Donnerstag, 13. März 2014

Unser Montessori Floor Bed - ein Traum!

Diesen Post habe ich nun seit 16.02. als Entwurf gespeichert. Es war der Tag, an dem wir dann aber wieder überraschend nach Deutschland abgereist sind. (warum, das kannst Du hier nachlesen)

Heute muss ich mich ein bisschen ablenken, denn es ist heute auch der 6. Sternengeburtstag meines Sternchen, aber ich bin sicher, Oma hat es schon auf dem Schoß und sie lächeln mir zu, denn der Himmel ist heute strahlend Blau bei uns und die Sonne lacht ganz frech auf uns runter. 

Nun aber zum eigentlichen Thema:

Ich hatte ja versprochen, dass ich, wenn wir zurück in Frankreich sind, Euch einen Blick in unser Kinderzimmer gestatte.
Es ist zwar noch nicht alles fertig und einige Sachen fehlen auch noch. Aber unser Schlafbereich- der ist schon seit etwa Oktober fertig. Und darum geht es ja auch immer wieder. Das Thema Schlafen ist auf jeder Mütterseite, in jedem Ratgeber, in jeder Elternzritschrift zu finden. 
Die einen wollen auf gar keinen Fall ein Familienbett, die anderen unbedingt, manche lesen zig Ratgeber und sind am Ende doch nicht schlauer, manchmal machen sich Eltern gegenseitig regelrecht fertig, weil es jeder besser weiß. Teilweise kann ich es schon gar nicht mehr hören/lesen!
Jede Familie muss doch ihren eigenen Weg zu erholsamen Schlaf finden! 
Was für die einen passt, ist für die anderen noch lange nichts! Manches ändert sich auch im Laufe der Zeit und vielleicht muss man erst einiges ausprobieren oder verändern bis es dann für einen selbst passt. Ein Patentrezept gibt und gab es früher schon nicht, mein Papa jedenfalls verdreht heute noch die Augen, wenn ich ihn frage, wie das damals so bei mir war. :-)
Ja und dann soll es Elten geben, die legen ihre Kinder einfach ins Bett, gehen raus und die Kinder schlafen selig bis morgen früh. Beneidenswert! Meine gehören da wohl eher nicht dazu. 
Auch wir mussten für jedes Kind einen (anderen) Weg finden. Schreien lassen war aber für uns niemals eine Option. Wir wussten, auch diese Phase geht irgendwann rum oder wird besser. 

Matratzenbett, Bodenbett oder auch Floor Bed genannt: 
Bei uns klappt das beim kleinen Kind seit etwa Oktober (da war er 10 Monate alt) hervorragend. Unser Kind hat sich das irgendwie selbst ausgesucht:

Beim 2. Kind weiß man vielleicht vieles besser aber es gibt auch viele Dinge, die man wieder ausprobieren muss, weil einfach jedes Kind anders ist. 
Unser großes Kind passte mit knapp 3 Monaten nicht mehr in den Stubenwagen der neben meinem Bett stand. Das war für mich erst mal eine Überwindung, denn das Kinderbettchen hatte neben uns keinen Platz. Familienbett hatte ich noch nie gehört, nur überall die Warnungen, das Kind gehört in sein eigenes Bett und so weiter. (Ich erinnere mich aber heute noch an die einigen Male die wir beide beim Stillen eingeschlafen sind- das waren so innige und schöne Momente und gaben mir ganz viel zurück)
Also gut, auf in sein eigenes Bett - aber da sollte er es gut haben und da wir begeisterte Wasserbettschläfer waren bekam das große Kind eine Kinder-Wasser-Matratze. Nicht billig, aber superbequem und wir wollten ja irgendwann noch ein 2. Kind, das würde sich dann auch rechnen. 
Na ja, was soll ich sagen, es hatte geklappt, das Kind fühlte sich wohl im eigenen Zimmer und Wasserbett und schlief sofort durch. 
Das war eine Wohltat nach 3 Monaten Schreibaby-durch die Wohnung tragen-Nächte! Wir hatten also alles richtig gemacht? 
Gut irgendwann später landete er dann doch bei uns im Bett aber das ist eine andere Geschichte. 

Beim kleinen Kind wollten wir es eigentlich genau so machen. Was beim ersten Kind geklappt hat, würde sicher wieder klappen? Weit gefehlt!
Nun muss man dazu sagen, dass das kleine Kind viel mehr schlief als das Große je zuvor. Wenn er müde war, schlief er einfach ein, am Liebsten draußen an der frischen Luft. 
Aber was mochte er gar nicht? Den Stubenwagen neben meinem Bett. 
Also gut, legten wir ihn in sein (Wasser-)Bettchen und nach dem letzten Stillen um 23 Uhr in etwa legten wir ihn hin und er schlief bis morgens 5 oder 6. 
Ein Traum oder? 
Tsja, er schlief halt am Anfang durch, aber so ab ca 5 Monaten dann nicht mehr. Die Welt um ihn herum veränderte sich. Alles wurde interessant. Und in's Gittebettchen legen- das war plötzlich unmöglich geworden. Er wachte sofort auf und schrie. Papa konnte überhaupt nicht beruhigen, er schlief erst angekuschelt an meinem Busen und in meinem Bett wieder ein. 
Wir kauften ein Anbaubettchen aber wussten, dass das nur eine Lösung auf Zeit war, denn er wurde ja größer und aktiver.
Zu der Zeit habe ich angefangen mich mit Maria Montessori zu beschäftigen. 
Auf Anna's Blog "Eltern vom Mars" las ich viel, wie man das Leben "kindgerechter" machen kann und wie Anna viele Dinge zu Hause umgestellt hat. Das Thema faszinierte mich immer mehr. Und ich las und recherchierte. Fand auch auf Facebook eine tolle Gruppe. Dann meldete ich mich auf Pinterest an und fand erst mal nicht viel, weil ich noch nicht genau wusste, wonach ich eigentlich suchte. Mal ehrlich, habt ihr Floor Bed schon mal gehört? 
Die Antwort auf meine Fragen gab mir dann aber mein Sohn selbst. 
Uns hatte es ziemlich erwischt, wir hatten ne fiese Erlältung und schlimmen Husten. Und um nachts nicht die anderen 2 Männer zu wecken, holte ich die Gästematratze und legte sie bei ihm im Zimmer auf den Boden. Und trotz Erkältung schliefen wir ganz wunderbar. 
Am nächsten Tag zur Mittagszeit, krabbelte er plötzlich zu seinem Kuschelkissen, dann auf die Matratze und legte sich hin. Ich legte mich dazu, stillte und er schlief ein. 
Abends dann im Schlafanzug das Gleiche. Er holte das Kissen und legte sich hin. Tsja, da wusste ich, genau so und genau hier will er schlafen!


(Matratzenlager vor unserem Floor Bed)

Aber ich bin ja von Haus aus erst mal ein Zweifler. 
Kann man sein Baby auf dem Boden schlafen lassen? 
Ist das nicht zu kalt oder zu gefährlich?
Was ist mit der Luftzirkulation? 

Über Pintetest sammelte ich Bilder-Ideen, die ich dann meinem Mann zeigte. 
"Schatz, kannst Du sowas bauen"
Und seine Antwort: "ich denke schon". 

Am nächsten Wochenende zog er mit dem großen Kind in den Baumarkt und dann ging es los. 

Da ich ja zum einschlafen dazu liege, kann ich also aus eigener Erfahrung berichten, es ist perfekt! Nicht zu kalt, bequem und es ist einfach perfekt. 

Das Kinderbettchen? Staubt grad im Schlafzimmer vor sich hin und dient leider eher als "Garderobe" für zu klein gewordene Kinderkleidung. 

Und hier ist es:

Man kann auch super toben und hüpfen drauf :-)


Hier zeigt Euch mein kleines Kind wie kuschelig es ist :-)

Vor dem Bett liegt noch mal zur Sicherheit eine Würfel-Matratze 

Und hier wurde gebaut: (da war das kleine Kind 10 Monate ui ui ui)

Fertig!!!


Ach ja, am Anfang hatte ich noch keine Matratze vorne dran liegen, und ein einziges Mal musste ich dann mein Kind suchen:



Seit die Matratze vorne dran liegt, ist das witzigerweise nicht mehr passiert. 

Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich diese tolle Art Kids zu "Betten" nicht schon beim großen Kind wusste. Ich glaube, es hätte uns sehr viel Stress erspart. 

Und, wie schlafen Eure Kids so?
Ich meine, wir haben für uns einen tollen Weg gefunden, der sicher nicht für jeden richtig ist. Aber falls Eure Kids sich schlechte Schläfer sind, ist das ja vielleicht mal ne Alternative, die sich lohnt auszuprobieren. Matratze auf den Boden kostet ja erst mal nix, und dann sieht man weiter. 

Gute Nacht zusammen!





Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

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1 Kommentar:

  1. Hey, von mir erstmal herzliches Beileid für euren Verlust :( das klingt immer blöd aber ich wollte es dennoch mal schreiben... dein Beitrag hat mich sehr berührt, auch wenn ich nicht kommentiert habe - was soll man da schon kommentieren. Eine Nummer zu groß, definitiv... ich hoffe es geht euch gut, speziell dir, und du kommst klar.

    Unsere Tochter schläft von Anfang an im Familienbett mit - irgendwann mussten wir eine Nummer größer kaufen und haben ein sehr niedriges Bett gekauft, weil mein Freund keine Lust auf Floorbett hatte, er meint das wär schlecht für den Rücken oder so... Männer. Ich hätte es drauf ankommen lassen. Naja, jedenfalls konnte sie relativ früh raus und wieder reinkrabbeln, ein zwei Mal ist sie natürlich auch runtergefallen aber weil es nicht hoch ist war das kein Drama...

    Liebe Grüße, Janina

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