Hälfte aus Guatemaltekern. Und ein paar Schweizern so wie mir. Die Hälfte der Leute konnte ich alszuerst nicht verstehenda ich ja kein Spanisch sprach. Das sollte sich schnell ändern – innerhalb eines halben Jahres lernte ich, wie ein spanischer Wasserfall zu sprechen. Und tue das noch heute. Auch akzentfreies Hochdeutsch lernte ich in Guatemala, was für eine Schweizerin ja durchaus eine Leistung ist.
In unserer Schulklasse waren wir 40 (!) Kinder. Das war nie ein Problem, ich fühlte mich nie benachteiligt oder als blosser Teil einer Masse. Probleme bereitete mir etwas ganz anderes: Die Kinder konnten alle bereits zusammenhängend schreiben, ich krakelte noch mit Druckbuchstaben vor mich hin. Ein Riesen-Gap zwischen Schweiz und Guatemala! Und kein Lehrer, der geholfen hätte. Das Schreiben habe ich mir dann selber beigebracht, Buchstabe für Buchstabe bzw. Wort für Wort. Darauf bin ich eigentlich stolz. Das Lesen von fremder Schreibschrift war umso schwieriger. Vielleicht habe ich ja deshalb an der Uni im Rahmen meines Geschichtsstudiumsunter anderem Lesepaläographie gelernt und kann heute auch Schriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert problemlos lesen…

Sprache als Hürde im Unterricht?
Ich kannte die spanische Grammatik nicht und habe bei Spanischprüfungen stets schlechte Noten geschrieben. Es ist schwer, die Theorie zu verstehen, wenn sie in der fremden Sprache kommuniziert wird. Ich erinnere mich an ein Diktat, in dem die Lehreridiktierte „entre parentesis“ – ich habe es geschrieben wie gehört. Es bedeutete aber „in Klammern“. Tja.
Mein peinlichstes Erlebnis: Eine auf Spanisch angekündigte Prüfung konnte ich nicht vorbereiten, da ich die Ankündigung schlichtweg nicht mitbekommen hatte. So sass ich unvorbereitet vor deTest. Was tun? Ich habe –siebenjährig – jede Antwort von meiner Nachbarin abgeschriebenErstaunlicherweise war ich aber so intelligent, die Reihenfolge der Antworten jeweils abzuändern und zwei, drei Schreibfehler reinzuschummeln. Die Konsequenz3 von 40 Schülern hatten die Bestnote – ich war eine davon und wurde von der Lehrerin vor versammelter Klasse über den Klee gelobt. Ich habe mich so geschämt. Ich habe (fast…) nie mehr geschummelt.

Freundschaften
Auf einer Geschäftsreise lernte mein Vater eine Französin kennen, die mit ihrer Familie ebenfalls in Guatemala lebte. Sie stellten festdass sie Töchter im selben Alter haben. Ein Treffen wurde arrangiert, das ich böswillig boykottierte. Ich spielte einfach nicht mit dem Mädchen unliess es linksliegen.
Wir kennen uns nun schon 30 Jahre und in zwei Wochen wird sie in der Kirche als Taufpatin meines Sohnes dabei sein. Heute wohnt sie in Paris und hat mich auch schon einmal stockbesoffen unter die Dusche stellen müssen. 30 Jahre Freundschaft über mehrere Lebensabschnitte und Kontinente...Das hätte ich nie für möglich gehalten.

The time of my life
Ich war ein glückliches Mädchen in diesedrei Jahren im Ausland. Ich habe neue Kulturen kennengelernt, eine Freundschaft fürs Leben geschlossen, eine neuSprache gelernt in der ich auch träume, wenn ich mit meiner Freundin telefoniere. Ich kenne noch Werbeslogans mit der Melodie auf Spanisch. Gerüche. Gefühle! Lieder. Like a virginCarelessWhispers auf der Landstrasse. Ich kann mich an so vieles erinnern, als sei es erst gestern gewesen. Die gelben Schulbusse. Erdbeben. Blaue Zuckerwatte. Wonder Woman und He-Man, Three Stooges (auf Spanisch: tres chiflados), ausbrechende Vulkane, Tamales, Hibiskustee, bunte Blumen im Garten, das Singen der guatemaltekischen Nationalhymne in der Schule… ich könnte ewig so weiter schreiben. Meine drei Jahre im Ausland waren unbeschwert.
Ich kann wirklich sagendass es die beste Zeit meiner Kindheit war. Die Mentalität war eine ganz andere als in der Schweiz. Die Kinder gingen offen aufeinander zu, Mobbing gab es kaum. Vielleicht ist das ja aber auch nur eine Sache der 80er, vielleicht wäre es mir heute als Kind ganz anders ergangen. 

Und doch…
Als mein Vater nach drei Jahren wieder in die Schweiz zurückversetzt wurde, war ich froh. Endlich nicht mehr nur zu Besuch in der Schweiz. Wieder Schweizer Schokolade essen, Zürigeschnetzeltes und und und. Schweizerdeutsch sprechen. Die Familie sehen, Cousinen, Tanten, Onkel, die Grosseltern! Einfach zuhause sein.
Ich sollte mich täuschen. Zurückzukommen war hart und hat mich viele Tränen gekostet. Mein weltoffener Geist hatte in der kleinen Schweizer Idylle keinen Platz mehr. Ich wurde in der Schule gemobbt, einfach weil ich anders war. Weil ich hochdeutsch ohne Akzent sprechen konnte. Weil ich schulisch weit voraus war. Kinder können grausam sein, und ich habe das jahrelang zu spüren bekommen. Vielleicht wäre es aber auch ohne Auslandaufenthalt so gekommen. Das bedeutet aber auch, dass man sich später viel einfacher an ein neues Umfeld anpassen kann. Heimat ist für mich heute dort, wo meine Familie ist, und nicht an ein Land gekoppelt.

Und meine Kinder?
Ich bin meinen Eltern unendlich dankbar für die Erfahrung, die ich dank ihnen im Ausland sammeln durfte. Ich habe früh gelernt, mit offenen Augen und Armen durchs Leben zu gehen. Aber als LadyGaga auf der Welt war, wuchs in mir trotzdem der Wunsch, ihr die Wurzeln zu geben, die mir als Kind frisch zurück aus dem Ausland irgendwie gefehlt haben. Wir bauten ein Haus, damit unsere Kinder eine Zentrale, einen Landeplatz haben. Ich will, dass sie hier im Dorf in den Kindergarten gehen und anschliessend auch hier in die Primarschule – am gleichen, kleinbürgerlichen Ort. Das heisst aber nichtdass ich mir nicht vorstellen könnte, eines Tages mit Sack und Pack auszuwandern und nochmalalles auf den Kopf zu stellen, um die grosse, weite Welt zu sehen. Und wenn meine Kinder eines Tages als Au-pairs in die USA reisen wollen, lasse ich sie gerne ziehen (snief). Denn eines habe ich gelernt: Es tut der Seele gut, loszulassen und neue Horizonte zu entdecken. Egal in welchem Alter. Denn die positiven Aspekte überwiegen.

Dienstag, 15. Juli 2014

Gastbeitrag von Beauty-Mami: Mehrsprachige Erziehung: Die Kinder richtig fördern

Ein weltmeisterliches Lebenszeichen aus meinem Heimaturlaub. (Bin immer noch in Feierlaune!)
Das Wetter wird hier endlich wieder sommerlicher und wir hoffen, dass wir nun auch die Badesachen wieder auspacken können. 
Ab Samstag sind wir dann auch wieder komplett, da kommt der Liebste wieder und da freuen sich natürlich auch die Jungs drauf. 

Heute gibt es hier einen weiteren Gastbeitrag in meiner Sommer-Urlaubsvertretungs-Reihe für Euch. 

Mihaela und ihren wunderschönen und ganz anderen Beauty-Mami-Blog habe ich eigentlich erst über Twitter kennen gelernt. 
Der Name hält was er verspricht, Du findest bei Mihaela nicht nur Beauty-Tipps für lange Wimpern oder gegen Cellulitis, sondern auch Kindermode, tolles Spielzeug oder aus dem Mama-Alltag wenn man sich fragt wann Kinder Süßigkeiten brauchen. Und ich liebe ihre schönen Bilder auf dem Blog. 

Ihre beiden Kids wachsen auch mehrsprachig auf aber sie haben ihren eigenen Weg dafür gefunden, der sich vom letzten Gastbeitrag von Papaleaks unterscheidet. Aber lest selbst. 

Danke Mihaela für Deinen tollen Gastbeitrag!

À bientôt und bis bald, 
Eure
Tanja 


Mehrsprachige Erziehung: Die Kinder richtig fördern

Hallo ihr Lieben,
ich bin Mihaela, eine sehr stolze zweifache Mama und glückliche Ehefrau, die ihre Erfahrungen und Empfehlungen auf dem Blog www.beauty-mami.de mit euch teilt.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei der lieben Tanja, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, einen Gastartikel für ihren wundervollen Blog zu schreiben. Ich habe ein Thema ausgewählt, dass mich schon seit vielen Jahren intensiv beschäftigt.



Wieso Kinder mehrsprachig aufwachsen sollen? 
Viele Eltern, die im Ausland leben und solche, die unterschiedliche Muttersprachen sprechen, stellen sich früher oder später diese Frage.

Die Gründe für eine bilinguale Erziehung sind viele und unumstritten:
- Jede Sprache ist ein Reichtum! Daher ist man im klaren Vorteil gegenüber den anderen, wenn man mehrere Sprachen hervorragend beherrscht.
- Die mehrsprachige Erziehung fördert die sozialen und die kognitiven Fähigkeiten eines Kindes.
- Multilingual erzogenen Kindern fällt es leichter in späteren Lebensphasen weitere Sprachen zu lernen.
Wenn man sich dafür entscheidet, das eigene Kind mehrsprachig zu erziehen, muss man sich im Klaren sein, dass es sowohl für die Kleinen als auch für die Großen eine große Herausforderung ist.

Meine Erfahrung:
Da ich lange Zeit mit Vorschulkindern mit Migrationshintergrund gearbeitet und sie sprachlich gefördert habe, habe ich in diesem Bereich genügend Erfahrungen gesammelt, die ich auch bei der Erziehung meiner Kinder umsetzten kann.
Mein Mann und ich haben unterschiedliche Nationalitäten und haben uns deswegen entschieden, diesen Vorteil zu nutzten und unseren Nachwuchs mehrsprachig zu erziehen. Meine Tochter ist fast fünf Jahre alt und spricht mit Leichtigkeit schon drei Sprachen. ( Deutsch, Italienisch und Bulgarisch) Sie kann automatisch die Sprachen wechseln, ohne dabei durcheinander zu kommen. Sie fühlt sich in diesen drei Ländern wie Zuhause und hat gar keine Sprach- und Kommunikationsschwierigkeiten. Das Erfolgsrezept: Wir befolgen einfach konsequent die folgenden Erziehungsmethoden.

Wie gelingt eine mehrsprachige Erziehung am besten?

- Die emotionale Bindung!
Für mich ist das eigentlich der wichtigste Punkt, der eine mehrsprachige Erziehung erfolgreich macht. Wenn ein Kind eine emotionale Bindung zu einer Sprache aufbauen kann, hat es natürlich auch Interesse sie zu sprechen und fleißig zu erlernen. Es genügt nicht, ein Kleinkind nur aus rein intellektuellen Gründen zu zwingen, sich mit einer bestimmten Sprache zu befassen. Es ist empfehlenswert, dass die Kleinen das jeweilige Land, dessen Kultur und Mentalität auch kennenlernen können. Enge Verwandte, Bekannte oder Familienmitglieder, die diese Sprache sprechen, können auch sehr gut dabei helfen, dass das Kind kulturell und emotional den Bezug zu der Fremdsprache findet.

- So früh wie möglich anfangen!
Die Kinder sind wie kleine Staubsauger! Sie saugen instinktiv alles, was sie in ihrer Umgebung sehen und hören, auf. Bis zum Alter von 10 Jahren können sie problemlos und akzentfrei mehrere Sprachen lernen. Deswegen lohnt es sich, so früh wie möglich, mit der multilinguale Erziehung anzufangen.

- Konsequent bleiben und klare Regeln stellen!
Wie gut ein Kind eine Sprache spricht, hängt meistens von den Eltern ab! Sie müssen die Kleinen geduldig unterstützen und ihnen ein gutes Vorbild sein. Wichtig ist:
Jedes Elternteil soll konsequent nur eine Sprache mit dem Kind sprechen. Wenn möglich bitte die Sprachen nicht mischen! Auf diese Weise geben wir den Kleinen die Möglichkeit, sowohl ihren Wortschatz zu erweitern als auch die Grammatik der jeweiligen Sprache richtig zu erlernen.
Es kann vorkommen, dass die Kinder anfangs die Sprachen mischen. Der Grund dafür ist, dass sie noch nicht alle Wörter in allen Sprachen kennen. Die Eltern sollten aber diese Sprachen-Mischung nicht unterstützen, sondern dem Kind die fehlenden Vokabeln beibringen.

- Klare Regeln machen alles leichter! Das Kind soll wissen, wo und mit wem eine bestimmte Sprache sprechen kann. Es ist viel einfacher und nicht so irritierend für die Kleinen, wenn die Mama zum Beispiel die erste Zeit nur "auf französisch" und der Papa nur "auf deutsch" reden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Sprachen nur bruchstückhaft und nicht richtig vermittelt werden.
- Spaß anstatt Druck!
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um Kinder handelt. Damit sie auch eine Sprache gerne sprechen, dürfen wir sie keines Falls unter Druckt setzen. Das Zauberwort lautet: "Spielend" lernen! Die mehrsprachige Erziehung sollte man ganz unaufdringlich in dem Alltag der Kinder einbauen.

- Die Kinder fördern und nicht überfordern!
Sobald man merkt, dass das Kind Schwierigkeiten oder sogar Probleme mit einer Fremdsprache hat, sollte man es nicht weiter damit belasten. Wir wollen eigentlich unsere Kinder sprachlich fördern und nicht mental überfordern.
Also liebe Eltern, falls ihr die Möglichkeit habt, schenkt euren Kindern dieses wertvolle Geschenk - die mehrsprachige Erziehung!


Samstag, 12. Juli 2014

12 von 12 im Juli - heute mal aus der Sambastadt Coburg

Salut, ça va?

Ein Lebenszeichen aus dem Heimat-Urlaub in Deutschland.

Meine 12 von 12 kommen im Juli aus Coburg. Da hat sich meine Familie nämlich zum Samba-Festival getroffen. Morgen geht es dann pünktlich zum Finale wieder zurück. 

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen


Frühstück im Hotel ist was Feines, nur hinsetzen und genießen 

Während der Vormittag nur dem "SisterAct" gilt (meine beiden Schwestern und ich) werden meine Jungs von den Männern im Hotel bespasst. 


Auf ins schöne Städtchen Coburg, Samba!


Bummeln und Quatsch kaufen muss auch mal sein

Dann ne Coburger Bratwurst

Später dann

Auch da bin ich vorbei gelaufen

Nach dem Mittagsschlaf waren wir mit der ganzen Familie nochmal in der Stadt und haben noch ne Runde geklettert 

Überall Samba-Feeling!

Und: ich hab sogar MEIN Instrument gefunden:

Da ich zuwenig Fotos gemacht habe, weil da so viele Leute rumschwirrten- bekommt Ihr halt noch ein Selfie...

Und während meine Family sich noch im Samba-Feeling tummelt bin ich mit den Jungs auf dem Zimmer 

Ich entschuldige mich für die Bildqualität, war heute mit dem Handy nicht anders möglich. 

In den nächsten Tagen darf ich Euch den nächsten Sommer-Gastbeitrag veröffentlichen, nun aber erstmal noch Familie und der große Samba-Umzug morgen. Und dann- vielleicht Weltmeister? Wäre ja echt mal wieder an der Zeit. 

Bis dahin, danke für's gucken. 

À bientôt 

Eure Tanja

Mittwoch, 9. Juli 2014

Gastbeitrag von Papaleaks: Der bilinguale Frosch

TAFJORA macht Urlaub!!!

Ich bin gerade fleissig am Packen, denn morgen werde ich mich mit den Jungs in Richtung Deutschland auf den Weg machen. 1200 Kilometer und dieses Mal so ohne Papa, der leider erst mal hier bleiben muss. Drückt mir die Daumen für eine entspannte Reise! 

Im Sommer wird es hier auf meinem Blog also ein bisschen ruhiger, ich werde mich zwar sicher ab und an auch mal melden und schreiben können, aber in erster Linie wollen wir natürlich die Familie und die Zeit zusammen geniessen. 

Ich freue mich aber riesig, dass ich so tolle "Urlaubsvertretungen" gefunden habe, die meinen Blog immer mal aus dem Sommerschlaf erwecken werden.

Der erste  kommt heute gleich mal von einem PAPA- endlich kommen hier auch mal die Männer zu Wort - und ich bin stolz, dass er seinen ersten Gastbeitrag für meinen Blog geschrieben hat. Ihr findet ihn natürlich auch auf meiner Blogroll:

Papaleaks 

Ein noch ziemlich junger Papa-Blog, von einem Papa so circa in meinem Alter und auch sein liebes Töchterlein ist im selben Alter wie mein Winterkind. Ich finde es ja herrlich, wenn man sich das Ganze auch mal aus Papa-Sicht vorstellen kann. Also unbedingt mal auf seiner Seite vorbeiklicken! Ich mag seine Art wie er schreibt und twittert total. 

Sein Gastartikel passt wunderbar zu Tafjora, denn auch seine Kleine, wird zweisprachig aufwachsen, aber lest doch einfach selbst. 

Hier kommt Papaleaks und der Bilinguale Frosch:

 

Der Bilinguale Frosch …

Unser kleiner Frosch (18 Monate) soll zweisprachig aufwachsen. Hauptsprache: deutsch (ich). Zweitsprache: russisch (die Mama). Der Gedanke ist: nie wieder wird sie vermutlich so leicht eine zweite Sprache lernen können wie jetzt.
Dass Mama-Frosch den Russischpart übernimmt ist besser so. Ich sprech nämlich kein Russisch. Also bis auf ein paar wenige Worte (спасибо / danke, Тарелка / Teller, Говорить по-немецки / deutsch sprechen, хлеб / Brot, …). Damit könnte ich in Russland wenigstens erklären, dass ich deutsch spreche und mich für das Brot bedanken.
Unterstützung erhalten wir von meinen Schwiegereltern - die wohnen in unserem Haus im Stockwerk über uns. Ein Mehrgenerationen-Haus also. Während die Frau ½-Tags arbeitet, kümmern sich die Schwiegereltern um die Betreuung der Kleinen bis diese in den Kindergarten kommt.

 

Prinzip von Ronjat


Wenn man sich über Zweisprachigkeit informiert (Tante Google), liest man vom Prinzip "Eine Person, eine Sprache"/Prinzip von Ronjat. Demnach solle derjenige, der die Zweitsprache spricht, diese immer beim Sprechen mit dem Kinde verwenden.
Würden wir das so durchziehen, hieße das, die Mutter spräche auch dann russisch mit der Kleinen, wenn ich dabei bin. Das schlösse mich aber aus jedem Gespräch der beiden aus. Und es erschwerte die Gespräche am Abendbrottisch.
Das Prinzip von Ronjat passt also für uns nicht in dieser Konsequenz.

Sprach-Kuddelmuddel


Wir machen es so: wenn ich nicht dabei bin, sprechen meine Frau und die Großeltern konsequent russisch mit dem Frosch. Bin ich dabei, ist deutsch die Amtssprache. Wenn Frosch-Mama mit der Tochter spielt und ich dabei bin, spricht sie - nach Lust und Laune - auch mal russisch mit ihr und übersetzt danach für mich.
Ob das klappt? Keine Ahnung! Wir versuchen es. Wichtig ist uns, es gibt kein "müssen", keinen Zwang, keinen Druck. Alles kann, nichts muss. Wenn es nicht klappt, ist das kein Beinbruch!
Und, ich werde ihr nicht sagen: "mit dem Papa musst Du aber deutsch sprechen". Sie soll quatschen wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Wenn sie ein neues russisches Wort spricht, dann muss ich es halt lernen.
Alles andere würde vermutlich die Kleine nur verwirren. Die Trennung der Sprachen - so es denn mit der Zweisprachigkeit klappt - kommt sicher mit zunehmendem Alter von allein.
Das unterscheidet sich ja auch nur marginal von all den anderen Worten, die sie lernt. Die müssen wir auch erstmal entziffern und verstehen lernen. "ei'ma'" → noch einmal, "da da" → das da, "dada" → Kaka, "mich" → Milch, "ichn" → ich.

Wenn die Kleine plötzlich russisch spricht


"Aball" rief sie eines Tages immer wieder. Sie zeigte dabei auf auf alles mögliche. Und wir verstanden nicht, was sie uns sagen wollte. "A Ball"? Da ist doch gar kein Ball? Es ergab keinen Sinn. Bis sie eines Abends in einem Bilderbuch auf einen Jungen zeigte, der auf dem Boden liegt und spielt und mich anschaute und sagte "aball". Da fiel es der Frosch-Mama wie Schuppen aus den Haaren - das Wort war "упал" (gesprochen etwa upall, gefallen im Sinne von heruntergefallen, umgefallen).
Sie verwendet das Wort seither konsequent für alles was irgendwie herunter- oder umgefallen ist. Das Kuscheltier liegt auf dem Boden? упал. Essen fällt vom Tisch? упал. Sie wirft einen Ball? упал. Neulich fiel sie beim Laufen hin und tat sich ein bisschen weh. Sie klagte auf meinem Arm unter Tränen ihr Leid: упал.
Mittlerweile spricht sie mehrere russische Worte, die sie zusammen mit ihrem deutschen Wortschatz mixt. дай / gib, пить / trinken.

Papa lernt mit


Nun kenne ich diese Worte und weiß um ihre Bedeutung. Ich habe ein paar Worte russisch gelernt. Meine Hoffnung ist, dass ich mit den weiteren Worten auch meinen Wortschatz vergrößere. Zumindest so lange es einzelne Worte bis Zwei- oder Dreiwortsätze sind, die sie lernt.
Ich muss nämlich vorbeugen. Andernfalls könnten der Frosch und ihre Mutter eines Tages beim Abendbrottisch gepflegt über den Papa lästern. ☺


Lieber Alex, ein ganz herzliches Dankeschön für Deine Arbeit und das so kurz nach dem Urlaub! Ich freu mich schon auf Deinen Urlaubsbericht vom Bauernhof! 
Herzliche Grüße und Euch allen einen wunderbaren Sommer!
À bientôt und bis bald!
Eure
Tanja

Samstag, 5. Juli 2014

Lustiges aus der Küche, wir machen Marmelade

Wir haben ja derzeit Ferien. Und für meinen Löwenjungen sind Ferien gar nicht so einfach. Also für ihn schon, für mich nicht so. Denn auch wenn er sich wunderbar auch mal alleine beschäftigen kann, sehr phantasievoll ist, so "unstrukturierte" Tage wie Wochenende oder Ferien sind sehr anstrengend für ihn.
Und dann muss man ihm dringend Aufgaben geben. 
Schwierig finde ich ja, Beschäftigungen zu finden, die man sowohl mit dem Großen als auch mit dem Kleinen machen kann. 
In der Küche werkeln ja beide gerne. Sie suchen da immer meine Nähe und wollen helfen. Und da kommt dann wieder meine Liebe zur Maria Montessori Pädagogik ins Spiel. 
Wir können unseren Kindern ganz viel zutrauen und es müssen nicht immer irgendwelche ausgefallenen Spiele oder spezielles Entertainment sein. 
Übungen des täglichen Lebens nennt sich das dann bei Maria Montessori.  

Und genau das haben wir heute gemacht. 1100 Gramm Aprikosen gewaschen, entkernt, genascht, püriert, Gelierzucker eingefüllt und dann Marmelade eingekocht, Gläser und passende Deckel ausgesucht, abgewaschen und abgetrocknet. 

Faszinierend, mit wieviel Fingerfertigkeit schon das Winterkind die Steine rausgepult hat. Und sich so daran gefreut  hat, dass es geklappt hat. Auf meiner Facebookseite habe ich das Video dazu gepostet, da könnt Ihr ihn Lachen hören. 

Wir hatten jedenfalls eine tolle Beschäftigung für einen gelungenen Ferien-Vormittag!


À bientôt und bis Bald
Eure
Tanja