Samstag, 31. Mai 2014

Malatelier - wir malen uns die Welt bunt

Da habe ich gestern Abend nach einem neuen Profilbild für Facebook gesucht (kennt ihr das- man findet bei 380 Bildern gerade mal 3 Bilder wo man selbst mit drauf ist, 2 davon schmeißt man lieber gleich sofort in den Papierkorb), eins gefunden was ich ganz lustig fand und witzigerweise fragt mich jetzt jeder wo wir da waren und was wir da überhaupt gemacht haben.


Also ich verrate es Euch. 
Einmal im Monat ist hier ein Malatelier von einer ganz bezaubernden Künstlerin. Das geht dann von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr oder auch mal länger, das nehmen die Franzosen hier nicht so genau. 

Catherine deckt im Atelier die Böden und Wände ab und dann gehts eigentlich los. Man soll das Herz malen lassen, es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur Schönes, denn es kommt auf den Moment an. Man soll sich treiben lassen und fließen. 
Kinder können das sehr viel besser. Und auch da ist das Alter interessant. 
Während das Winterkind eigentlich gleich ganz neugierig und zielstrebig auf die Farbflaschen los geht, hatte der Löwenjunge zuerst noch Hemmungen. (Er hatte eh lange Zeit so das Problem, dass er sich nicht die Hände dreckig machen wollte). 
Aber irgendwann steckt es uns alle an und dann gehts los. Mit Händen, Füßen, Pinseln. 

Letztes Mal waren wir sogar draußen im Schatten zum malen. War auch ein ganz besonderes Erlebnis. Das Faszinierende dabei finde ich auch, dass das Winterkind mit seinen 17 Monaten so gefesselt davon ist, dass er die komplette Zeit mit dabei ist und dabei bleibt. Gut, er wird gg 12 müde und hungrig, aber er bleibt sehr angetan bei der Sache. 

Eine tolle Sache, vor allem ja, weil man danach einfach gehen kann und nicht zu Hause die Farbe irgendwo abschrubben muss. 

Catherine, die Künstlerin, ist einfach unbeschreiblich. Die Ruhe in Person, so lebenslustig und bunt wie ihre Bilder. Ein tolles Erlebnis immer und für mich schon zum absoluten Highlight des Monats geworden. 

Und hier hab ich noch ein paar Bilder für Euch:









À bientôt und bis Bald

Eure Tanja

Mittwoch, 28. Mai 2014

Mit (Klein-)Kindern verreisen: meine Tipps und Tricks für eineentspannte Reise

Die liebe Lulu von Lulus-Stern (schau mal Hier, ) steckt wie derzeit viele Familien, in den letzten Vorbereitungen für den lang ersehnten Familienurlaub.

Aber wie immer, muss man ja erst mal am Urlaubsort ankommen und oft ist genau das mit kleinen Kindern gar nicht so lustig. Egal mit welchem Verkehrsmittel man unterwegs ist- irgendwann geht das quengeln los und es ist langweilig nur aus dem Fenster zu schauen.

Also hatte Lulu die Idee, mit dieser Blogparade Ideen zu sammeln, wie man Kindern die (lange) Reise "versüßen" kann. 

Meine Kinder sind das "verreisen" gewohnt, sie kennen es quasi nicht anders und ich muss sagen, dass sie schon wahre Profis, ja schon richtige Meilensammler sind: der Löwenjunge war gerade mal 2 Monate und das Winterkind 2 Wochen bei ihrer ersten längeren Reise.
Wir waren noch nie "heimatnah" stationiert, am Anfang waren es 580 km und jetzt in Frankreich sind es 1200 km von unserem Wohnort zu unserem "Heimatort" wo unsere Lieben wohnen. Beide Jungs kennen das Reisen mit Auto, Flugzeug und mit der Bahn. 



Ich persönlich finde derzeit das Reisen mit Auto und Flugzeug entspannter, denn 10-12 Std Zug mit dem Winterkind (17 Monate) sind ein absoluter Bespassungs-Fulltimejob. 
(Hier übrigens mehr über unsere letzte Zugfahrt)
Als der noch klein und "unbeweglich" war, da war die Zugfahrt für uns am entspanntesten und ich denke die Zeit kommt dann auch wieder, wenn er etwas größer ist. Aber auf Eisenbahnmarathon hab ich grad nicht soviel Lust. 

Hier also unsere Reisetipps für Euch:

Im Flugzeug:
Wenn wir mit dem Flieger unterwegs sind, gibt es eigentlich kaum Probleme, denn das ganze Drum herum ist schon mal so spannend, dass ganz viel Zeit mit gucken und fragen vorbei geht.
Wichtig ist, dass die Kids wegen dem Druckausgleich im Ohr, den sie anfangs noch nicht selbst regulieren können, viel trinken. Also wenn ihr es bei Euch merkt oder die Kinder komische Grimassen machen, heulen, jammern: dann trinken lassen! Trinkfaule Kinder? War mein Löwenjunge auch, ich hab ihm früher vor dem Start schon was zu knabbern gegeben, da hatte er dann Durst und
trank auch zum Start ausreichend. Heulende Kinder hatten wir eigentlich nie.

Beim ersten Flug vom Winterkind mit 9 Monaten hab ich zwar Dauerstillen dürfen, er hat einfach auch gemerkt was ihm gut tut und vermutlich hat ihm das auch die nötige Sicherheit gegeben.

In unserem Kinder-Handgepäck:
- der TipToi von Ravensburger und ein Buch dazu (die sind groß und es dauert bis man da durch ist, drum reicht uns eins) - hat sich sehr bezahlt gemacht bei uns. Wir haben noch einen Kinderkopfhörer dazu gekauft, dann werden die Mitreisenden nicht gestört. Die Bücher sind super interessant und haben auch kleine Spiele/Rätsel drauf, die man alleine machen kann. 



- viele kleine Pixibücher (meistens gibt es zur Reise ein neues dazu)
- kleines Malbuch/Block und Stifte 
- Knabbereien und auch was zum naschen
- was zu trinken 
- der Große darf dann auch das Tablette nutzen (siehe unten)
- Lieblingsspielzeug vom Winterkind und ein "Überraschungspaket" je nach Alter (siehe unten)

Mit dem Zug:
Wenn die Kinder größer sind, ist Zug fahren für mich eigentlich ideal und sehr entspannt. Habe es genossen, als der Löwenjunge ungefähr 3 war. Wir haben im Zug Plätze mit Tisch reserviert und die 9 Stunden Zugfahrt von Bordeaux nach Deutschland vergingen wie im Flug. Soviel Zeit hat man ja selten am Stück für sein Kind. Man ist auch nicht durch Gurte oder Sitze eingeschränkt und kann die Zeit für sämtliche Spielarten nutzen. Auch konnte ich viele Bücher vorlesen, das kann ich unter der Autofahrt sonst nicht, da wird mir vom lesen nämlich schlecht.

In unserem Kinderhandgepäck:
- All die Dinge die auch in den Flieger mitkommen (siehe oben)
- kleine "Mitbringspiele" (die verpacke ich in Zipperbeutel, denn im Karton sind sie zu sperrig)



- ein paar Mini-Autos und Duplo-Figuren
- Schleichtiere und Steckspiele für das Winterkind
- auch sehr beliebt gewesen bei der letzten Zugfahrt: ein Sammelalbum mit Sammelbildchen. Endlos haben wir geguckt, gesucht, geklebt und abgehakt und immer gefreut wenn kein doppeltes raus kam. 

Mit dem Auto:
Für mich sind Urlaubs- und "Heim"-fahrten mit dem Auto irgendwie trotz der langen Strecken ziemlich entspannt. 
Zum einen weil ich Auto fahren in Frankreich wesentlich stressfreier als in Deutschland finde, aber eigentlich hauptsächlich weil ich 2 so tolle "Mitfahr"Kinder habe. 
Wir fahren sehr gerne in die Nacht hinein. Das geht aber nur wenn mein Herzblatt auch mitfährt, der ist eine Nachteule und hat die besseren Augen.
Wenn wir gegen 18 Uhr los fahren, schlafen die Jungs eben irgendwann ein und den Großteil der Strecke verschlafen sie. Fahren wir morgens früh los, bekommt der Löwenjunge vor Aufregung erst mal seeeeehr lange kein Auge zu. Na ja, das muss man eben ausprobieren wie es für einen am Besten passt. 

Ansonsten legen wir die Pausen so, dass die Kinder sich lange und ordentlich bewegen und austoben können. Hier in Frankreich gibt es an den Straßenschildern die einen Rastplatz ankündigen, auch Zusatzschilder wenn ein Spielplatz dabei ist. Finde ich klasse.



In unserem Kinderhandgepäck:

- jede Menge CD's: 
von Kinder- und Mitmachlieder für die allerkleinsten bis zu diversen Hörspielen. 
Vor langen Fahrten auch mal wieder eine neue. (Finden wir Eltern auch gut, die anderen kennen wir ja auch alle schon)
- verschiedene "Snacks":
von Apfelstückchen bis Gummibärchen da "zaubert" Mama immer mal was anderes nach hinten 
- all die Dinge, die oben schon genannt wurden
- unser LÜK-Pocket ist auch ideal für lange Fahrten, da gibt es noch verschiedene Heftchen zum dazukaufen, auch für unterschiedliche Altersklassen:






- und natürlich das  "Überraschungspaket":

Das gibt es nicht gleich alles sofort, sondern das sind meine "Joker", wenn wir in den Stau kommen oder die Laune kippt: 
- eine Kinder-Zeitschrift (jaaa so eine mit dem ollen Plastikspielzeug das meistens auf der Rückfahrt schon kaputt ist- die sind inhaltlich aber meistens ganz nett, haben Geschichten, Bilderrätsel, Ausmalbilder... Da ist oft wieder eine Stunde gerettet)
- ein neues Buch (ich liebe ja diese Hier und die Klappen und Bilder mag sogar das Winterkind schon)
- toll finde ich auch Kindergartenblöcke ( Sowas zum Beispiel)
- ein kleines Auto
- für das Winterkind eine Tasche zum ausräumen und entdecken mit Schlüsselanhänger, Geldbeutel mit "Inhalt" etc


Immer auf unseren Reisen mit dabei sind 
natürlich auch ein Kuschelkissen und eine Kuscheldecke, denn egal wo man ist, da schlummert es sich viel besser und müde Kinder (und Mami's) frieren schnell

Und dann hätten wir da ja noch unsere Spielideen für unterwegs:
- "ich sehe was, was Du nicht siehst" (so alt und immer noch beliebt)
- "Geschichten erfinden": was hat der wohl hinten in seinem LKW drin? Bestimmt rosa 
Kaninchen die nach Buxtehude zu Tante Kunigunde wollen" (egal wie blöd, Hauptsache lustig)

- ich packe meinen Koffer und nehme mit...
- für das Winterkind singen wir oft: 
"Hoch am Himmel, tief auf der Erde- überall ist Sonnenschein. Wenn ich nicht ein Kindlein wäre, würd ich gern ein ....... (Z.B. Hündchen) sein - (und dann machen wir alle: wau wau) sehr beliebt!!!

Und für unsere nächste Reise:
- werde ich mir das hier ausdrucken was ich bei FRESHDADS gefunden habe: Autobingo




- gibt es außerdem noch eine Tüte mit Pfeifenputzer und Perlen:




(Die Variante mit den Zahlen ist für den Großen, da kann er dann immer die Anzahl der Perlen auffädeln, er liebt so selbstgebastelte Spielchen und Rätsel)

Auch das Tablette nutzen wir auf langen Fahrten. Auf ein DVD-System haben wir wegen dem Winterkind bewusst (noch?) verzichtet. Mein Löwenjunge schaut verhältnismäßig wenig fern. Und wenn dann ausgesuchte Sachen. Auf dem Tablette haben wir für ihn zum Beispiel einen Janosch-Film, ein Hörspiel, einzelne kurze Folgen Benjamin Blümchen zum angucken, Feuerwehrmann Sam Spiel und ein paar Kinderspiele. Er würde natürlich am Liebsten nur damit spielen, 1200 km lang, aber wir machen immer genau aus, wie lange und auch nicht immer, aber als Joker ist es allemal praktisch. 

Ich hoffe ich hab jetzt nichts vergessen und vielleicht war ja der ein oder andere Tipp für Euch dabei. 

Habt Ihr noch Ideen? Vielleicht auch für größere Kinder? (Denn unsere lange Fahrten sind ja noch nicht vorbei)

Und hier sind die Blogger-Links die sich bis jetzt bei Lulus Stern mit ihren tollen Tipps verlinkt haben:
Zweifachmama: Wann sind wir denn endlich da?
Mamaskind: Mit dem Kind auf Reisen- Beschäftigungsideen
Mama on the Rocks: 11 Tipps für die lange Autofahrt mit Kleinkind
Perlenmama: 11 Tips für lange Autofahrten mit kleinen (und grösseren) Kindern
Beauty Mami Blog Reisen mit Kindern - Tipps für eine entspannte Autofahrt
Tollabox: Reisen mit Kindern - eine Sache der Haltung

Ich wünsche Euch eine entspannte Reise, Bon voyage, einen schönen Urlaub und

À bientôt 

Eure Tanja

Sonntag, 25. Mai 2014

7 Tage - 7 Bilder Unser Wochenrückblick mal anders

Diese Woche gibt es unseren Wochenrückblick mal ganz anders.
Carola lädt auf ihrem Blog  Frische Briese ( Schau mal hier: ) dazu ein, in 7 Bildern auf die vergangene Woche zurückzublicken. 

Und da ich diese Woche, die ziemlich verregnet und auch traurig war, nicht so viele Bilder und Text habe, möchte ich gerne mal Carola's Einladung folgen. 


Heute ist Muttertag in Frankreich, Bonne fêtes des mamans, und mein Löwenkind hat im Kindergarten (ecole maternelle) natürlich was gebastelt, was mir heute morgen überreicht wurde:

Eine tolle Karte mit Gedicht und ein Schlüsselanhänger. Hach ja #stolz ❤️


Wir machten mit den Jungs dann heute einen Ausflug in den Zoo. Endlich kein Regen und es war kaum was los. 



Am beeindruckendsten aber fand ich ja dieses Liebespaar hier:


Sie stand nämlich plötzlich auf, ging zu ihm rüber, sie kuschelten (und tuschelten?) und danach ging sie wieder zurück, legte sich zu den anderen - und er? Er blieb einfach ziemlich arrogant liegen. Was sagt man dazu? 


Am Dienstag kam unser Papa endlich nach 3 langen Wochen aus Amerika zurück. 

Er kam etwas früher an als erwartet, also holte ihn mit dem Winterkind vom Bahnhof ab. Auf dem Weg dorthin zehntausendmillionen Mal "Papa, Papa,Papa" Er sieht Papa, rennt auf ihn zu, in seine Arme und: schweigt andächtig. Und will sofort wieder zu Mama. Ja solche Trennungen sind für so kleine Menschen sehr seltsam!
Dann sind wir den Löwenjungen vom Kindergarten holen, die Überraschung könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Das sind dann immer wieder Gänsehautmomente.



Ansonsten habe ich dann noch bei Anna's wunderschönem Blog Eltern vom Mars dieses tolle Gewinnspiel Hier  entdeckt. In das Laufrad hab ich mich gleich verguckt, aber es sind einfach so viele schöne andere Fotos schon mit am Start, ich denke da gehen wir leer aus. Wer trotzdem mal gucken mag, auf Facebook könnt Ihr liken und wir sind mit Bild #16 am Start.

Unser Winterkind ist immer am klettern und bewegen. 


Mein 7. und letztes Bild sind heute diese beiden Kerzen:


Die rechts im Bild kennt Ihr schon, sie brennt an unserem Tisch, zu Erinnerung an meine im Februar verstorbene Mama. 
Die linke Kerze war unsere diesjährige Osterkerze- aber nun brennt sie für einen kleinen, tapferen Mann, der uns am Freitag leider verlassen hat. 
Ich bin froh, dass ich ihn und seine wunderbare Familie kennenlernen durfte. 
In seinem viel zu kurzen Leben hat er so tapfer gekämpft und so viele Menschen berührt. Ich wünsche seinen Eltern und Geschwistern, ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit. 

Mein Löwenjunge hatte die Idee, diese Kerze nun immer neben Oma's für ihn brennen zu lassen;
für Nils und all die anderen Sternchen, die viel zu früh gehen mussten. 



À bientôt und bis bald

Eure Tanja


Freitag, 23. Mai 2014

Friday Fives - 5 Dinge wofür ich diese Woche dankbar bin

Nadine hat auf ihrem Blog Buntraum (Schau mal ) den ich sehr schätze und Euch nur wärmstens empfehlen kann, Anfang Mai etwas ganz wunderbares begonnen:
"Friday Fives"- 5 Dinge aus der vergangenen Woche für die man dankbar ist

Ich finde es deshalb so schön, weil ich glaube, dass wir im Trubel des Lebens das genau vergessen. 
Dankbarkeit?! Oft sind es doch Schreckensmeldungen, die uns dann inne halten lassen, und die uns plötzlich wieder bewusst machen, für was wir dankbar sein können und sollten. 

Ich wollte auch sehr gerne mitmachen, da das irgendwie zu mir passt. Hab es aber dann nicht geschafft und letzten Endes war es auch für mich heute eine Schreckensmeldung, die mich den ganzen Tag und mein ganzes Handeln heute beeinflusst haben und mich zugleich danbar machten. 
Eine liebe Familie in der Heimat musste letzte Nacht ihr schwer krankes Kind gehen lassen. Es hat mich zutiefst getroffen, meine Gedanken und Gebete sind bei der Familie. Es lässt sich kaum in Worte fassen. 

Tiefes Mitgefühl auf der einen Seite aber auch unendliche Dankbarkeit für 2 gesunde Kinder begleiten mich heute also durch diesen Freitag. Wie nah diese Dinge manchmal beisammen liegen! 

Heute also einfach nur kurz meine 5 dankbarsten Momente:

1.) dass mein Mann wieder gesund zurück gekommen ist

2.) und 3.) für 2 wundervolle, gesunde Kinder- möge das bitte bitte bitte immer so bleiben

4.) ganz wunderbare Begegnungen mit neuen Freunden

5.) dass mein Winterkind mir jetzt soviel mehr Schlaf lässt, ich wusste es, der Tag wird kommen :-)

Und für was seid Ihr dankbar?
Passt auf Euch auf und genießt es, wenn es Euch gut geht. 

Habt ein schönes Wochenende!!!

À bientôt und bis Bald

Eure Tanja

Mittwoch, 21. Mai 2014

Raus aus dem Dunkel - Wie Mütter Wege aus dem Burnout finden könnenGastbeitrag #1

Da ich momentan selbst gerade sehr wenig zum Schreiben komme, habe ich über Twitter "Blogger-Freunde" eingeladen, Gastbeiträge für meinen Blog zu schreiben.
Ich komme ja aus der Touristik und ein sehr beliebter Slogan in unserer Branche ist "Zu Gast bei Freunden". Das passt auch ganz gut als neue Rubrik hier und ich freue mich auf viele neue Gastbeiträge von tollen Schreiberinnen und Schreiber. 

Der erste Gastbeitrag kommt von Michaela, ihr Blog heißt more than words und ihr findet ihn Hier
Über sich selbst schreibt Micha:
"Psychologin, Autorin und zur Zeit Grossfamilienmama... Ich versuche den Alltag mit meinen vier Kindern zu gestalten, mich inspirieren zu lassen und Inspirationen weiter zu geben. Ausserdem liebe ich es, vieles selbst zu machen, Filme schauen, zu reisen, Musik zu hören und über das Leben nachzudenken. Das alles ist Teil dieses Blogs."

Micha fragte mich, ob ich einverstanden bin, wenn sie über das Thema Burnout bei Müttern schreiben würde. Und ich freute mich schon ganz besonders auf diesen Beitrag.

Ich habe mal eine lustige Postkarte gesehen, sie hing bei meiner Schwester in der Küche:
"Ich habe keine Zeit für ein Burnout- ich bin Mutter"
Und so sehr ich jedes Mal darüber schmunzeln muss, so sehr zeigt es doch auch, dass Burnout ganz schön verharmlost wird und vielleicht vor allem bei uns Müttern. 
Mütter haben ja schon von je her vieles geleistet und leisten müssen. Meine Oma ist mit 5 Kindern alleine von Danzig nach Norddeutschland geflüchtet und mit Sicherheit hatte sie es 1000 mal schwerer Mutter zu sein, als ich heute. Aber das reicht doch trotzdem nicht aus, um mir an manchen Tagen Trost zu spenden. Ausgebrannt bin ich zum Glück noch nicht, aber manchmal sind meine Batterien verdammt leer und ich fühle mich ziemlich platt. Gefühllos, kennt ihr das? Wenn man manchmal nicht mal sagen kann wie man sich fühlt, weil man sich nicht mehr richtig fühlt, nicht glücklich oder traurig, sondern einfach nur alle?! 
Es sollte auch vollkommen legitim sein, das auszusprechen, ohne sich gleich rechtfertigen zu müssen. "warum, Du hast doch nur ein Kind und ich zwei" - das hörte ich früher oft und hasste den Spruch! Mein Mann war 3 Monate in Afghanistan und das über Weihnachten und Silvester und der Kleine litt extrem unter Trennungsängsten. 
Nur ein Kind?völlig egal!!! Man darf kaputt und schwach sein, egal mit wieviel Kinder!



Aber nun mache ich hier Platz für Micha und bedanke mich ganz herzlich für diesen tollen Gastartikel und die wertvollen Tips. 



Raus aus dem Dunkel
Wie Mütter Wege aus dem Burnout finden können

http://micha-morethanwords.blogspot.de


Wenn Manager oder auch andere angestellte Arbeitnehmer krank werden, weil ihnen alles zu viel wird, sie sich nicht mehr konzentrieren können, die Freude am Leben und an der Arbeit verlieren – kurz gesagt, ausbrennen und ein Burnout-Syndrom bescheinigt bekommen, werden sie erst einmal krankgeschrieben. Sie können für einige Zeit ihrem Arbeitsplatz Adieu sagen und sich ganz ihrer Erholung widmen. Manche schöpfen genug Kraft, um weiter zu arbeiten, andere überdenken ihre Arbeitssituation und fangen etwas Neues an.

Mütter arbeiten rund um die Uhr. Vor allem mit Babys und kleinen Kindern sind sie ständig im Einsatz. Sie können nicht irgendwann am Ende eines Tages ihren Arbeitsplatz verlassen und die Bürotür schließen, sie können sich auch nicht so einfach krankschreiben lassen. 
24 Stunden einfach mal nichts tun, nichts hören, nichts müssen, nicht darüber nachdenken…
das ist - so lange die Mutter weiter in ihrer Familie bleibt – undenkbar. 
Natürlich gibt es Kurmöglichkeiten für Mütter, die kostbare Kraftquellen darstellen können, aber nicht in jeder Lebenssituation ist so etwas umsetzbar.

Wie schafft Frau es, einerseits für die Familie da zu sein und andererseits nicht unterzugehen? 
Wie kann sie ihre Kraft bewahren und neue Kraft tanken, wenn die Aufgaben und Erwartungen ständig mehr werden?

In meiner Diplomarbeit habe ich mich unter anderem mit der Forschung zum Thema Wohlbefinden“ befasst. Welche Faktoren führen dazu, dass wir uns glücklich und ausgeglichen fühlen? 
Die Forscher benennen hauptsächlich drei Dinge: 
1. Autonomie (die wahrgenommene Selbstbestimmtheit des eigenen Handelns),
2. Kompetenz(individuell wahrgenommene Wirksamkeit des eigenen Handelns) und 
3. Soziale Eingebundenheit

In den ersten Jahren mit einem Kind können diese Faktoren ins Wanken geraten. Das Baby bestimmt den Tagesablauf, intellektuelle Herausforderungen gibt es wenige und vor allem in der ersten Zeit stellt sich manchmal ein Gefühl der Einsamkeit und Isolation ein. Dazu kommt der nicht zu unterschätzende Faktor des Schlafmangels. 
Wenn man dann das Gefühl bekommt, alles nur noch negativ zu sehen und sich irgendwie nicht mehr richtig freuen kann, könnten dies Hinweise auf ein beginnendes Burnout-Syndrom sein. 
Wer nun das Gefühl von tiefer Ausweglosigkeit hat, sollte sich überlegen, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.
Ich habe einige dieser Symptome bei mir in den letzten Monaten beobachtet. Bei meinen älteren drei Kindern habe ich die Baby-Zeit als nicht so belastend erlebt und war nun selbst überrascht, dass es mir so schwer gefallen ist, mich darauf einzulassen.

Oftmals kann man aber auch auf die ersten Alarmsignale reagieren und  einiges dafür tun, um nicht tiefer in den Strudel der negativen Gedanken und Gefühle zu geraten:

1.
Darüber reden! Postpartale Depressionen werden als „lächelnde Depression“ bezeichnet, denn viele Frauen verstecken ihre Gefühle hinter einem Lächeln. Das macht es der Umgebung schwer zu reagieren und zu helfen. Also unbedingt darüber reden! Am besten mit dem Partner oder auch mit einer guten Freundin.

2.
Dem Tag Struktur geben! Oftmals herrscht Chaos im Kopf und man muss sich zwingen an dies und jenes zu denken und seien es auch Kleinigkeiten. Da hilft eine tägliche To-Do-Liste. Es macht Spaß erledigte Dinge durchzustreichen - viele kleine Erfolgserlebnisse.

3.
Auszeiten! Mamas mit Schlafmangel brauchen vor allem eins: Schlaf! Es ist also von immenser Wichtigkeit, dass auch die Väter mal die Nachschicht übernehmen oder die Mutter morgens noch liegen bleiben darf. Auch sonst sind ein paar kinderfreie Stunden Gold wert, um wieder zu sich zu kommen und durchzuatmen.

4.
Raus in die Natur! Das geht auch mit Kinderwagen – einfach so viel wie möglich raus in die Natur und den Kopf durchpusten lassen. Die Sonnenwärme tut ihr übriges, damit wir uns besser fühlen.

5.
Freundinnen! Das Eingebundensein in ein Netzwerk aus anderen Frauen, Familie und Nachbarn ist sehr wichtig zur Prävention von Burnout. Oftmals sind Mütter, die betroffen sind, eher introvertiert und es fällt ihnen schwer neue Kontakte zu knüpfen. Hier kann auch das Internet helfen und z.B. auch mitten in der Nacht über Twitter solidarisch sein.

6.
Perspektivenwechsel! Das Gefühl, in der eigenen Situation gefangen zu sein und sich schlecht zu fühlen, relativiert sich, wenn man von anderen Familien und Frauen hört und liest, die oft noch viel schwierigere Lebensbedingungen meistern. Statt nach dem Schlechten zu suchen, kann es helfen, die Perspektive zu wechseln und zu überlegen, für welche Dinge man dankbar sein kann. Wer Dankbarkeit spürt, spürt in diesem Moment keine Angst und keinen Ärger. Mit etwas Übung sammelt man viele kostbare Augenblicke und kann sein Herz wieder für die Schönheit und die guten Dinge öffnen.

Auch wenn es einem in der Phase des Überfordert-Seins schwer fällt zu glauben: es wird wieder besser. Irgendwann werden die Nächte wieder länger und das Kind kann eindeutiger kommunizieren (was es natürlich nicht immer einfacher macht). Jedenfalls möchte ich allen Frauen Mut machen, dazu zu stehen, dass das Leben nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen ist. Es kann bisweilen auch wirklich dunkle Phasen geben und dann ist es wichtig nicht zu verzweifeln, sondern für sich einen Weg zu finden, der wieder zu mehr Licht führt.




Danke liebe Micha!
Diskutiert mit uns, was sind Eure Tipps und Erfahrungen. Was tut Euch gut und wo nehmt Ihr Eure Auszeiten um Kraft zu tanken und Batterien zu füllen?

À bientôt und bis Bald und gebt gut auf Euch acht!

Eure Tanja

Montag, 19. Mai 2014

Unser Wochenrückblick KW20 in Bildern

Eine ziemlich "schnelle" Woche liegt da hinter uns, in der wir so viel Schönes erlebt haben, dass es diese Woche unbedingt einen Wochenrückblick geben muss.
Kennt Ihr das, wenn man zurück blickt und denkt: "was, schon 1 Woche rum?" So ging es uns, als wir Freitag früh uns aufmachten, meinen Papa und meine Schwester zum Flughafen nach Bordeaux zu bringen, denn die Woche Urlaub war schon wieder vorbei. 

Abschied mag mein Löwenjunge ja überhaupt nicht. So oft musste er sich immer schon von lieben Menschen verabschieden. Keine Angst, die sind zum Glück nicht gestorben, aber waren halt dann wieder weg, von der Bildfläche verschwunden. Und Kinder haben ja auch noch kein Zeitgefühl, und wenn Papa dann Sonntag Abend immer tschüss sagte, dann gab es immer Tränen. Tschüss sagen mochte er gar nicht, denn auch wenn wir Besuch aus der Heipmat hatten, Tanten, Onkel, Großeltern, alle "verließen" uns dann ja auch irgendwann wieder und wenn die Abreise nahte, dann versteckte er sich oder er konnte nichts sagen. Wir haben einfach ein anderes Wort für tschüss genommen, denn pfiat'di - das ging besser. 
Mittlerweile mit fast 5 Jahren mag er Abschiede immer noch nicht besonders, aber wer mag das schon ? Ich übrigens auch nicht. Aber er kann sich nun verabschieden und winken und ist dann einfach etwas ruhiger. 

Wir haben also eine schöne Woche zusammen verbracht, viel erlebt und unternommen, viel geredet, gelacht und bis in die Nacht zusammen gesessen.
Die Jungs waren total entspannt und mir fiel dieses alte Sprichwort ein, dass es eigentlich ein ganzes Dorf braucht um Kinder groß zu ziehen. Die Jungs genossen es, dass irgendwie immer jemand Zeit für sie hatte. 
Und ich genoss es auch, denn es war eine enorme Entlastung und es gab mir Zeit mal wieder durchzuschnaufen.

Aber seht selbst:

Wir haben die schönsten Sandburgen gebaut:










Die Dune du Pilat erklummen: (die quasi bei uns hinterm Haus liegt: Guck mal)






Die tolle Aussicht dort genossen:




Picknick am Strand gemacht:



Löwenjunge hat Rollschuhlaufen geübt:



Noch mehr gebuddelt:



Getragen und geschlafen:



Abgehängt



Flieger aus Papier gebastelt:



Lecker gegessen:



Die ersten Erdbeeren genascht:



Nach noch mehr Erdbeeren gesucht:



Eine Bootsfahrt zum Cap Ferret: (Guck mal)



Natürlich mit Besichtigung des Leuchtturmes (inkl. aller 258 Stufen nach oben und wieder runter)

 


Die Aussicht war aber dafür atemberaubend:




Und dann war schon wieder Freitag und wir hätten doch noch ewig so weiter machen können!

Nach dem Abschied am Flughafen sind wir dann zur Aufbesserung unser aller Laune noch beim Lieblingsschweden zum HotDog essen vorbei. Meinem Kind war das alles egal, Mittagsschlafenszeit ist Mittagsschlafenzeit, egal wo. 




Das Papa-lose Wochenende haben wir auch noch gut rum bekommen. 
Sonntage finde ich ja immer am Schlimmsten, aber heute war klasse. 

Wir hatten uns wieder zum monatlichen Malattelier angemeldet. Da wir heute die 27-Grad-Marke geknackt haben (oh wie ist das Wetter in D- darf man das überhaupt schreiben?!) waren wir die einzigen Teilnehmer. Erst dachte ich oha- aber statt 2  haben wir 3 Stunden und statt drinnen haben wir draußen gemalt. Ich sag Euch, das war soooo klasse! Catherine ist so ne typische Künstlerin. Sie sang und wir malten, die Jungs sprühten nur so vor Kreativität und malten tanzenderweise. Hatte irgendwie was von Therapie und Seele baumeln lassen. Und soviel französisch habe ich meinen Löwenjungen noch nie sprechen gehört wie heute. Das klingt schon sehr cool, wenn man sein eigenes Kind plötzlich in einer anderen Sprache reden hört!
Für mein Französisch sind ja diese "Privatstunden" Gold wert. 





Danach waren wir bei unseren österreichischen Freunden zum Grillen eingeladen. Die wir letztens am Strand kennengelernt haben. Manchmal trifft man einfach Menschen und es passt. Genau so ist das mit denen. Nur leider ziehen sie Ende Juni wieder zurück nach Österreich. Sehr schade, denn auch die Kids haben sich so super verstanden, es war ein tief entspannter Nachmittag. Abends das Winterkind gleich im Schlafanzug in den Kindersitz. Wir waren kaum raus, da schlief er schon ein. Ins Bett getragen (Ja- solche Kinder gibts tatsächlich, hätte ich im Leben nicht gedacht!) und seitdem träumt er vor sich hin. 

Nun nur noch 2 mal schlafen, dann holen wir den Papa endlich wieder ab. 

Jetzt hab ich Euch aber ganz schön "zugebildert" und zugetextet.
Hoffe Ihr hattet auch eine schöne Woche?!

Lasst es Euch gut gehen und danke für's gucken.

À bientôt und bis Bald

Eure Tanja


Dienstag, 13. Mai 2014

#12von12 im Wonnemonat #Mai


Salut, ça va?

Fast hätte ich es ja dieses Mal verpennt, dass schon wieder der 12. und damit Zeit für 12 Bilder ist.
(Wer mehr Bilder sehen will, hier bei Caro's Draußen nur Kännchen :viele tolle Blogger und ihre 12 von 12)

Der Bubenpapa ist ja noch auf Übung in Amerika, aber dafür ist seit Freitag mein Papa mit meiner Schwester zu Besuch aus Deutschland. Damit war auch der gestrige Muttertag gerettet. 
Es war der erste Muttertag, an dem ich meiner Mama nicht danken konnte, zumindest nicht persönlich und wir schickten eben unsere Gedanken und liebe Grüße in Richtung Himmel und irgendwie war sie uns ja trotzdem ganz nah.


Zum Bloggen fehlt natürlich grad die Zeit, denn Freitag reist unser lieber Besuch wieder ab und so nutzen wir die kostbaren Stunden lieber, um meinem Papa mal die "neue" Heimat zu zeigen. Es ist ja das erste Mal, dass er hier bei uns in Frankreich ist. 

Also haben wir schon fleißig Sandburgen gebaut:


Spielplätze unsicher gemacht, Sachen repariert und Spaziergänge gemacht. 
Die Zeit geht mal wieder viel zu schnell vorbei. 

Drum nun kurz und knackig, meine 12 von 12 im Mai:



Heute morgen gab es die "Versetzung in die große Klasse" für mein Kindergartenkind, dem Löwenjungen:

Da war ich natürlich mächtig stolz, dass er so gut mitkommt. Denn im Kindergarten sprechen sie ausschließlich französisch. 

Auch etwas Zeit für mich gab es an diesem 12. und ich bin eine kleine Runde durch meinen Zauber-Wald gejoggt:



Wenn Besuch da ist, schafft man die Arbeit Ratz Fatz und die Wäsche war heute sogar noch vor dem Mittagessen geschafft. 



So war am Nachmittag viel Zeit mit und für die Jungs:

Es wurden komplizierte Modelle an Papierfliegern nachgebaut:




Die neue Gartenbank für die Jungs aufgebaut 



Ein Platz für die Zapfenfamilie gesucht:(das selbstgebastelte Muttertagsgeschenk vom Löwenjunge)



Auf dem Weg zum Bäcker kommen wir auch am Meer vorbei



Puky-Wettrennen auf der Terrasse

Gartenarbeit



Auf den FaceTime-Anruf vom Papa gewartet:

(Winterkind knutscht hier das Hintergrundbild mit dem Bubenpapa)

Und zum Abschluss des Tages nehmen wir noch eine (nicht alle 3) Flasche französischen Rotwein und plaudern bis weit nach Mitternacht. 



Drum kommen diese 12 auch mal wieder erst am 13. 

Und nun bonne nuit, gute Nacht und bis Bald

Eure Tanja